Namensgebend…

By | 31. August 2014

“Die Cappins” – Perry Rhodan Silberband 47„»Was ist schon Vernunft?« fragte Alaska Saedelaere erbittert. »Nichts als Wertmaßstäbe, die sich die Menschheit selbst geschaffen hat.« (S.347)

Zum Inhalt: Es sind Alaska Saedelaere und Lord Zwiebus, die dank ihrem „Naheverhältnis“ zu den Cappins die ersten Ausläufer einer Entwicklung spüren, die sich durch die Übernahme des Todessatelliten durch einen evakuierten Landungstrupp von 8000 Cappins anbahnt. Diese Cappins sind Schiffbrüchige eines schiefgelaufenen Zeitexperiments, deren einzige Rettung der durch Zufall entdeckte Satellit als Pedopeilstation zu sein scheint. Nachdem sie zu der Erkenntnis kommen, dass es unklug ist, die Terraner in ihrem eignen Sonnensystem als Gegner zu unterschätzen und sie auch kein Interesse haben im Sonnensatelliten zu sterben, können sie sich mit Rhodan, Atlan und dessen Gefährten auf eine Zusammenarbeit einigen. Als sie jedoch beginnen den Satelliten zu zerstören, um ihren Teil der Abmachung mit den Terranern einzuhalten, beginnt sich dieser mit automatischen Verteidigungsmechanismen zu wehren, denen kein Cappin entrinnen kann. Die einzige Hoffnung an dieser Front scheint demnach nur noch eine Evakuierung des Solsystems mit ungeahnten Folgen für die Menschheit… oder eine Reise durch die Zeit, um den Bau des Todessatelliten zu verhindern.
Leichter gesagt als getan, denn selbst die halutischen Wissenschaftler scheitern an der Synthetisierung des benötigten Elements Sextagonium, um den benötigten Dakkar-Tastresonator zu bauen. So abwägig es erscheinen mag ist der einzige Hoffnungsschimmer der Supermutant Ribald Corello, der die Kräfte besitzt um eine solches Unterfangen erfolgreich abschließen zu können. Doch gerade dieser stellt einen der gefährlichsten Feinde der Menscheit dar (siehe: „Der Todessatellit“). Durch seine Begegnung mit dem Cappin-Fragment im Gesicht des Transmittergeschädigten Alaska Saedelaere wurde die Psyche des Mutanten jedoch so stark zerrüttet, dass er fast Handlungsunfähig, aber nichts desto weniger gefährlich wurde. Rhodan, stets an einen Dialog glaubend,wagt den Versuch Corello auf dessen Heimatwelt aufzusuchen, um mit ihm zu sprechen. Diese Heimatwelt, Gevonia mit der Hauptstadt Tapur, scheint nach außen ein Idyll zu sein. Wie jedoch Atlan, Alaska, Tolot, Ras, Zwiebus und Gucky am eigenen Leib erleben müssen, trügt dieser Schein. Tödliche Fallen und Abwehrmechanismen säumen ihren Weg zum Tapurium, dem Schrein Costellos. Bis zum Schluss steht der Ausgang des Abenteuers immer wieder auf Messers Schneide, trotz aller Vorsicht, Erfahrung und Fähigkeiten der Truppe um Atlan. Doch hoffnungslose Situationen erfordern die Realisierung fast aussichtloser Pläne…

Fazit: Für die Bände des Cappins-Zyklus scheint es typisch zu sein, eine rasante Abfolge von in sich verwobenen Handlungssträngen vor dem Leser auszubreiten und ihn manchesmal mit dem sprichwörtlich „offenen Mund“ stehen zu lassen. Auf der einen Seite macht dieses Tempo widerum den Charme des 47er Bandes aus, auf der anderen Seite sind einige (un)logische Abgründe zu nehmen, an deren Existenz man sich nicht allzu sehr stören sollte. In Summe entspinnt sich ein mitreißendes Abenteuer in bester PR-Manier. Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 47 .

Zum Buch: Die klassische Silbereinbandoptik und das Kippbild auf dem Deckel, sowie die sehr gute buchbinderische Verarbeitung machen auch aus diesem Band der PR-Sammlung einen Lesegenuss. Festes Papier und eine gelungene typografische Gestaltung tun das ihre dazu.

Buchdaten:

  • Titel: „Die Cappins“
  • Seiten: 411
  • Verlag: Edel Germany; Auflage: 1 (1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8118-2066-4
  • Größe: 19,7 x 13,2 x 4,3 cm

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