Der alte Mann…

By | 5. Juni 2013

"Old Man" - Perry Rhodan Silberband 33„Warum, so überlegte er, sind es ausgerechnet immer wieder die Menschen selbst oder ihre Werke, die dem Menschen die größten Schwierigkeiten machen.“ (S.310)

Zum Inhalt: Die Menschheit und ihre Verbündeten haben die MDI-Krise überwunden und freuen sich über Jahre des Friedens, sieht man von einigen Scharmützeln, wie jene zwischen den Blues, ab. Jedoch ein Zusammentreffen des terranischen Raumers KOBE mit einem Pulk marodierender Blues ruft einen neuen Spieler auf den Plan, den sowohl Rhodan als auch die USO schon lange argwöhnisch beobachten: die Freifahrer. Eine verwegene Gruppe von Gesetzlosen, so möchte man auf den ersten Blick meinen, doch sprechen ihre Taten eine andere Sprache, denn stets halten sie dem Solaren Imperium die Stange, wenn es darauf ankommt. So auch bei der Rettung der Mannschaft der schwer angeschlagenen KOBE.
Atlan der dadurch die Gelegenheit erhält mit dem Anführer der Freifahrer, einem Terraner mit Namen Roi Danton  zu sprechen, präsentiert sich ein exaltierter Stutzer, den man eher als Witzfigur ansehen könnte, denn als Machtfaktor. Diese Fehleinschätzung müssen jedoch nicht wenige im Laufe der Geschichte beschämt revidieren.
All diese Überlegungen werden jedoch in den Hintergrund gedrängt, als auf den Orterschirmen der Terraner ein Bild erscheint, dass einem Albtraum entsprungen sein könnte. Eine unzählige Kilometer große Raumkonstruktion, deren robotisches Gehirn – und man geht davon aus, dass ein solches dieses Gebilde steuert – durch seine Aktionen den Terranern mehr und mehr Rätsel aufgibt. Obwohl offensichtlich nach terranischen Plänen konstruiert, verhält sich das Schiff gegenüber dem solaren Imperium alles andere als freundschaftlich und vernichtet jedweden als solches eingestuften Widerstand im Keim. Die Plattformen des Raumers, der bald den Namen OLD MAN erhält, können für sich autark agieren. Zusammen mit ihrem Mutterschiff und den über 15000 Kugelraumern der Galaxisklasse stellen sie alle anderen Probleme in den Schatten. Dies v.a. da die Programmierung des Gebildes offensichtlich fehlerhaft ist, sowie die Schlüsse, welche der „Koordinator“ der Festung zieht, ebenso wie die daraus resultierenden Handlungen.
Um dieser Ausgeburt wahnhaften Schicksals noch die Krone aufzusetzen, gerät der Gigant unter die Kontrolle fremder Wesen, welche den Terranern schon unliebsam aufgefallen sind: die Kristallagenten. Diese übernehmen die von ihnen befallenen Wesen, indem sie ihren Geist unter den eignen Willen bringen. Wie gefährlich dabei ein Konstrukt wie OLD MAN werden kann, sehen die Terraner und ihre Verbündeten als Jelly City auf New Luna in die Hände der Kristallagenten fällt…

Fazit: Das hier ein neuer Zyklus beginnt wird dem Leser sehr schnell klar, nachdem der die ersten paar Seiten gelesen hat. Ein Antiheld, viele Splitter aus Familiengeschichten der vergangenen Jahre (z.B: Rhodans Kinder, Guckys Sohn), ungemein viele französische Textpassagen, all dies weist einen „neuen“, spannenden Weg, der auch vom Leser Flexibilität im Kopf verlangt.  Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt: Grafische Inhaltsangabe Bd. 33 .

Zum Buch: Auch dieses Werk aus den Silberbänden ist buchbinderisch beispielhaft verarbeitet und lässt sowohl am Umschlag, wie auch am verwendeten Papier als auch der Typografie nichts zu wünschen offen. Man erhält ein sehr gutes gediegenes Buch für sein Geld, das angenehm zu lesen und optisch ein Hingucker ist.

Buchdaten:

  • Titel: „Old Man“
  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Edel Germany (1989)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3811820486
  • ISBN-13: 978-3811820487
  • Größe und/oder Gewicht: 19,5 x 13,2 x 4,2 cm

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