Sagenschatz der Dolomiten – Teil II – Rezension zu „Dolomitensagen II.“ von Karl Felix Wolff

By | 22. Oktober 2016

Sagenschatz der Dolomiten – Teil II„»… überall gibt es Verdruß und so wird er auch dir nicht erspart bleiben.« (S.48)

Zum Inhalt:

Im zweiten Band der von Karl Felix Wolff zusammengetragenen Sagen und Geschichten aus dem Dolomitenraum sind es durchaus bekanntere Charaktere denen der Leser, diesmal aus einer anderen Sicht, begegnet. So taucht u.a. in der Sage „Eisenhand“ ein Spielmann auf, der unschwer als Oswald von Wolkenstein identifiziert werden kann. Der Stoff aus dem die sehr erdverbundenen Texte gewoben sind setzt sich aus Liebe, Verrat, einer volkstümlich animistischen Natursicht, der Auseinandersetzung mit einer zugleich schönen als auch schroffen Bergwelt, sowie Werten wie Treue, Mut und persönlicher Integrität zusammen.

Zum Inhalt des zweiten Bandes:

  • Die Kinder der Sonne
  • Der rote Berg
  • Der Wilde von Pontifes
  • Albolina
  • Eisenhand
  • Die Blumen von Lagoray
  • Die Braut des Wassermannes
  • Die Vergißmeinnicht-Hütte
  • Das Haus im wilden Walde
  • Die Hochzeit der Merisana

Fazit:

Inhaltlich auf hohem Niveau wird im zweiten Band volkskundliches im Gewand der Sagen weitergetragen und bietet so dem Interessierten einen überschaubaren Fundus an facettenreichen Erzählungen aus dem Dolomitenraum, der stimmig, jedoch handwerklich in einem etwas schleißigen Gewand – mehr dazu weiter unten – präsentiert wird.

Zum Buch:

Leider wurde in dieser Ausgabe des Buches an der Heftung gespart und diese nur mit Klammern ausgeführt. Durch die Verwendung von nur jeweils einer Klammer pro Bund, ist die mechanische Belastung an den Falzstellen nicht spurlos vorübergegangen, was auch die Verleimung der Rückenteile in Mitleidenschaft gezogen hat. Der Seitenbedruckstoff ist sehr rauh, haptisch jedoch keineswegs unangenehm. Im Gegensatz zum ersten Band ist der Umschlag leider nicht in Karton und Leinen, sondern als nicht sonderlich wertiges Paperback realisiert. Die Textgestaltung greift neben der schon im ersten Band stimmigen Fraktur zusätzlich auf florale Muster zur Seitengestaltung zurück (siehe hier), wobei das Gesamtbild durch ein paar Lapsus im Druck etwas getrübt wird.

Buchdaten:

  • Titel: „Dolomiten-Sagen“
  • Autor: Karl Felix Wolff
  • Umfang: 176 Seiten
  • Verlag: Gotthard Ferrari; 3. Auflage 1925
  • Sprache: Deutsch / Ladinisch
  • Größe: 19,4 x 13,2 x 1,2 cm

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