Neues aus dem Vilm-Universum

By | 19. Februar 2012

"Galdäa - der ungeschlagene Krieg" - Karsten KruschelJa’ana K’jonasoidt Hakon T’Arastoydt ist Galdani… und ein Versuchskaninchen wieder willen. Nicht ohne etwas Hilfe gelingt ihr die Flucht vor ihren Peinigern, womit ihre Odyssee – an deren erhofftem Ende die Heimkehr nach Galdäa steht – erst beginnt. Verquickt mit ihrem Schicksal ist auch jenes von Markus Hataka, Musiker und Exjunkie, sowie des Studenten Michael Sanderstorm. Der eine ist zwar nicht mehr abhängig von Ycorgan, dafür aber von der Idee die Galdani wiederzufinden, der andere hat das Pech ein langweiliges Thema für eine  universitäre Arbeit zu ergattern: „Der galdäische Krieg“. Sanderstorm erkennt jedoch rasch welche Brisanz den Informationen innewohnt, die er für diese Arbeit zusammenträgt… und es dämmert ihm, wenn auch wesentlich langsamer, dass der Vater seiner Freundin ebenso in die Geschichte verstrickt ist.  „Konnte man den gar nichts tun ohne dabei irgend etwas anzurichten.“ (S.350). So herausragend die Fähigkeiten der Charaktere auch zu sein scheinen, so sind sie allesamt nur Dominosteine in einer noch lange nicht beendeten Auseinandersetzung, bei der es scheint als hätten alle Interessengruppen damit zu tun, jedoch keiner den Durchblick, wer den ersten Stein anstieß, und schon gar nicht welches der nächste Stein sein wird. Bis zum Schluss schleierhaft bleibt auch die anscheinend unterschätzte Rolle der Goldenen Bruderschaft in der intergalaktischen  Intrige.

„Ein Krieg ist ein Konflikt, der nur auf zwei Weisen beendet werden kann. Entweder die völlige Harmonie der beteiligten Seiten oder die völlige Vernichtung einer der beteiligten Seiten.“ (S.293)

Fazit: Verwirrend, großartig, unanständig gut. Gewöhnungsbedürftige gedankliche Hakenschläge, im wahrsten Sinne Abenteuer im Kopf. So könnte man die Geschichte beschreiben und würde ihrer irisierenden Wirkung doch nur ansatzweise gerecht. Obwohl immer wieder die Hoffnung aufkommt, dass man nun den roten Faden der Story und ihre immanente Logik ergründet hätte, wärt diese (Selbst-)Täuschung auf irritierend, angenehme Weise nur so lange, wie das Umblättern zur nächsten Seite. Wer die Bücher rund um Vilm, den Regenplaneten gelesen hat, der erfährt hier noch wesentlich mehr über das komplexe Universum, welches Karsten Kruschel in epischer Weise inszeniert.

Allen Cineasten sei die Seite 386, letzter Absatz, ans Herz gelegt. Eine Hommage an „Dark Star“: „Es werde Licht“ ;-).

Zum Buch:

Verwendet wurde für die besagte Auflage dickes angenehm zu handhabendes, strukturiertes Papier. Der Buchblock ist sehr gut verleimt und hält einiges aus. Auch ideal geeignet für den rauen Pendler-Alltag im Zug 😉 . Der Umschlag lässt sich aufgrund seiner Beschichtung sehr gut reinigen. Das Umschlagbild passt aufgrund seiner nebulösen Unfassbarkeit sehr gut zur Story.

Buchdaten

  • Titel: „Galdäa – Der ungeschlagene Krieg“
  • Autor: Karsten Kruschel
  • Broschiert: 446 Seiten
  • Verlag: Wurdack; Auflage: 1., Aufl. (April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938065729
  • ISBN-13: 978-3938065723
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 4 cm

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