Finsternis breitet sich aus…

By | 21. Februar 2014

"Fabelheim - Die Schattenplage" - Brandon Mull„Dummheit war es, wenn man ohne guten Grund Risiken einging. Mut zeigte man dann, wenn man ein kalkuliertes Risiko auf sich nahm, um etwas Wichtiges zu erreichen.“ (S.225)

Zum Inhalt: Seth und Kendra, die beiden Teenager und Enkel der Verwalter von Fabelheim, sind wieder bei ihren Großeltern im Reservat der magischen Kreaturen, um dort ihre Ferien zu verbringen. Längst ist für sie nach den früheren Erlebnissen das Reservat zur eigentlichen Heimat geworden. Seth vertreibt sich seine Zeit gerne mit den beiden Satyren Newel und Doren, während Kendra ihre Eigenschaften als „Feenberührte“ nutzt, um den eitlen Feen im Garten bei ihren Plänkeleien zu lauschen. Auf einem von Seth’s Ausflügen mit Newel und Doren stellen die drei eine beängstigende Entwicklung im Reservat fest: einst vollkommen harmlose oder sogar gute Geschöpfe verwandeln sich seuchenartig in ihr dunkles, böses Zerrbild.
Opa Sørensen, der Verwalter Fabelheims, muss zusehen, wie ihm mehr und mehr die Kontrolle über das Reservat entgleitet. Was mit den Nipsis, dem kleinsten aller Feenvölker, begonnen hat zieht, nun rasend schnell weite Kreise. So fallen auch Newel, viele Feen, Zwerge und Dryaden der Krankheit scharenweise zum Opfer. Selbst die Befragung Vanessas, die als Veräterin in der Stillen Kiste eingesperrt ist, bringt nicht wirklich Licht in die verworrene Situation. Kendra wird aufgrund ihrer speziellen Fähigkeiten von den „Rittern der Morgenröte“ angeworben. Ihre erste Aufgabe besteht in der Bergung eines der versteckten Artefakte in einem anderen geheimen Reservat, der „bemalten Mesa“. Wie sich mehr und mehr herausstellt scheint der Sphinx – einst als mächtiger Verbündeter der Verwalter eingeschätzt – ein durchtriebener Verräter zu sein, der alle Artefakte und somit die Macht über die Tore des Dämonenkerkers ZZyzx an sich reißen will.
Es bedarf der speziellen Fähigkeiten aller Freunde und sogar des Erscheinens des berühmten Patton Burgess, um letzten Endes Licht auf die Ursache der Seuche zu werfen. Wie bei vielen verschlungenen Ränken rund um die magischen Reservate liegt auch hier der Ursprung der Geschehnisse weit in der Vergangenheit der magischen Geschöpfe zurück. Nur in der Ergründung dieser Geheimnisse liegt der Schlüssel, Fabelheim zu retten….

Fazit: Der dritte Band der Geschichte rund um das magische Reservat Fabelheim führt in derselben faszinierenden Erzählart fort, die mit „Fabelheim“ (Bd. 1) und „Fabelheim: Die Gesellschaft des Abendsterns“ (Bd. 2) ihren Anfang nahm. Ungemein spannend und in keinerster Seite langatmig entwirft Brandon Mull, eine vielschichtige, ins sich schlüssige und angenehm lesbare Fantasiewelt, die Leser aus allen Alterschichten anzusprechend vermag… vorausgesetzt, man hat sich ein wenig Magie im Herzen bewahrt, denn:  „»Absolute Ungläubigkeit ist ein mächtiges Hemmnis. Sie kann eine Person vollkommen blind machen für die offenkundige Wahrheit, ganz gleich was andere tun oder sagen.«“ (S.33)

Zum Buch: Blanvalet liefert mit „Fabelheim – Die Schattenplage“ ein sehr gut gearbeitetes Buch mit angenehm griffigen Papier und schön gestaltetem Cover aus. (Brandon Dorman zeichnet dafür verantwortlich.) Die Schwarz-Weiß-Zeichnungen unterstreichen die Atmosphäre der Erzählung, die Typografie ist erfrischend schlicht gehalten; alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch.

Buchdaten:

  • Titel: „“Fabelheim – Die Schattenplage“
  • Autor: Brandon Mull
  • Übersetzer: Hans Link
  • Paperback: 445 Seiten / 24 Kapitel
  • Verlag: blanvalet
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3-442-26880-1
  • Größe: 18,5 x 11,8 x 3,2 cm

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