Galaktische Ahnenforschung…

By | 28. Februar 2013

"Lemuria" - Perry Rhodan Silberband 28„Es ist eine Stärke, seine Schwächen zu kennen.“ (S.276)

Zum Inhalt: Aus den bisherigen Erlebnissen und Abenteuern, die die Terraner und ihre Verbündeten auf ihrem Vorstoß nach Andromeda überstanden haben, war immer ein Leitmotiv ersichtlich: Unterschätze nie deinen Gegner. Und obwohl es der Crew der CREST III rund um Perry Rhodan nicht an tapferen, gut ausgebildeten, umsichtigen Spezialisten fehlt, können sie eine infernalische Waffe der Meister der Insel (MdI) nicht vorhersehen: den Zeittransmitter.
Den Tefrodern, einem schlagkräftigen Hilfsvolk der MdI, gelingt es drei der Spezialagenten aus der Crew der CREST III gefangen zu nehmen und in einem Mutliduplikator exakte Kopien derselben herzustellen. Aufgrund ihrer in der Duplikation erfolgten Konditionierung sind diese Kopien sehr freigiebig was die Informationen über Stärke und Taktik der Terraner angeht. Um dem entgegenzuwirken, das diese Informationen die MdI erreichen, versucht die CREST III zum einen ihre Agenten zurückzuholen und zum anderen die Duplikate zu vernichten. Die Aktion ist von Erfolg gekrönt, jedoch nur kurzfristig, denn die CREST III wird in eine Falle über dem Planeten Vario gelockt, dessen Zeittransmitter sie 50.000 Jahre in die Vergangenheit befördert.
In eben dieser Vergangenheit finden sich die Terraner aus der Realzeit in einem Krieg zwischen Halutern und Lemurern wieder. Schnell stellt sich heraus, dass die Lemurer die Vorgänger der Menschheit, sowie einiger andere Völker in der bekannten Galaxie darstellen. Ebenso stellt sich heraus, dass die MdI die Zeittransmitter v.a. für die Rekrutierung ihrer Raumflottenmannschaften verwenden. In dieser Vergangenheit haben jedoch nicht nur die Lemurer und Haluter, sondern viel mehr die Abgesandten der MdI, sogenannten Zeitagenten aus der Realzeit, das Zepter in der Hand. Sie sind für die Ausführung der Anweisungen der MdI verantwortlich, was wiederum erklärt, dass ihnen die Vernichtung der CREST III ein Anliegen ist.
Um Informationen über die Verhältnisse im Raumsektor in dem die CREST III nun notgedrungener Weise operiert zu erhalten wird u.a. ein Erkundungstrupp zusammengestellt, der gleich mit Vertretern dreier Völker Kontakt aufnehmen kann / muss. Die Maahks – oder vielmehr deren Vorfahren -, einer versprengten Gruppe von Paddlern und den Darakern, einem Volk auf dem Mond von Washun. (Im Zuge dieser Expedition erfährt man auch mehr über die Entstehung des Wesens Dull dem Gucky im Twinsystem schon einmal begegnet ist (siehe „Strasse nach Andromeda“.)
Es gelingt der CREST III den Raumhafen der Paddler zum einen von der Belagerung durch die Haluter zu befreien und zum anderen wieder flott zu bekommen, sowie die auf Washun festsitzenden Paddler zu retten. Auch mit dem Volk der Daraker kommt es zu einer akzeptablen Übereinkunft und dem Austausch von Geschenken, welche wiederum den weiteren Fortgang der Geschichte entscheidend beeinflussen.
Dem eigentlichen Ansinnen, nämlich in die Realzeit zurückzugelangen und die dortigen Terraner vor einem drohenden Angriff der MdI zu warnen, kommt die Crew der CREST III jedoch nicht näher. Ein entsprechender gewaltsamer Versuch über dem Sechsecktransmitter von Kahalo wird von der Wachflotte der Lemurer vereitelt.
Erst als es den Woolver-Zwillingen Tronal und Rakar gelingt einen MdI zu überwältigen und mit ihm und seinem Schiff nach Vario in die Realzeit zurückzukehren, keimt so etwas wie Hoffnung auf.

Fazit: Überzeugende und spannende Weiterführung der Zyklus um die „Meister der Insel“. Die vielen Wendungen, Teilgeschichten und Zusammenführungen machen das Buch zu einem mitreißenden Abenteuer im Kopf. Das einzige Manko, wenn man so will ist jenes, dass wenig bis gar nicht auf Implikationen eingegangen wird, welche Aktionen von Realzeitlern in der Vergangenheit auf die Gegenwart haben könnten. Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 28 .

Zum Buch: Auch dieser Silberband ist wie seine Vorgänger handwerklich ausgezeichnet gemacht. Der Buchblock ist sehr stabil gebunden, ebenso ist alles bis hin zum Kapitalband gut verarbeitet. Schriftbild und Druck lassen keine Wünsche offen.

Buchdaten :

  • Titel: „Lemuria“
  • Gebundene Ausgabe: 430 Seiten
  • Verlag: Edel Germany (1987)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3811820435
  • ISBN-13: 978-3811820432
  • Größe und/oder Gewicht: 19,9 x 13,4 x 4,5 cm

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