Category Archives: Dystopie

Subgenre von Science Fiction

Energie-Wende – Rezension zu „Lebensnacht“ von Will Hofmann

„»Alles was einmal gedacht werden kann, muss einmal gedacht werden«, heißt es bei Friedrich Dürrenmatt.“ (S.134) Zum Inhalt: Erdöl ist jener Stoff aus dem das Konstrukt, welches wir Wohlstand, Fortschritt oder oft auch Zivilisation schlechthin nennen, größtenteils geformt wird und wurde. Und eben dieser Stoff ist zum einen global ungleich verteilt und zum anderen nur in beschränkten Mengen… Read More »

Brotkrumen, Versatzstücke und das große Ganze – Rezension zu „Das Universum nach Landau“ von Karsten Kruschel

„menschen irren sich oft. und sie machen dennoch unverdrossen weiter. allein dies macht sie zu etwas besonderem.“ (S.143) Zum Inhalt: Der „Roman in Dokumenten und Novellen“, so der Untertitel des Bandes, präsentiert dem Leser ein in jeder Hinsicht buntes Kaleidoskop an Versatzstücken aus einem vielschichtigen Universum, in dem auch die erzählerischen Schwergewichte – im positiven Sinne zu sehen… Read More »

Es bleibt beim Versuch…

„»Die Lüge ist der Wegbereiter der Apokalypse.«“ (S.36) Zum Inhalt: Die nicht nur geografisch strikt aufgeteilte Gesellschaft im 21. Jahrhundert, entstanden nach einem verheerenden Krieg, baut den sorglosen Wohlstand Weniger auf dem Rücken einer perspektivlosen, verarmten Masse von Menschenmaterial, deren brodelndes Ressentiment nur auf einen zündenden Funken zu warten scheint. Diese explosive Mischung macht sich eine im Versteckten… Read More »

Rosinen mitsamt Kuchen…

„Sie waren neugierig … auf uns.“ (S.96) Zum Inhalt: Bereits der Umschlagtext weist das 354 Seiten starken Textes als Sammlung der Kurzgeschichten aus der Feder Sven Svensons aus. Enthalten sind darin folgende Bücher Die Fremden von der Erde Der Dritte Versuch Plan B Pantheon Die einzeln besprochenen Inhalte der Kurzgeschichtenbände finden sich unter den oben angeführten Links auf… Read More »

Götter, Grenzen und Geschichte(n)

„Er wollte es glauben, er wollte ihr glauben. Aber er konnte es nicht.“ (S.50) Zum Inhalt: Die Zusammenstellung wirkt auf Kenner der Geschichten von Sven Svenson vertraut, um nicht zu sagen fast heimelig. So sind auch die Texte bereits in anderen Bänden erschienen wie z.B. „Zeit der Zeitlosen“ oder „Wandelstern“; jedoch nicht in dieser Konstellation. Ob es nun… Read More »

Es werde… finster…

„Und dann, langsam, ganz langsam würde zuerst einer, und dann immer mehr, erkennen, dass die Zeit der Geschichten zu ende war, weil die Geschichte selbst neu gescrhieben werden musste.“ (S.69) Zum Inhalt: Jeder von uns kennt diesen Moment, wenn es finster wird. Der Lichtschalter auch nach mehrfachem Kippen die Lampe nicht wieder zum Leuchten bringt. Der Kühlschrank verstummt,… Read More »

Salamander und mechanische Hunde…

„Not everyone born free and equal, as the Constitution says, but everyone made equal.“ (S.58) Zum Inhalt: Guy Montag ist Feuerwehrmann. Soweit wäre dies nichts besonderes, wäre da nicht die Besonderheit, dass in der Gesellschaft in der er diesen Beruf ausübt Feuerwehrmännern die Aufgabe obliegt Feuer zu verursachen; ein spezielles Feuer. Jenes, das als Lieblingsnahrung Bücher verzehrt. Der… Read More »

Sozialentropie

„Van Steen: Eine Welt von Genies wäre zum Untergang verurteilt. Genius verträgt ein Gemeinwesen nur in äußerst verdünnter Dosis. “ (S.123) Zum Inhalt: Der perfekte, durchorganisierte Staat als ein sich verselbständigendes Konstrukt, dem der Einzelne auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist; oder sich um der Bequemlichkeit ausgeliefert hat. Dies ist nicht gerade neu als Idee, zugegeben. Aber… was… Read More »

Die Erde als galaktischer Drive-In…

Zum Inhalt: Was wäre wenn… eine der zentralen Fragen der SF, deren Antwort sich in diesem Buch auf gänzlich ungewöhnliche Weise genähert wird. In seiner Nabelschau, stellt sich der Mensch immer vor er wäre so wichtig, dass ihn „Außerirdische“ besuchen könnten. Was aber wenn sie ihn gar nicht wahrnähmen und ihr intergalaktisches Picknick zufällig auf dem blauen Planeten… Read More »

Das dünne Eis der „Kultur“

Zum Inhalt: Luzifers Hammer schildert die Wirren und Sorgen einer kleinen übrig gebliebenen „Zivilisation“ von Menschen nach dem „Deep Impact“ eines Meteoriten. Dabei schaffen es die beiden Autoren nie in die ausgetretenen Pfade apokalyptischer „Hilfe-wir-werden-alle-sterben“-Jünger abzugleiten, sondern eine sehr gut recherchierte und durchgängige Geschichte zu entwickeln, die aufzeigt auf wie dünnem Eis unsere Kultur gegründet ist. Fazit: Spannend,… Read More »