Irreführende Vorboten…

By | 16. November 2014

Vasall der Mächtigen - Perry-Rhodan-Silberband„Die Natur mochte viele Gefahren bergen, aber das hatte stets etwas Vertrautes, denn die Natur war für alle Lebenwesen Vater und Mutter zugleich. Die wirkliche Gefahr drohte stets von einer Besonderheit des Lebens, die man mit dem Wort »Intelligenz« bezeichnete. (S.198)

Zum Inhalt:

Die MARCO POLO, das Flaggschiff des Solaren Imperiums ist nun schon seit langer Zeit in Gruelfin unterwegs, doch es scheint keine Spur der Ganjasen zu geben. Das Volk Ovarons, des Ganjo, scheint verschollen zu sein. Aufregung herrscht an Bord des Schiffes wieder, als durch eine unbekannte Strahlung sechsdimensionaler Natur sowohl Ovarons Geist, als auch lebenswichtige Aggregate des Raumers arg in Mitleidenschaft gezogen werden. Als mysteriöser Verursacher dieser Tests entpuppt sich ein uralter Vasall im Feynschest System. Dieser hochentwickelte Robot, der sich als VASA 81103 zu erkennen gibt, soll seiner starren Programmierung nach die Ankunft des Ganjo erfassen. Bei seinen Tests ob Ovaron der echte Ganjo sei, kommt die unflexible Maschine zu keinem für sie eindeutigen Schluss und läuft Amok. Merkosch kann sie zerstören ehe sie dem Außenteam gefährlich wird, allerdings muss die MARCO POLO parallel dazu mit einem Alarmstart den Planeten verlassen, um der verfolgenden Takerer-Flotte zu entkommen.

So geraten die Gefährten, auf dem Planeten des Vasallen zurückgeblieben, in die Gefangenschaft der Takerer. Der Taschkar, Anführer der in Gruelfin mit brutaler Härte herrschenden Takerer, widmet sich persönlich den zermürbenden Verhören und offenbart Rhodan seine Pläne die Milchstraße erobern zu wollen. Ein Bluff mit der speziellen Eigenart der individuellen Zellaktivatoren Rhodans und Atlans machen den Takerer kurzfristig stutzig. Diesen Aufschub nutzen Rhodan und seine Gefährten zur gewagten Flucht. Diese verläuft jedoch nicht nach Plan und sie landen in einer Unterwasserstadt, in der sie bis auf Ovaron von Vasallen Robots gejagt werden. Rhodan findet heraus, dass es sich bei dieser labyrinthartigen Stadt um eine Geheimanlage des Taschkars handelt, welcher sich auch hier aufzuhalten scheint.

Beim Versuch ihn zu fangen, wird der Taschkar jedoch in einem Feuergefecht getötet, was seinen Vertrauten Ginkorasch in der Hierarchie der Macht nachrücken lässt. Politische Säuberungen sind anschließend an der Tagesordnung. Davon bekommen jedoch die Mitglieder des Außenteams nichts mit, da sie in der tektonisch instabilen Stadt mit dem Kampf um’s Überleben alle Hände voll zu tun haben. Ein Sprung durch den Fluchttransmitter des getöteten Taschkars bringt sie, vom Regen in die Traufe: sie landen in einem riesigen Vasallen, in dem sich scheinbar alles dazu verschworen hat, die Eindringlinge zu töten. Ginkorasch der diesen als Sammler bekannten Vasallen von seinem Vorgänger übernommen hat, will ihn schnellstmöglich unter seine Gewalt bringen, löst in seiner Unwissenheit jedoch durch eine Fehlschaltung Chaos und Zerstörung in dem gigantischen Raumer aus.

Rhodan und seinen Begleitern gelingt die Flucht vom Vasallen mit der zurückgelassenen Raumjacht des toten Taschkar. Anschließend haben sie es ausschließlich glücklichen Umständen und Zufällen, sowie den Teleportern Ras und Gucky zu verdanken, dass sie vor den Takerern gerettet werden können.

Fazit:

Mit dem 51. Silberband kommt wieder etwas mehr Schwung in den Cappin-Zyklus. Wobei Redakteuer Horst Hoffman auch diesmal kein Leichtes hatte eine durchgehende Geschichte aus den Heftromanen zu „zimmern“. So schreibt er: „In diesen Romanen wimmelte es wieder von zum Teil haarsträubenden Widersprüchen, was daran lag, dass seinerzeit nur vier Autoren einen ganzen Zyklus schreiben mußten und die Kommunikationsmöglichkeiten längst nicht so fortgeschritten waren wie heute.“ (S.4). Aus meiner Sicht ist ihm ein flüssiger, stimmiger Wurf gelungen, der PR-Fans der ersten Stunde sicher in seinen Bann ziehen kann.  Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 51.

Zum Buch:

Wieder ist es ein Buch, welches vom Buchdeckel, über das Kapitalband bis hin zur letzten Seite sehr schön gestaltet und ausgezeichnet verarbeitet ist. Griffiges, etwas festeres Papier, sauberer Druck, gut leserliche Typografie und die obligaten Risszeichnungen lassen das Lesen zu einem Genuss und das Buch zu einem Blickfang im Regal werden.

Buchdaten:

  • Titel: „Vasall der Mächtigen“
  • Ausgabe: 431 Seiten
  • Verlag: Verlagsunion Erich Pabel-Arthur Moewig KG. 1995
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8118-2070-2
  • Größe: 19,7 x 13,2 x 4,4 cm

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