Reminiszenzen…

By | 24. August 2014

Der Todessatellit zu Perry-Rhodan-Silberband„Reich mochte es [das Leben] werden, sann Kiner Thwaites, reich an Sorgen, Mühsal und Konflikten – und an Arbeit. Glücklich würde es erst dann werden, wenn sie einsahen, daß Glück nicht etwas ist, das man wie ein Geschenk vom Leben erwarten kann, sondern der Preis zahlloser Rückschläge und immer wieder neuer Anfänge – einer mit Weisheit gemischten Selbsterkenntnis, etwas, das im Menschen selbst wachsen mußte.“ (S.349)

Zum Inhalt:

Prospektoren, jene besonders verwegene Gruppe von Terranern, die stets auf der Suche nach neuen Lagerstätten buchstäblich auch den letzten Winkel der Galaxies durchstöbern, das sind die Frauen und Männer des Garzia Clans. Mit ihrem Raumer ROSSA OBERA gelingt es ihnen auf dem Planeten Maverick ein gigantisches Vorkommen des Transurans Ynkelonium zu finden. Die Freude darüber währt für die Grazias nur kurz, sind doch auch die schon vereinzelt gesichteten Accalauries an dem Planeten interessiert. Diese Begegnung überleben nur wenige der Grazias, was sie v.a. der schnellen Reaktion Rhodans und Atlans zu verdanken haben. Immer mehr verdichten sich die Gerüchte, Halbwahrheiten und Kernfakten zu der Theorie, dass die Accalauries keineswegs in feindlicher Absicht an den unterschiedlichsten Stellen der Heimatgalaxie der Terraner auftauchen. Sie sind auf der Suche nach etwas bestimmten.

Für Rhodan ist vorerst aber nur eines von Bedeutung: Ynkelonium scheint als neutralisierendes Material verwendbar zu sein, um ein Zusammentreffen zwischen den Antimateriewesen, welche die Accalauries darstellen, und den Intelligenzen der Galaxis zu ermöglichen. Dieser Forscherdrang ist es auch, der allen Schwierigekeiten zum trotz den Versuch der Kontaktaufnahme ermöglicht, als der Accalaurie und Wissenschaftler Acutron Mspoern aufgrund eines Unfalls in der Umgebung des Planeten Kover strandet. Seine beschränkten Ressourcen an antimateriellen Stoffen machen es um so dringender mit seinem Volk Kontakt aufzunehmen.

Die Terraner bieten ihm ihre Hilfe an und können das Vetrauen sowohl Accutrons, als später auch seines Volkes erwerben. Die Hilfe bleibt jedoch nicht einseitiger Natur. Accutron, seines Zeichens ein Fachmann für Sternphysik, gibt den Terranern entscheidende Hinweise auf eine Störung im Energiehaushalt ihrer Sonne im Solsystem. Mittels dieser detailierten Angaben gelingt es, einen Satelliten im äußeren Bereich der Sonnenhülle zu lokalisieren, dessen Aufgabe es zu sein scheint, das Zentralgestirn des Ghostsystems in absehbarer Zeit in eine Nova zu verwandeln. Alle Versuche den Satelliten unschädlich zu machen scheitern, was die Möglichkeiten der solaren Menschheit ziemlich einschränken.

Rhodan hat jedoch nicht nur an dieser Front ein schier unlösbares, zeitlich drängendes Problem zu bewältigen. Auch der bereits immer wieder negativ in Erscheinung getretene Supermutant Ribald Corello, dessen einziges Bestreben es aus einem unbändigen Hass heraus scheint, die Menschheit zu vernichten, treibt ihn zusehends in die Enge. Corellos Anschläge können zwar immer wieder um Haaresbreite abgewendet werden, doch auch seine Flucht in die Tiefen des Alls nach einer Niederlage beseitigt die Schwierigkeiten nur kurzfristig.

Lord Zwiebus und Alaska, der Transmittergeschädigte, scheinen auf besondere Art mit dem Satelliten oder vielmehr seinen Ausstrahlungen verbunden zu sein. Rhodan muss sich dieses für beide im Verborgenen liegende Wissen zugänglich machen, will er die Bewohner des Ghostsystems retten. Dieses Wissen ist jedoch mit Gefahren verbunden, deren Konsequenzen auch den beiden Betroffenen nicht in ihrer vollen Tragweite bewusst sind, bis es zu einer beinahe tödlichen Zuspitzung der Ereignisse zwischen Alaksa und Zwiebus kommt.

Reminiszenzen finden sich in desem Band nicht zu knapp: Der Leser rekapituliert zusammen mit dem alten Bekannten Harno die Geschichte rund um das Suprahet, die Schreckwürmer und den Planeten Thombstone und knüpft an die Handlung rund um die Accalauries an. Dem eingeschworenen PR-Leser kommen dabei immer wieder die Abenteuer mit den Blues und die Geheimnisse um das Molkex in den Sinn. Dies alles wirkt keineswegs langweilig oder gar  langatmig, sondern schließt Zyklen und zeigt Zusammenhänge auf, welche man so vorher nicht vermutete.

Fazit:

Im Band 2 des Cappins-Zyklus spürt man die nicht all zu leichte Aufgabe des Redakteurs Horst Hoffman aus den oft wiedersprüchlichen Heftromanen des 400er Zyklus ein kongruentes Schriftwerk zu verfassen. Die Handlung ist teilweise extrem beschleunigt (siehe die Abläufe um die Zurückdrängung Ribald Corellos), was anfangs recht befremdlich wirkt. In Summe gelingt es Hoffman aber auch im 46sten Silberband wieder die Kernthemen, welche die Geschichte um Perry Rhodan ausmachen, schlüssig und spannend in einen 413 Seiten umfassenden Silberband zu destillieren. Geschichtlich interessant ist auch der Verweis im Vorwort auf die Macher des „Perry Rhodan Zeitraffers“ vom PR-Club UNIVERSUM um Hans-Dieter Schabaker.

Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 46 .

Zum Buch:

Fast schon wird es langweilig 😉 . Aber auch dieser Band ist ausgesprochen gut gearbeitet, gesetzt und in sich stimmig. Einzig das Titelbild des Bandes ist nicht wirklich mit der Geschichte in Verbindung zu bringen… aber man kann wohl nicht alles haben 😉 .

Buchdaten:

  • Titel: „Der Todessatellit“
  • Ausgabe: 413 Seiten
  • Verlag: Edel Germany; Auflage: 1 (1983)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8118-2065-6
  • Größe: 19,7 x 13,2 x 4,5 cm

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