Category Archives: Sagen, Märchen

Mondlichtminiaturen – Rezension zu „Bilderbuch ohne Bilder“ – Hans Christian Andersen

„Das Licht des Mondes entschleiert nicht jegliches Geheimnis der Sterblichen.“ (S.62) Zum Inhalt: 33 Kurz- und Kürzestgeschichten erzählt der Mond einem Maler, den die Muse allen Anscheins nach verlassen hat. Die Diskrepanz zwischen der starken inneren Empfindung und der Unfähigkeit diese auf die Leinwand zu bannen, lähmt den Künstler. Ihn aus dieser Starre zu befreien macht sich der… Read More »

Sagenschatz der Dolomiten – Teil III – Rezension zu „Dolomitensagen Bd. III“ von Karl Felix Wolff

„»… kleine blonde Mädchen sollen eben nicht mit Zauberspiegeln und mit Abenteuern Scherze treiben.« (S.130) Zum Inhalt: Mit Band drei kommt Karl Felix Wolff zum Abschluss einer im doppelten Sinne sagenhaften Sammlung an Geschichten einer Region deren schroffe Schönheit, phantasieanregende Vielgestalt und anziehende Fremdartigkeit die Bewohner seit jeher inspiriert, geängstigt und beeindruckt hat. Von der erzählerischen Verarbeitung all… Read More »

Sagenschatz der Dolomiten – Teil II – Rezension zu „Dolomitensagen II.“ von Karl Felix Wolff

„»… überall gibt es Verdruß und so wird er auch dir nicht erspart bleiben.« (S.48) Zum Inhalt: Im zweiten Band der von Karl Felix Wolff zusammengetragenen Sagen und Geschichten aus dem Dolomitenraum sind es durchaus bekanntere Charaktere denen der Leser, diesmal aus einer anderen Sicht, begegnet. So taucht u.a. in der Sage „Eisenhand“ ein Spielmann auf, der unschwer… Read More »

Sagenschatz der Dolomiten – Teil I – Rezension zu „Dolomitensagen Bd. I“ von Karl Felix Wolff

„Es wechseln die Geschlechter die Sage bleibt sich treu“ (S.101) Zum Inhalt: A.Schaefer schreibt: „Mit herzerfreulicher Naivität und in einfachster Tonart erzählt und gestaltet Wolff Geschehnisse von in ihrer Auswirkung oft klassischer Größe;“ („Heimat“, Nr. 44, Beilage der Münchner Neuesten Nachrichten vom 4. Dez. 1929) und in der Österreichischen-Touristenzeitung Nr. 2 vom 1. Feb. 1930 liest man, „daß… Read More »

Lebensallegorien

„Die Geschichten sind Lebewesen“ (S.6) Zum Inhalt: Umrahmt von der Suche eines Mannes, dessen tiefste Furcht jene vor dem Tod ist, führt Charles Aceval den Leser durch eine dem Europäer oft fremdartige, jedoch faszinierende Kultur, deren Schatz und Vermächtnis u.a. in den Parabeln, Erzählungen und Märchen besteht, die seit jeher einen Blick auf die essenziellen Fragen gestatten. Fragen… Read More »

Die Drachenambulanz…

„…Hört auf, ihr dummen Tröpfe! Zu lang schon gibt es auf der Welt zu viel verbeulte Köpfe…“ (S.26) Zum Inhalt: Zogg ist ein Drachenkind – und ein begeisterter Schüler. Stets bemüht den Lerninhalten von Fr. Drache, seiner Lehrerin, zu folgen, passiert ihm beim Üben das ein oder andere Mißgeschick. Ein Glück, dass er eine Freundin in der Prinzessin… Read More »

Wasserträger, Schätze und Untote…

„Ein feiner Blick für die gesellschaftlichen Eigentümlichkeiten der Nationen zeichnet ihn [den Autor] aus, und zu dieser Beobachtungsgabe gesellt sich ein graziöser Humor, der die grellen Tinten vermittelt und lebensvolle Farben über seine Darstellung ausstreut.“ (S.62 – Nachwort) Zum Inhalt: Drei Sagen fast die Ausgabe aus der Condor-Bibliothek zusammen. Der nordamerikanische Autor Washington Irving (3. April 1783 in… Read More »

Geld und Besitz alleine macht nicht glücklich…

„So glücklich wie ich, rief er aus‚ gibt es keinen Menschen unter der Sonne. Mit leichtem Herzen und frei von aller Last ging er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter angekommen war.“ (S.39) Zum Inhalt: Hans, sozusagen der Hauptdarsteller in diesem Märchen der Gebrüder Grimm, erhält nach seinen Lehrjahren als Entlohnung einen großen Goldbrocken, mit dem… Read More »

Liebenswertes Ungeheuer…

„Mein Lieblingsschmaus ist Butterbrot mit kleiner Maus!“ (S.12) Zum Inhalt: Die Maus flunkert den Raubtieren des Waldes vor, dass es eine Verabredung mit einem gefährlichen Untier namens Grüffelo hätte. Der Grüffelo hat passenderweise eine recht ausgefallene Vorliebe für Fuchsspieß, Eule mit Zuckerguss oder Schlangenpüree. Stolz auf ihre Schläue trottet die Maus weiter durch den Wald, gemieden von ihren… Read More »

Die menschliche Seite der Robotik…

„Die hatten ein ideales Vakuum im Kopf, daß ihr Denken schwarz war wie die sternenlose Nacht.“ (S.26) Zum Inhalt: Stanislaw Lem schuf nicht nur mit „Solaris“ ein Schwergewicht der SF, er ist auch ein Meister der „leichten Feder“. Zumindest erscheint dies so, wenn man von Märchen reden möchte. Zwischen den witzigen, teils verwinkelten und doppelbödigen Zeilen hört man… Read More »