Körpersuche – Rezension zu Band 65 der Perry-Rhodan-Silberbände aus dem Altmutanten-Zyklus

By | 22. März 2016

Umschlagbild - "Die Altmutanten" - Perry Rhodan Silberband 65„Die Menschen suchten nach Antworten auf ihre Fragen. Die uralte Frage nach der Schöpfung ließ diese Wesen nicht los. Und jedesmal, wenn sie eine Tür aufgestoßen hatten, entdeckten sie neue Rätsel. Sie würden immer tiefer in das Universum vorstoßen und schließlich den Kontakt zueinander verlieren. Das war ihr Problem.“ (S.258f).

Zum Inhalt: Corello ist nach wie vor die „Operationsbasis“ der 8 Altmutanten, die jedoch verzweifelt daran arbeiten einen eigenen Körper für jeden als Individuum zu beschaffen. Fündig werden sie sozusagen in einem Relikt der Vergangenheit: einer unterseeischen lemurischen Geheimbasis, deren Ziel die Erschaffung lemurischer Raumschiffbesatzungen war, um die Verluste in den seinerzeit verlustreichen  Raumschlachten in kürzester Zeit kompensieren zu können. Der Plan scheint aufzugehen, das übereilte Vorgehen der Mutanten lässt jedoch nicht abschätzbare Fehlentwicklungen eintreten, welche ihre Synthokörper zusehends rascher verfallen lassen.
Trotz der doch erheblichen Schwierigkeiten in welche die Mutanten Rhodan und v.a. die Menschheit durch ihre vom Wahn diktierten Aktionen brachten und noch bringen, erkennt der Großadministrator in ihnen nach wie vor jene Freunde, für die er immer noch Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um sie vor dem Tod durch den vorzeitigen Verfall ihrer synthetischen Lermurerkörper zu bewahren. Doch es drängt nicht nur die Zeit. Es sind auch die immer wieder versuchten Attentate auf das Leben der 8 Mutanten, die eine koordinierte Aktion fast unmöglich machen und letzten Endes ein – man möchte sagen – Verzweiflungsbündnis entstehen lässt, dem Atlan, Tolot und die 8 Mutanten als Kern angehören und dessen Ziel es ist, mittels des auf Asporco befindlichen PEW-Metalls einen Möglichkeit zu finden, die Mutanten dauerhaft genesen zu lassen.

Fazit: Horst Hoffmann gelingt in diesem Band eine spannende Handlungsführung mit viel Hintergrundinfos und einem Abstecher in das Leben der „normalen“ Terraner, außerhalb der Rhodan-Riege zusammenzustellen. Trotz der ausführlichen (Neben-)Handlung um die Bewohner Poveniers wird der zentrale Handlungsstrang die 8 Altmutanten betreffend zügig weitergesponnen, so dass auch keine Hänger in Sachen Spannung zu bemängeln wären. Gelungen ist auch der Ausklang in einer Art Cliffhanger mit Sicht auf Band 66 „Kampf der Paramags“.
Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 65.

Zum Buch: Die Tradition der Silberbände fortsetzend zeichnet auch den Band 65 eine solide Verarbeitung mit einem stabil verleimten Buchblock, haptisch ansprechendem Seitenbedruckstoff und einer künstlerisch gefälligen Gestaltung aus. Typografie und Druck führen das bewährte Konzept der Serie fort und weisen nur wenige leichte Mängel auf (siehe hier.) In Summe ein gelungenes und schönes Buch.

Buchdaten:

  • Titel: „Die Altmutanten“
  • Umfang: 398 Seiten
  • Verlag: Edel Germany; (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8118-2085-0
  • Größe: 19,7 x 13,2 x 4,3 cm

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