Category Archives: Psychologie

Ernüchternd Rosa/Pink – Rezension zu „Die Kunst ein freundlicher Mensch zu sein“ von Stefan Einhorn

„Für mich ist ein freundlicher Mensch jemand, der ethisches Handeln verinnerlicht hat.“ (S.15) Zum Inhalt: In Stefan Einhorns Buch geht es, wie der deutsche Titel suggerieren mag nicht um den Begriff „Freundlichkeit“, wie man ihn im Deutschen i.d.R. versteht, sondern vielmehr um den jenen der Ethik im Handeln, resp. der Interaktion mit seinen Mitmenschen. Dabei entwirft der Autor… Read More »

Mit Rückgrat – Rezension zu „Den Rücken selbst heilen“ – Dr. Martin Marianowicz

„Sie sind nicht weniger krank, wenn Ihre Rückenschmerzen unspezifisch sind. Denn auch sie leiden unter Schmerzen. Und das einzige Maß der Krankheit ist das Leid.“ (S.22) Zum Inhalt: Eine Zusammenschau, welche hier „multimodale Behandlung“ genannt wird, breitet Dr. Martin Marianowicz mit Experten aus Orthopädie (Dr. Willibald Walter), Psychotherapie (Dr. Marian Cebulla), Neurologie (Dr. Hans-Hermann Fuchs), sowie Heilpraxis (Johannes… Read More »

Verkopft – Rezension zu „Grübeln“ – Tobias Teismann

„Grübeln Sie nicht, denken Sie nach“ (Klappentext) Zum Inhalt: Tobias Teismann geht in seinem Text auf Auslöser, Inhalte und Konsequenzen des Grübelns ein, wobei er versucht eine möglichst klare Abgrenzung zwischen belastendem, stetig wiederkehrendem Grübeln (=Rumination) und dem intensivem, zumeist produktiven Nachdenken zu finden versucht. Dabei bleibt er nicht bei den Erklärungen stehen, sondern bietet dem Leser zahlreiche… Read More »

Sinn-Bildlich – Rezension zu „Fotos sehen, verstehen, gestalten“ von Martin Schuster

„Die Fotografie »demokratisiert« das visuelle Wissen von der Welt.“ (S.175) Zum Inhalt: Bereits im ersten Kapitel macht Martin Schuster klar, worum es ihm bei der Betrachtung – im wahrsten Sinne des Wortes – der Thematik des fotografischen Bildes geht: um Fotopsychologie. Er steckt das Feld anfangs historisch-gesellschaftlich ab, wobei er technisches nur insofern streift, als dass es für… Read More »

Der Umgang mit sich selbst – jenseits der Selbstverliebheit – Rezension zu „Sei nicht so hart zu Dir selbst“ von Andreas Knuf

„Selbstmitgefühl ist kein Ziel, das jemand irgendwann erreicht hat“ (S.78) Zum Inhalt: Andreas Knuf teilt sein Plädoyer für einen mitfühlenden Umgang mit sich Selbst in zwei Teile, von denen er im ersten die Grundlagen seiner Überlegungen und Schlüsse darzulegen versucht und dem Leser einen Einblick in sein Menschenbild gibt. Im zweiten Teil, welcher ziemlich genau in der Mitte… Read More »

Über das Selbstverständnis der Science-Fiction

„So ignorant es ist die utopische Literatur auf Zukunftsliteratur zu reduzieren, so reduziert ist utopische Literatur, die das historische Maß der Zukunft ignoriert.“ (S.52) Zum Inhalt: Im Vergleich zu den ersten beiden Bänden aus der Lichtjahr-Reihe liegt der Schwerpunkt des dritten Bandes nicht primär in der Präsentation phantastischer Literatur im Sinne von Erzählungen, Kurzgeschichten oder der erzählerischen Entführung… Read More »

Das Bild im Spiegel

„Wenn er es schaffte seine Seele zu schützen, dann hatte er gewonnen.“ (S.64) Zum Inhalt: Danny, dem Leser aus dem ersten Teil der Trilogie bekannt, sieht sich mit seiner Familie nach dem Umzug nach Deutschland mit einer völlig neuen Umgebung, einem Land mit teils schrägen Gewohnheiten und Ritualen, neuem Schulsystem, sowie gänzlich neuen Menschen konfrontiert. Seine anfängliche Frohnatur,… Read More »

Zum Einschlafen – Rezension zu „Schlafstörungen – Wirksam vorbeugen und behandeln“ von Sonja Schulz, Albert Haufs

„Welche Tätigkeit ist uns so wichtig, dass wir ihr einen Großteil unserer Zeit widmen würden? … Schlaf“ (S.4) Zum Inhalt: Die beiden Autoren versuchen im vorliegenden Text einen Überblick über die physiologischen, anatomischen und psychologischen Ursachen häufiger Schlafstörungen zu geben und einen Weg aufzuzeigen, der es ermöglichen soll Betroffenen ihre Erholungsphasen wieder als solche zu etablieren und zu… Read More »

Lebensmelodie – Rezension zu „Das Trio“ von Sigrid Kleinsorge

„Zum ersten Mal kam ihr der Gedanke, dass Literatur und Musik ein und demselben Zweck dienten, nämlich dem, die Menschen aus ihrer Alltagsträgheit aufzurütteln und glücklich zu machen.“ (Pos. 437)1) Zum Inhalt: Reiner – ein begnadeter Klaviervirtuose – , Olga – Geigerin mit Leib und Seele – und Zafira – deren Leben nicht nur im übertragenen Sinne Gesang… Read More »

Zerstörende Besessenheit…

„Nichts ist grausamer, als ein vergöttertes Kind.“ (S.184) Zum Inhalt: Humbert Humbert, seineszeichens Literaturwissenschafter, ist des Mordes angeklagt. Des Mordes an seinem Nebenbuhler um die Gunst seiner Lolita. Er schreibt den Text als Geständnis, als Aufarbeitung der Ereignisse rund um die sehr einseitige Liebesbeziehung zu Lolita, die 1947 begann. Damals lernte er das zwölfjährige Mädchen kennen als er… Read More »