Category Archives: Philosophie

Entweder – Oder – Rezension zu „Kierkegaard-Brevier“ – Peter Schäfer, Max Bense (Hrsg.)

„…; es gilt eine Wahrheit zu finden, die meine Wahrheit ist, für die ich leben und sterben will…“ (S.17) Zum Inhalt: Die Form des Breviers, ursprünglich als Sammlung der als Vorschrift geltenden Stundengebete für katholische Geistliche konzipiert, ist für das vorliegende Bändchen aus dem Insel-Verlag treffend gewählt, zumal es sich mit dem 19. Jahrhundert eingebürgert hatte, auch Sammlungen… Read More »

Ernüchternd Rosa/Pink – Rezension zu „Die Kunst ein freundlicher Mensch zu sein“ von Stefan Einhorn

„Für mich ist ein freundlicher Mensch jemand, der ethisches Handeln verinnerlicht hat.“ (S.15) Zum Inhalt: In Stefan Einhorns Buch geht es, wie der deutsche Titel suggerieren mag nicht um den Begriff „Freundlichkeit“, wie man ihn im Deutschen i.d.R. versteht, sondern vielmehr um den jenen der Ethik im Handeln, resp. der Interaktion mit seinen Mitmenschen. Dabei entwirft der Autor… Read More »

Herausfordernd – „Bildung als Provokation“ – Konrad Paul Liessmann

„Wie immer man es aber dreht und wendet: Ob Bildung ein Selbstveränderungspotential in Hinblick auf Individuen oder Gesellschaften zugesprochen werden kann, hängt letztendlich vom Mut ab, Bildung inhaltlich und normativ zu bestimmen. Solange Bildung formal als Durchlaufen von Zertifizierungsstellen oder Sammeln von Leistungspunkten definiert und auf den Erwerb von Kompetenzen und zeitgemäßen Kulturtechniken reduziert wird, erwächst aus diesen… Read More »

Gedankliche Brotkrumen – Rezension zu „Aphorismen“ – Georg Christoph Lichtenberg

„Daß in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter auf ihnen nicht unnötig.“ (S.65) Zum Inhalt: Georg Christoph Lichtenberg (* 1.7.1742 Oberramstadt bei Darmstadt, † 24.2.1799 Göttingen) sammelte zeitlebens in seinen »Sudel-«,»Schmier-« und »Gedankenbüchern«1) Ideen, Geistesblitze, bruchstückhafte und komplexere Exzerpte. Der Fundus reicht dabei von beinahe als banal zu titulierenden Alltäglichkeiten bis hin zu pointierten Auseinandersetzungen mit… Read More »

Über Wahrheit und Lüge – Rezension zu „Der Wille zum Schein“ – Philosophicum Lech (Hrsg. Konrad Paul Liesmann)

„Das Lügen ist nicht grundsätzlich schlecht, sondern eine moralisch neutrale Fähigkeit, die schlechten Absichten dienen, die aber auch im Dienste guter und gerechtfertigter Absichten stehen kann.“ (S.36) Zum Inhalt: Nicht nur die Philosophie, vielmehr der Mensch als kulturelles Wesen per se changiert in dem emotional, moralisch geladenen Mienenfeld zwischen der Wahrheit und der Lüge. Nur allzuoft machen wir… Read More »

Der Umgang mit sich selbst – jenseits der Selbstverliebheit – Rezension zu „Sei nicht so hart zu Dir selbst“ von Andreas Knuf

„Selbstmitgefühl ist kein Ziel, das jemand irgendwann erreicht hat“ (S.78) Zum Inhalt: Andreas Knuf teilt sein Plädoyer für einen mitfühlenden Umgang mit sich Selbst in zwei Teile, von denen er im ersten die Grundlagen seiner Überlegungen und Schlüsse darzulegen versucht und dem Leser einen Einblick in sein Menschenbild gibt. Im zweiten Teil, welcher ziemlich genau in der Mitte… Read More »

Über das Selbstverständnis der Science-Fiction

„So ignorant es ist die utopische Literatur auf Zukunftsliteratur zu reduzieren, so reduziert ist utopische Literatur, die das historische Maß der Zukunft ignoriert.“ (S.52) Zum Inhalt: Im Vergleich zu den ersten beiden Bänden aus der Lichtjahr-Reihe liegt der Schwerpunkt des dritten Bandes nicht primär in der Präsentation phantastischer Literatur im Sinne von Erzählungen, Kurzgeschichten oder der erzählerischen Entführung… Read More »

Zeitlose Endlichkeit…

„Die Betrachtung über den Sinn des Todes kann nur eine Ergänzung zum Nachdenken über den Sinn des Lebens sein.“ (S.46) Zum Inhalt: Ein – wenn nicht – das essentielle Thema des Lebens ist es, dessen sich die Referenten in diesem Band zum „Philosophicum Lech“ annehmen: der Endlichkeit. Im spezielleren unserer Endlichkeit als Individuen, eventuell als Geist – sowohl… Read More »

Schräg, schrill und …reizvoll

„Wer mit beiden Beinen auf dem Boden steht steht still“, Tor Åge Bringsværd (S.37) Zum Inhalt: Die beiden Teenager Berit und Nils finden die Idee mittels eines Briefbuches Informationen und Erlebtes aus ihrem jeweiligen nicht all zu spannenden Umfeld mitzuteilen eine „coole“, aufregende Idee. Was wie ein sprachliches Aufsatzexperiment für beide beginnt, entpuppt sich mehr und mehr als… Read More »

Reise zur eigenen Identität

„Wir sind alle ungeheuer ignorant und anmaßend, wenn es darum geht, anderer Leute Gespenster zur Strecke zu bringen, aber genauso unwissend und barbarisch und abergläubisch, was unsere eigenen betrifft.“ (S.42) Zum Inhalt: Den Rahmen der autobiografischen Erzählung Robert M. Pirsigs bildet eine Reise, die der Autor auf dem Motorrad zusammen mit seinem Sohn durch den Nordwesten der USA… Read More »