Reminiszenz…

By | 4. Januar 2014

"Das Zeitkommando" - Perry Rhodan Silberband 42„Das Schicksal fragt nicht nach Schuld oder Unschuld.“ (S.159)

Zum Inhalt: Es sind nach wie vor die Zweitkonditionierten mit ihren halborganischen Raumern, den sogenannten Dolans, die wie ein Damoklesschwert über der Zukunft des Solaren Imperiums schweben. Die Haluter, treue Freunde der Menschen, können ihre gemeinsamen Wurzeln mit den Zweitkonditionierten schon allein von ihrem Äußeren her nicht leugnen und genau dies stellt jenen Strohhalm dar, nach dem Rhodan zu greifen versucht, als er den Planeten Halut aufzusuchen gedenkt. Icho Tolot, der halutische Vertraute Rhodans, ist dabei innerlich hin- und hergerissen, da eine Preisgabe der Raumkoordinaten Haluts an andere Völker einen groben Verstoß gegen die Gesetze seines Volkes bedeuten würde. Schußendlich wiegt das Schicksal einer ganzen Galaxie jedoch mehr als ein lang gehütetes, halutisches Geheimnis. Auf Halut sehen das die Obersten jedoch nicht so. Waxo Khana, einer der ältesten seiner Art, verbietet den Terranern jedwede Suche nach Informationen auf Halut. Informationen die den Terranern helfen sollten jene lemurische Waffe oder zumindest deren Baupläne zu finden, welche das Blatt in der Auseinandersetzung mit der ersten Schwingungsmacht auf hoffentlich friedliche Art wenden könnte.
Es wäre nicht Rhodan, würde er nicht trotzdem versuchen an die Daten zu gelangen, da es keine Alternative zu geben scheint. Er zieht sich damit den Unmut der Haluter zu, obwohl ihn Tolot unterstützt. Einzig das beherzte Auftreten Bontainers, das Kommandanten des Forschungsschiffes EX-3333, vor den halutischen Ältesten wirkt wie das Zünglein an der Wage, welches sich zur Zustimmung seitens der Giganten neigt.
Hatten die Terraner geglaubt dies wäre der schwierige Teil ihrer Aufgabe, so lagen sie vollkommen falsch. Um bis zu dem Robot in den Katakomben Haluts vorzudringen, der ihnen die erstrebten Daten zukommen lassen kann, müssen sie ein Labyrinth gespickt mit Prüfungen und Fallen durchqueren. Die geschichtlichen Informationen die sie jedoch dabei zu Tage fördern entschädigen sie mehr als ausreichend. Auch den Halutern wird die Verantwortung, die sie mit diesem Wissen gegenüber den Völkern der Galaxis haben bewusst und Waxo Khana sichert Rhodan jede benötigte Hilfe zu.
Die Zweitkonditionierten waren in der Zwischenzeit keineswegs untätig, was die um Terra stationierten Raumflotten zu spüren bekommen, als ein massiver Angriff mit hunderten Dolans gegen den Heimatplaneten der Menschen beginnt. Die als ultimative Waffe gehandelten FpF-Geschütze der terranischen Kugelraumer erweisen sich als mittlerweile de facto nutzlos. In letzter Minute aktiviert der Raumgigant OLD MAN eine bis dahin verborgene Abwehrwaffe, welche die berüchtigten Paratronschirme der Dolans durchbrechen kann. Das Geheimnis um diese Waffe wird nur Rhodan persönlich übergeben und anschließend beginnt eine Suche nach den Plänen dieses technischen Wunderwerkes. Diese Suche führt sie auf den Planeten Satyat, auf dem ein alter lemurischer Außenposten die Informationen dazu enthält. Auf diesem Planeten wird zum einen das Mineral Eclisse entdeckt, zum anderen Kontakt mit den Urths aufgenommen. Eclisse erweist sich als jene Strahlungsquelle, welche eine Schlüsselrolle in der Neutralisierung der Paratronschirme einnimmt.
Die Odysse ist jedoch nicht zu Ende, denn die Positronik OLD MANs schickt Rhodan nun nach Trobos im Scorch-System, wo ein Außenteam nach einer Bruchlandung Kontakt mit den dort wohnenden Walkers aufnimmt. Die anfänglich feindlich gesinnten Walkers können durch das diplomatische Geschick Rhodans davon überzeugt werden eine Landung der CREST V, dem terranischen Flagschiff, zuzulassen. Die CREST V wird von einem versteckten Transmitter auf den Planeten Scrocher transferiert, auf dem die Crew erfährt, dass sich in der Vergangenheit eine schicksalshafte Auseinandersetzung zwischen den Lemurern und den Maahks, die den Menschen in unliebsamer Erinnerung sind, zugetragen hat.
Ein Zeitkommando unter der Führung Rhodans wird gebildet, um mittels eines Transmitters in die Vergangenheit zu reisen und dort das letzte Maahk-Schiff zu zerstören, das die Lemurer auf Scorcher bedroht. Während dieses Abenteuers erhält Rhodan von dem aus der Stasis geholten lemurischen Wissenschaftler Natrin Koczon neben unzähligen wissenschaftlichen Daten auch die Blaupausen des verbesserten Dimetransantriebes.
Um einem Mißbrauch durch andere Vorzubeugen zerstört Rhodan den Zeittransmitter und dessen Konstruktionspläne. Nachdem auf Satyat große Mengen an Eclisse in der CREST V verstaut wurden reisen die Terraner ins Solsystem zurück, wo die Wissenschaftler schon gespannt auf die Ergebnisse der Expedition warten.

Fazit: Der Konflikt zwischen dem Solaren Imperium und der ersten Schwingungsmacht spitzt sich immer mehr zu, wobei noch für keine der beiden Seiten ein klarer Sieg abzusehen ist. Inmitten dieser spannungsgeladenen Geschichte schafft es der Band sehr viel Hintergrundwissen über die Geschichte der Haluter, der Lemurer und damit auch der Terraner zu transportieren. Ebenso kommen differenzierte Schilderungen fremder Völker wie jene der Urths oder der Walker nicht zu kurz . Ausgesprochen positiv fällt dabei die Tatsache auf, dass es dem Redaktionsteam des Silberbandes wieder gelang, etwaige Unstimmigkeiten oder Widersprüche aufzulösen und einen in sich schlüssigen Handlungsbogen in dieses Buch zu gießen.  Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 42 .

Zum Buch: Der Silberband ist, wie auch seine Vorgänger, hervorragend verarbeitet, optisch sehr schön gestaltet und typografisch stimmig. Der Buchblock stellt mit den angenehm festen Blättern ein stabiles Ganzes dar, das die Buchdeckel ästhetisch abschließen.

Buchdaten:

  • Titel: „Das Zeitkommando“
  • Gebundene Ausgabe: 412 Seiten
  • Verlag: Verlagsunion Erich Pabel – Arthur Moewig KG
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3811820605
  • Größe und/oder Gewicht: 19,7 x 13,2 x 4,3 cm

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