Antipoden – Rezension zu „Anti-Universum“ Bd. 68 der Silberedition Perry Rhodan

By | 24. September 2016

Antipoden - Rezension zu „Anti-Universum“ Bd. 68 der Silberedition Perry Rhodan„»Der Weise schweigt, wenn ihm nur leere Worte zur Verfügung stehen«“ (S.47)

Zum Inhalt: Es war schon immer eines der drängendsten Probleme der Menschen: die Versorgung mit genügend Energie. Um eben diesem Problem zu begegnen führen die Terraner ein gewagtes Experiment durch, welches misslingt. Anfangs wirkt das Scheitern wie einer von vielen einzukalkulierenden Rückschläge auf dem Weg zu neuen Erkenntnissen, doch bald findet sich die Crew der MARCO POLO in einem Paralleluniversum wieder, welches durch einen in jeder Weise ins moralische Gegenteil verkehrten Rhodan II beherrscht wird. Seine gesamte Führungsriege ist um keinen Deut besser, was die Terraner der MARCO POLO I immer wieder aufs Neue feststellen müssen.
Die Antipoden Rhodan II und Atlan II schrecken auch nicht davor zurück gesamte Sonnensysteme zu entvölkern, sollte in diesen der Keim für eine Rebellion entdeckt werden. Rhodan I gelingt es durch geschickte Schachzüge immer wieder seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, welche die Herrscher des Anti-Universums nicht müde werden stets aufs neue und noch perfider auszulegen. Hinter dem Offensichtlichen vermuten die Wissenschaftler der MARCO POLO schon seit geraumer Zeit Wesenheiten, die Rhodan nicht unbekannt sind. Zumindest eine davon stellte sich bisher stets als den Menschen wohlgesonnen dar: ES. Um so verwirrter zeigen sich Rhodan und seine Freunde über die bedrohliche Entwicklung für die augenscheinlich ES firmiert.
Die finale Begegnung der beiden Spiegelbilder Rhodan I und Rhodan II vermag sich als einziger Ausweg aus dem Dilemma des endgültigen Verschollenseins in einem feindlichen All anzubieten. Doch wie weit kann man ES noch trauen?

Fazit: Hat man erst mal 68 Bände aus der Perry Rhodan Sammlung gelesen, so stellt man zwangsläufig Vergleiche an, v.a. Vergleiche der Bücher untereinander und der narrativen Entwicklung der Geschichte. Und was diesen Part anbelangt, hat Band 68 für mich mit Abstand am schlechtesten abgeschnitten. Die Storyline ist eher lieblos gehalten, durch die hohe Vorhersehbarkeit will auch nicht so recht jene Spannung aufkommen, die sich durch die früheren Erzählungen gezogen hatte. Einzig die letzten drei bis vier Kapitel lassen erahnen, was man aus dem Handlungsbogen hätte machen können. Es bleibt zu hoffen, dass der Folgeband wieder an jenen Schwung anknüpfen kann, welcher der Serie bisher innewohnte. Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 68 .

Zum Buch: Verarbeitungstechnisch kann man über den Band 68 aus der Silbereditionsreihe nichts Negatives sagen. Verleimung, Buchdeckel, textgestalterische und grafische Ausführung sind gut gelungen, einzig der Druck lässt an einigen Stellen etwas zu wünschen übrig (siehe hier), was aber für den Lesefluss unerheblich ist.

Buchdaten:

  • Titel: „Anti-Universum“
  • Umfang: 448 Seiten
  • Verlag: VPM Verlagsunion Pabel Moewig KG
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8118-2088-5
  • Größe: 19,4 x 13,2 x 4,8 cm

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