… angelangt im digitalen Zeitalter

By | 9. September 2011

so komme ich mir seit anfangs dieses Monats vor. Der Grund ist wenig spektakulär, wenngleich er für mich den Bruch mit einigen lieb gewordenen Traditionen darstellt.

... angelangt im digitalen ZeitalterVorletztes Monat stellte ich – spät aber doch – fest, dass es mein „Linux-Magazin“-Abo auch in digitaler Form als PDF gibt. Im Neudeutsch der Medien-Marketing-Gurus „DigiSub“ genannt. Als stolzer Besitzer eines iPADs war es da naheliegend das mal auszuprobieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten dem Abo-Support beim Verlag klar zu machen, dass ich mein Print-Abo umstellen möchte, hat es dann letztendlich doch geklappt. Nun halte ich meine erste digitale Ausgabe des Magazins in „Händen“…

… und genau da liegt derzeit noch mein „Problem“. Als Pendler war ich es bis dato gewohnt, mich morgens im Zug hinter meiner Lektüre zu verkriechen und wurde so größtenteils einfach in Ruhe gelassen. Dies ist vor allem einem ausgeglichenen Gemütszustand meiner Mitmenschen und einem guten Start derselben in den Tag sehr zuträglich, da ich nicht unbedingt der klassische Morgenmensch bin 😉 . Jetzt sitze ich mit meinem iPAD da und das bietet wenig Fläche sich zu verstecken; aber man kann nun mal nicht alles haben :-). Zudem erregt dieses Stück Technik nach wie vor unverhältnismäßig viel Aufsehen, wodurch man immer wieder mal in Gespräche verwickelt wird, was dem Morgenmuffel in mir so gar nicht behagen will.

Unterm Strich waren es aber v.a.folgende Gründe die mich zur Aboumstellung bewogen hatten:

  • geringerer Platzbedarf
  • keine Transport- / Portokosten
  • insgesamt wesentlich billiger als die Printversion
  • PDFs können sehr gut archiviert und im Volltext durchsucht werden
  • geringeres Gewicht (macht sich als Pendler schnell bezahlt)

Einen Nachteil allerdings möchte ich auch nicht verschweigen, die DVD-Medien sind leider nicht mit dem digitalen Abo vereinbar. Mir ist die Logik dahinter immer noch nicht klar, denn es wäre ja durchaus möglich die Medien für Abonnenten in einen Downloadbereich zu stellen.

Ein Gedanke der mir vor kurzem durch den Kopf ging und für den ich noch keinen Abschluss gefunden habe ist folgender: Manchmal wird argumentiert, dass die digitalen Ausgaben „umweltfreundlicher“ wären, zumal kein Druck, d.h. Papier, Farben, Drucktürme, Transport etc. nötig sei. Was meiner Meinung nach dabei außer Acht gelassen wird, ist die Tatsache, dass allein um die digitalen Ausgaben lesbar zu machen Lesegeräte benötigt werden, deren Herstellung Unmengen an Ressourcen benötigen und die in ihrer Entsorgung auch nicht umweltneutral sind…, aber wie schon gesagt habe ich dazu auch keine genauen Zahlen… und ich kenne auch keinen der diese hätte…

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