Alles andere als eine ZWERG-Galaxie

By | 9. August 2013

"Magellan" - Perry Rhodan Silberband 35„Die Wirklichkeit, erkannte Rhodan, war weder gut noch schlecht; sie war ein Neutrum. Erst das Spiel jener Geschöpfe, die sich mit unterschiedlichem Glück und Geschick ihres Verstandes bedienten, machte aus ihr ein Drama, ein Lustspiel, eine Tragödie – oder ein Nichts.“ (S.281)

Zum Inhalt: Das Übel welches die Milchstrasse bedroht an der Wurzel packen! So lautete die Prämisse unter der Rhodan zur Magellanschen Wolke aufbrach, um die Kristallagenten in die Schranken zu weisen. Ein Schritt, um der Lösung dieses Problems näher zu kommen, wäre die parapsychische Beeinflussung durch die Hypnokristalle wirkungslos zu machen. Vielversprechend klingen die Entdeckungen rund um die Anitmodularfeldgeneratoren der Perlians, den sogenannten Drittkonditionierten und erbitterten Gegnern der Terraner und ihrer Verbündeten.
Erschwerend bei der Erforschung eben dieser technischen Möglichkeiten kommt hinzu, dass die Gurrads, Gegner der Perlians, in ihrer Abneigung gegenüber Fremden in den Terranern anfänglich ein weiteres Eroberervolk sehen, welches es erbittert zu bekämpfen gilt. Rhodan, Danton und nicht zuletzt dem Arkoniden Atlan liegt jedoch daran, mit den Gurrads einen Verbündeten zu gewinnen, den man in Magellan mehr als nötig hat. Als die Terraner zusammen mit tausenden Gurrads überhastet von Modula II fliehen müssen, gelangen Rhodan, Danton, Kasom, Oro und über 100 weitere Außentruppmitglieder in Gefangenschaft der Gurrads, welche mit ihren Methoden den „Feinden“ ihre Geheimnisse zu entlocken alles andere als zimperlich sind. Der Beharrlichkeit Rhodans, dem Geschick der Etruser Kasom und Oro und einer gehörigen Portion Glück ist es zu verdanken, dass es schlussendlich gelingt, die Gurrads von den freundschaftlichen Absichten des Solaren Imperiums zu überzeugen.
Erst ab diesem Zeitpunkt kann über ein akkordiertes Vorgehen gegen die Kristallballungen ernsthaft nachgedacht werden. Als letztendlich der Mutterkristall durch den Ilt Gucky und den Mutanten Goratschin vernichtet werden kann, gibt die gleichzeitig damit stattfindende Umwandlung aller Kristalle in Howalgonium den Wissenschsaftlern neue Rätsel auf. Obwohl die Perlians vernichtend geschlagen sind, liegt in dem Sieg keine Gelegenheit aufzuatmen, denn dieser Gegner macht nur einem weitaus mächtigeren Platz: der Zeitpolizei…

Fazit: „Dieses Buch ist also eher etwas für Leser, die die Action lieben und weniger für jene, die in der PR-Serie eine Vision sehen möchten“, so entschuldigt sich der Redakteur Horst Hoffmann fast im Vorwort. Meines Erachtens nach ist es diese jedoch gerade die Abwechslung, aus zum einen actiongeladenen Geschichten, epischen Raumschlachten und zum anderen fast metaphysisch-philosophischen Betrachtungen, die den Charme der Silberbände, resp. der PR-Serie an sich ausmacht. Der vorliegende Band macht dabei keine Ausnahme. Er kann ohne Bedenken jedem SF-Fan ans Herz gelegt werden, wobei es hilfreich ist, den Vorgängerband in diesem Zyklus gelesen zu haben. Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 35 .

Zum Buch: Wiederum stellt auch dieser Silberband eine Augenweide in jedweder Hinsicht dar. Buchbinderisch ausgezeichneter Verarbeitung, einem anspruchsvoll verarbeiteten Umschlag, sowie durchdachter Typografie ist es zu verdanken, dass der Leser sowohl ein haptisches, wie auch optisches Lesevergnügen der Extraklasse in Händen hält.

Buchdaten:

  • Titel: „Magellan“
  • Gebundene Ausgabe: 415 Seiten
  • Verlag: Edel Germany; Auflage: 2 (1990)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8118-2050-8
  • Größe und/oder Gewicht: 19,7 x 13,2 x 4,5 cm

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