Die menschliche Seite der Robotik…

By | 10. Juni 2012

"Robotermärchen" - Stanislaw Lem„Die hatten ein ideales Vakuum im Kopf, daß ihr Denken schwarz war wie die sternenlose Nacht.“ (S.26)

Zum Inhalt:

Stanislaw Lem schuf nicht nur mit „Solaris“ ein Schwergewicht der SF, er ist auch ein Meister der „leichten Feder“. Zumindest erscheint dies so, wenn man von Märchen reden möchte. Zwischen den witzigen, teils verwinkelten und doppelbödigen Zeilen hört man jedoch immer wieder eine, in keinster weise schulmeisterlich wirkende, positive Auseinandersetzung mit Grundfragen des Menschen, transponiert auf das mechanische Pendant heraus. Diesem Umstand verdanken es die Märchen auch, dass sie zu jenen zeitlosen Werken der SF gehören, die über die Jahre nichts von ihrem Reiz eingebüßt haben.

Fazit: Lem, bekannt für seine querdenkerische Art und Weise sich mit den großen Fragen / Themen der SF zu beschäftigen hat mit den „Robotermärchen“ einen schrillen Reigen an Geschichten geschrieben, die ihresgleichen suchen und mit Recht zu den Klassikern der SF gehören. Auf jeden Fall seien sie jedem Leser ans Herz gelegt. Er wird es nicht bereuen.

Zum Buch : Der einzige Minuspunkt des Buches könnte im Umschlag gefunden werden, dessen Bild so rein gar nichts mit dem Inhalt zu tun hat, welcher sich schon allein ob seiner blumigen Sprache für eine optische Aufbereitung jedoch anbieten würde. Ansonsten ist das Buch solide gearbeitet, angenehm lesbar und rundum sein Geld wert.

Buchdaten:

  • Titel: „Robotermärchen“
  • Autor: Stanislaw Lem
  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 15 (31. Oktober 1982)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518373560
  • ISBN-13: 978-3518373569
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 1 cm

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