Machtspiele…

By | 26. Oktober 2015

Machtspiele - "Götzendämmerung" - Perry Rhodan Silberband 62„Es ist nicht möglich, das Unmögliche zu sehen, ohne es für möglich zu halten.“ (S.284)

Zum Inhalt: Chaotische Zustände sind es, die sich den wachsamen Terranern im Schwarm präsentieren. Durch die Unpassierbarkeit des Schmiegeschirms sind die Karties gezwungen, ihrem Vermehrungsdrang innerhalb des Schwarm nachzugeben. Die Schwarmgötzen, die Karduuhls, versuchen dies nach wie vor unter allen Umständen und v.a. mit allen – auch militärischen – Mitteln zu unterbinden, was den Wissenschaftlern und Beobachtern von Terra anfangs Rätsel aufgibt. Erst das Entdecken eines abgelegenen Planeten auf den geistig zerrüttete Karduuhls abgeschoben werden, lässt erahnen, was es mit der PSI-Strahlung auf sich hat, die bei der Teilung der Karties entsteht und welchen verheerenden Einfluss diese auf die mentale Gesundheit der Karduuhls hat.
An den essentiellen Entdeckungen sind v.a. die Hauptcharaktere Sandal, Tolot, Ribald Corello, Ras, Merkosh, Gucky, Tatcher a Hainu, sowie Dalaimoc und auch der Cyno Schmitt beteiligt. Atlan und Rhodan sind diesmal eher Hintergrundrauschen. So werden in diesem Band primär die Abenteuer kleinerer Trupps geschildert. Zum einen auf dem Planeten Born Wild auf dem die Tobbots um ihr Fortbestehen bangen, zum anderen auf dem Müllplaneten Orbinoc mit seiner Forschungsstation der Karduuhls oder auf dem Planeten Harda-Hardy auf dem beinahe Guckys Schicksal besiegelt wird.
Zwar bietet der Paratronschirm rund um das Solsystem den Terranern einen gewissen Schutz, doch die Möglichkeiten der Karduuhls sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft, wie deren Plan beweist, die lästigen Terraner samt ihres Sonnensystems in den Hyperraum abzustrahlen.
Selbst eine von Rhodan als Ausweg angestrebte diplomatische Lösung wird von den Karduuhls für eine Anschlagsserie genutzt die unzählige Menschen das Leben kostet und einmal mehr beweist, das die Mentalität der Schwarmgötzen nicht auf friedliche Koexistenz ausgerichtet ist.

Fazit: Die Situation für die Bewohner des Solsystems spitzt sich mehr und mehr zu. Entsprechend zügig schreitet auch die Geschichte voran, in der dennoch auch Zeit für das Einführen neuer Völker und Kulturen – z.B. der Tobbots, Callomarc, Jacknomans und Altgyris – bleibt. Auch Zwischenmenschliches kommt nicht zu kurz, wie die Handlungsstränge um Tatcher a Hainu und Caruh a Vacat, sowie Demidegeve und Vaila Ranangur beweisen. Eine der zentralen Fragen, nämlich jene der Vermehrung der Karties und des Einflusses derselben auf die Karduuhls findet nun eine Klärung. Die undurchsichtige Rolle der Cynos bleibt jedoch nach wie vor eines der großen Fragezeichen im Schwarm-Zyklus, der mit diesem vorletzten Band einen großen Schritt nach vorne macht.
Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 62.

Zum Buch: Der buchbinderische Gesamteindruck des 62. Silberbandes wird nur durch einen kleinen Mangel in der Verleimung des Buchrückens getrübt, der aber bei diesem Exemplar, welches ich gebraucht erworben habe, durchaus auch einer falschen Lagerung angelastet werden kann (siehe hier). Ansonsten sind wieder stabile Buchdeckel, griffiger Bedruckstoff, eine gefällige Typografie und ein sehr guter Druck Programm.

Buchdaten:

  • Titel: „Götzendämmerung“
  • Umfang: 400 Seiten
  • Verlag: VPM Verlagsunion Pabel Moewig KG
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8118-2082-6
  • Größe: 19,7 x 13,2 x 4,1 cm

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