Monthly Archives: August 2012

Mission Bildung…

Zum Inhalt: Auf den ersten 264 Seiten schafft Schwanitz etwas ausgesprochen Unglaubliches: er komprimiert die Geschichte Europas zu einem in sich verzahnten, spannenden Geflecht an Zusammenhängen, die sich vielfach erst durch diese enge Bezugnahme aufeinander wie von selbst schlüssig Erklären. Fakten die Schüler oft als unverständliche Aneinanderreihung staubtrockenen Historienballasts empfinden, werden lebendig und der Leser beginnt die tektonischen… Read More »

Blickwechsel…

„Ich hab mal gelesen, Erinnerungen wären wie Fliegen auf einem Kuchen. Verjagen könne man sie allemal, aber wenn man sie totschlüge, wäre auch vom Kuchen nicht mehr viel übrig.“ („Die Wiese„S.36) Zum Inhalt: . „Sonnenwende“ (Thomas Fröhlich): Ein eisiger Außenposten, eine heillos überbevölkerte Erde, eine Familie mit einem nicht genehmigten Kind und ein verschollen geglaubter Siedler, der einst… Read More »

Schwermütige Kurzweil…

„… der Smalltalk war so klein, Minimal Art ist nix dagegen.“ (S.7) Zum Inhalt: .Wer die Wiener Mentalität, ihre schwermütig fatalistische Grundstimmung schätzt und einen gewissen Leidensdruck während des Lesens aufrecht zu erhalten vermag, der wird in diesem Bändchen sicher die ein oder andere Kurzgeschichte finden, welche ihm zusagen könnte. Ob es die Demontage eines kleinbürgerlichen Idylls ist… Read More »

Wo Leben ist sind auch Schattenseiten…

„Kommissar Müller schluckte. Die Akte würde er nicht wieder öffnen. Lebenslänglich war Strafe genug.“ (S.12) Zum Inhalt: Obgleich kurz, sind die Geschichten nichts mal eben für Zwischendurch. Dazu ist das Geschriebene zu schwere Kost mit einem recht düsteren Anflug an Fatalismus. In keinster weise jedoch vermitteln sie Hoffnungslosigkeit um ihrer selbst willen; vielmehr ist es eine subtile Beklemmung, eine… Read More »

…und was arbeiten Sie so?

„Alle ihre hochtrabenden Träume zerbarsten mit einem lauten Knall. Ob die anderen ihn auch hörten?“ (S.23) Zum Inhalt: Es sind vier recht unterschiedliche, in solider Autorenmanier verfasste Erzählungen, die Bettina Kiraly unter dem Pseudonym Betty Kay zu Papier gebracht hat. Dabei greift die Schriftstellerin nicht nur gesellschaftliche Tabus („Die Beförderung“) auf, sondern auch Randbereiche der Arbeitswelt, die nach… Read More »

Bewegend, mitreißend, anrührend…

„Mein Leben war absehbar geworden.“ (S.29) Zum Inhalt: Karin Hackbart erzählt Lebensgeschichten. Solche mit fließenden Anfängen und ebensolchen Enden. Keine Schablonenexistenzen, wie sie zuhauf in fantasietötenden Skripted-Reality Sendungen über den Schirm flimmern. Es sind Menschen, Schicksale wie sie beinahe jeder von uns, der offenen Auges lebt, irgendwo in seinem sozialen Umfeld schon gesehen hat. Sie erzählt nicht mit… Read More »

Der Krimi gleich um die Ecke…

„Letztendlich erzählten wir niemandem die Wahrheit. Man weiß ja nie, wer dicht hält und wem vielleicht doch mal was rausrutscht.“ (S.24) Zum Inhalt: Aus dem Untertitel des Bändchens der Mini-Testudo Reihe – „Kriminelle Kurzgeschichten zum 100jährigem Jubiläum des Schiller Gymnasiums Offenburg“ – erfährt der Leser wohin ihn die Autorin mitnehmen wird. Die spannend und unterhaltsam geschriebenen Krimi-Kurzgeschichten handeln… Read More »

Liebesgschichten und Heiratssachen…

Zum Inhalt: Die Erzählung spielt vor der Kulisse der Insel Sri Lanka, auf welche die Protagonistin reist, um ihren verschollenen Zwillingsbruder zu suchen. Während ihres Aufenthaltes lernt sie einen einheimischen Mann kennen und lieben. Auch das Verschwinden ihres Bruders hat mit einer Liebesgeschichte zu tun, wobei sich die Handlungsträger als miteinander durch verschiedenste Unwägbarkeiten verbunden herausstellen. Als einen… Read More »

Zu fremd für die Terraner…

„Lecrecs Mentalität kannte den Begriff Frieden nur als abstrakten Begriff, als einen Zustand, den man bestenfalls nützen, nicht aber fortwährend aufrechterhalten konnte.“ (S.51) Zum Inhalt: Es ist der letzte Band in der Trilogie rund um die Blues, Schreckwürmer und das geheimnisvolle Molkex, welches als Außenpanzer die Raumer der Blues unangreifbar macht. Die Blues, eine den Terranern auch im… Read More »

Bestenfalls der Versuch einer Milieustudie…

Zum Inhalt: Karsten Judas führt den Leser in seinen 5 Kurzgeschichten dieses Bandes in die stereotypen Haushalte, Kneipen und Absteigen der Arbeiter- und Unterschicht. Stereotyp deswegen, weil die Erzählungen zu einem großen Teil die ohnehin voyeuristische Ader mancher Menschen bedient, sich an den soziologischen Ausweglosigkeiten anderer satt zu sehen. Der Versuch Soziogramme zu erstellen scheitert zum einen an… Read More »