Das Ende einer langen Reise

By | 9. August 2013

“Der Herr der Ringe – Sechstes Buch – Das Ende des Dritten Zeitalters” – J.R.R. Tolkien„Es scheint fast wie ein Traum zu sein, der langsam verging.“ (S.128))

Zum Inhalt: Nichts ahnend von den Schlachten im übrigen Mittelerde, ohne Wissen über deren Stand und Ausgang schleppen sich Frodo und sein treuer Begleiter Sam weiter. Nachdem Sam seinen Herrn aus der Gefangenschaft der Ork retten konnte, durchqueren sie das Zentrum des Reiches Saurons, dessen Auge durch den geschickten Ablenkungsversuch Aragorns am schwarzen Tor gebunden ist. Der Zähigkeit der Hobbits und ihrer Verbundenheit mit allem Guten in Mittelerde ist es letzten Endes zu Danken, dass sie den Schicksalsberg erreichen, immer noch im Besitz des einen Ringes. Gandalfs Weitsicht zeigt sich hier abermals, als Gollum, verrückt vor Gier nach dem Ring, Frodo diesen entwendet und im Freudentaumel über seinen „Sieg“ in die Feuer des Schicksalsberges fällt – und mit ihm der Ring. Endgültig gebrochen ist damit die Macht des vernichteten Saurons.
Hellere Tage, ein lichter Sommer, wie ihn Mittelerde noch nicht gesehen hat, Freude, Wiedersehen und das Erzählen von Abenteuern an vollen Tischen folgen. Doch müssen die Gefährten sich ihren eigenen Aufgaben in ihren Heimatländern zu wenden. Die Gemeinschaft des Ringes löst sich auf, in Freundschaft und tiefer Zungeigung verbunden bleibend. Den vier Hobbits allerdings steht noch ein bitterer Weg bevor, als sie in das Auenland kommen, welches sie durch die Intrigen und Boshaftigkeit Sarumans zerstört vorfinden. Noch einmal müssen sie kämpfen, um ihr geliebtes Land zurückzufordern. Es gelingt, ebenso wie das Auenland unter den Händen von Merry, Pippin und nicht zuletzt Sam wieder zu genesen beginnt. Jedoch nicht für Frodo: «Das läßt sich oft nicht ändern, Sam, wenn Dinge in Gefahr sind: manche müssen sie aufgeben, sie verlieren, damit andere sie behalten können».“ (S.166)  Er findet erst im Aufbruch mit den Elben über das Meer, zusammen mit Gandalf, seinen Frieden.

Fazit: Es ist der letzte Band nach “Der Hobbit” , “Der Herr der Ringe – Erstes Buch – Der Ring wandert” , “Der Herr der Ringe – Zweites Buch – Der Ring geht nach Süden”, “Der Herr der Ringe – Drittes Buch – Isengarts Verrat” und „Der Herr der Ringe – Viertes Buch – Der Ring geht nach Osten“, sowie “Der Herr der Ringe – Fünftes Buch – Der Ringkrieg” – J.R.R. Tolkien, der vor dem Leser das Ende der Reise der Gefährten rund um Frodo und den Ring ausbreitet. Egal wie oft man diese Geschichte(n) liest, immer wieder muss man vor dem Werk Tolkiens den Hut ziehen.
Allen Cineasten, die nun einwenden könnten, sie hätten ja die Filme gesehen, was die Lektüre der Geschichte obsolet machen würde sei entgegengehalten, dass Peter Jacksons Trilogie eine durchaus sehenswerte Annäherung an den Erzählstoff darstellt, jedoch einige sehr wesentliche Dinge falsch (!) oder gar nicht darstellt ( z.B. Tom Bombadill, die Befreiung des Auenlandes, sowie Sarumans Tod um nur einige zu nennen).

Zum Buch: Der vorliegende Band ist Bestandteil einer siebenbändigen Schmuckausgabe des Klett-Kotta-Verlages. Sowohl der Schuber als auch die einzelnen Bände sind sehr aufwändig, durchgängig stimmig und optisch sehr sauber gestaltet. Die grafisch ansprechende Gestaltung setzt sich an den Deckelinnenseiten fort, auf denen verschiedene Karten aus der Erzählung aufgezeichnet sind – durchaus hilfreich, um sich bei den Reisen der Gemeinschaft rund um Frodo nicht zu verlieren ;-) . Die Bindung des Buchblockes ist ausgezeichnet, das Schriftbild ist zwar sehr eng – kleine Dickte –  gehalten jedoch gut lesbar. Das Papier ist angenehm dick, eher etwas grob und robust gehalten.

Buchdaten:

  • Titel: “Der Herr der Ringe – Sechstes Buch – Das Ende des Dritten Zeitalters”
  • Autor: J.R.R. Tolkien
  • Gebundene Ausgabe: 168 Seiten
  • Verlag: Klett Cotta
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-608-93320-4
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 13 x 2 cm

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