Mondlichtminiaturen – Rezension zu „Bilderbuch ohne Bilder“ – Hans Christian Andersen

By | 8. Juli 2017

Mondlichtminiaturen - Rezension zu „Bilderbuch ohne Bilder“ – Hans Christian Andersen„Das Licht des Mondes entschleiert nicht jegliches Geheimnis der Sterblichen.“ (S.62)

Zum Inhalt:

33 Kurz- und Kürzestgeschichten erzählt der Mond einem Maler, den die Muse allen Anscheins nach verlassen hat. Die Diskrepanz zwischen der starken inneren Empfindung und der Unfähigkeit diese auf die Leinwand zu bannen, lähmt den Künstler. Ihn aus dieser Starre zu befreien macht sich der Mond zur Aufgabe und erzählt ihm von jenen nahen und fernen Orten, den Lebensgeschichten großer und kleiner Menschen, ihren Träumen, Ängsten, Nöten und Plänen.

Fazit:

Für all jene, die sich Fantasie, einen Schuss kindliches Staunen und ein Gespür für das Magische des scheinbar Alltäglichen bewahren konnten, stellen die farbigen Miniaturen Andersens einen schillernden Fundus knapper Erzählungen dar, die ungeachtet eben dieser Kürze, zu entführen vermögen. Dorthin, wo der Mond seine Bahnen zieht und trotz seiner Sicht nicht jegliches Geheimnis der Sterblichen zu entschleiern vermag.

Zum Buch:

Der Band mit der internen Nummer 8 stammt, wie auch die 9 anderen in dem Kartonschuber, von einem Flohmarkt. Die Seiten sind etwas vergilbt, sowie das Papier von minderer, stark faseriger Qualität. Die Drahtheftung jedoch ist noch einwandfrei intakt, wenngleich der Buchrücken stark berieben ist. In diesem Band ist der Druck, welcher von der Druckerei Elbemühl in Wien IX ausgeführt wurde, ist von sehr mäßiger Qualität. Zeilenhaltung, Druckqualität und Kontrast lassen stark zu wünschen übrig.

Buchdaten:

  • Titel: „Bilderbuch ohne Bilder“
  • Autor: Hans Christian Andersen
  • Umfang: 64 Seiten
  • Verlag: Apollo Verlag Lindau (ca. 1947)
  • Sprache: Deutsch
  • Größe: 17 x 12,5 x 0,4 cm

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