Category Archives: Kunst

Die Farben fremder Lyrik…

„Die Wahrheit ist kein Fund den man vergeben kann, es gibt nur Annäherungen an sie.“ (S.87) Zum Inhalt: Chaje Shams-ed-din Mohammad mit dem Beiname Hafis würden wir heute als einen Autodidakten bezeichnen. Seine Lyrik ist u.a. ein Anschreiben gegen Despotie, Willkür der Obrigkeit, wobei er dabei „Scheiche, Ordenssufis, Frömmler, Zeloten, Prediger, Professoren, Madrasen, die Geistlichkeit und die mit… Read More »

Wunderbuch der Tropen – Buch der Tropenwunder

„Gewaltig, löwenmähnig ist die Kraft der Sonne. Sie hat ihre feurigen Pranken auf die Berge gesetzt, und wie eine flammende Mähne regnen ihre Strahlen nieder, auf die Flüsse, Steppen und Wälder.“ (S.27) Zum Inhalt: Die 24 opulenten Abbildungen der kolorierten Stiche Merians bilden den Hauptteil des Bandes 351 aus der Insel Bücherei. Ihm schließt sich ein Geleitwort des… Read More »

Die Kunst des Drucks…

„Denn ‚Drucken‘ ist ein weites Gebiet, in dem es keine Universalverfahren gibt.“ (S.319) Zum Inhalt: Heijo Klein führt im Eingangstext bis S.44 den Leser ein Stück in die »schwarze Kunst«, wie der Druck genannt wird, und öffnet die Augen für ein weites ungemein spannendes Feld der Möglichkeiten Druckerzeugnisse technisch und/oder handwerklich zu realisieren. Der dabei geschichtlich gespannte Bogen… Read More »

Ressentiment und der Untergang eines Helden…

„Aber ich kenne ihn nicht. Ich kenne sein Leben nicht. Ich kenne nur einen schmalen Uferrand, nicht das Meer.“ (S.319) Zum Inhalt: Das als Drama angelegte Stück schildert die letzten Stunden Siegfrieds, jenes nordischen Helden, der in seiner Stärke immer wieder als nicht von dieser Welt tituliert wird und den Reigen der Nibelungenerzählungen maßgeblich prägt. Letzten Endes findet… Read More »

Sommervöglein, Metamorphosen und barocke Kupferstiche…

„Wenn es ein Werk verdient, aus der Distanz musealer Exklusivität in den Bereich persönlicher Aneignung und Erschließung erhoben zu werden, dann das vorliegende ›Neue Blumenbuch‹ der Sibylla Merian aus dem Jahre 1680.“ (S.87) Zum Inhalt: Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Illustrationen im ersten Teil und dem anschließenden informativen Textteil erwartet den Leser auf den 158 Seiten dieser bibliophilen… Read More »

Buchkunst trifft Botanik

„In den kleinsten Dingen zeigt die Natur die allergrößten Wunder.“ – Carl von Linné Zum Inhalt: Im Band 281 der Insel-Bücherei finden sich auf 58 Seiten wunderschöne Abbildungen botanischer Vertreter von Ackergauchheil bis Zittergras. Für die künstlerische Ausführung firmieren Rudolf Koch als Zeichner und  Fritz Kredel, der die Werke in Holz schnitt. Koch, seines Zeichens begnadeter Typograph, dem wir… Read More »

Royale Streitereien

„Glaubst Du, es gäb‘ ein Sandkorn in der Welt Das nicht gebunden an die ew’ge Kette Von Wirksamkeit, von Einfluß und Erfolg?“ (S.16) Zum Inhalt: Es sind die Zeichen des Dreißigjährigen Krieges, die am Horizont des Stückes bereits ein Fanal entzünden, dessen Widerschein über  das gesamte Trauerspiel seine scharfen Schatten legt. Rudolph  II, eingeschworener Katholik, jedoch nachsichtig gegenüber… Read More »

Von heidnischen und kirchlichen ProphetInnen

„Der Sibylle Stimme, das Sprachrohr der Gottheit, durchdrang unzweifelhaft die Jahrtausende“ (S.29) Zum Inhalt: Die Sixtinische Kapelle ist untrennbar mit dem Namen des Künstler Michelangelo Buonarotti (03.1475 – 02.1564) verbunden. Prägend für die italienische Hochrenaissance schuf er im Auftrag Papst Julius II. 12 Fresken welche in ihrer Thematik auf den ersten Blick keine offensichtliche Gemeinsamkeit ergeben: auf der… Read More »

Märchen und Drama in einem Band, zwei zeitlose Meisterwerke Zuckmayers

„Wichtig is gar nichts, dazu is de Welt zu groß. Aber richtig, richtig soll’s zugehn.“ (S.90) Zum Inhalt: „Der Hauptmann von Köpenick“ trägt den Untertitel „Ein deutsches Märchen in drei Akten“, und auf den ersten Blick mag es märchenhaft wirken, doch erkennt des Leser / der Theatergast nicht allzu selten Parallelen zu einer Welt, die immer wieder die… Read More »

Landschaftsperzeption im Wandel der Zeit und Kunst…

„Der Traum vom paradiesischen Glück ist nicht unterzukriegen…“ (S.190) Zum Inhalt: Vom 1.Juni bis zum 28. Oktober 2012 hatte im Tiroler Landesmuseum eine Ausstellung unter dem Titel „Blickwechsel“ ihren Platz gefunden, welche sich die ambitionierte Aufgabe stellte, dem Besucher einen historisch sehr breiten Bogen an künstlerischer Landschaftsperzeption näher zu bringen. Dieser Bogen spannte sich von der Neuen Sachlichkeit… Read More »