Sagenschatz der Dolomiten – Teil III – Rezension zu „Dolomitensagen Bd. III“ von Karl Felix Wolff

By | 22. Oktober 2016

Sagenschatz der Dolomiten - Teil III - Rezension zu "Dolomitensagen Bd. III" von Karl Felix Wolff„»… kleine blonde Mädchen sollen eben nicht mit Zauberspiegeln und mit Abenteuern Scherze treiben.« (S.130)

Zum Inhalt:

Mit Band drei kommt Karl Felix Wolff zum Abschluss einer im doppelten Sinne sagenhaften Sammlung an Geschichten einer Region deren schroffe Schönheit, phantasieanregende Vielgestalt und anziehende Fremdartigkeit die Bewohner seit jeher inspiriert, geängstigt und beeindruckt hat. Von der erzählerischen Verarbeitung all dieser Eindrücke in einem Eingebundensein in Kultur, (Aber-)Glaube, sowie dem Wissen um das eigenen Ausgeliefertsein gegenüber einer übermächtigen Natur zeugen diese Sagen. Es sind, die Trilogie abschließend, die längeren der Geschichten festgehalten – u.a. mit „Donna Dindia“ ein höfisches Märchen, wie es Karl Felix Wolff bezeichnet –, was dem Leser einen oft noch tieferen Einblick in volkskundliche Zusammenhänge ermöglicht. Die „Münchner Neueste Nachrichten Nr. 73 vom 14. März 1926 fassen es treffsicher in dem folgenden Zitat zusammen: „Alles ist echt bodenständig und gewährt tiefe Einblicke in die Gedanken und Empfindungswelt der Dolomitenbewohner, so daß das Buch einen wertvollen Beitrag zur Kunde dieses Völkchens bildet.“

Zum Inhalt des dritten Bandes:

  • Die Quelle des Vergessens
  • Das Birkenkind
  • Conturina
  • Die grüne Taube
  • Die Malerin von Faldria
  • Donna Dindia
  • Das Schloß am Abgrund

Fazit:

Bis auf die buchbinderischen und drucktechnischen Mängel ist mit dem Abschluss der Trilogie eine Hommage an die Sagenwelt und -überlieferung der Dolomiten gelungen, die ausgesprochen lesenwert und kurzweilig den Leser unterhält.

Zum Buch:

Im Gegensatz zum zweiten Band wurde der hier besprochene in Fadenheftung ausgeführt. Der Leineneinband des ersten Teiles kam leider nicht wieder zum Einsatz, sondern auch hier wurde die Paperbackvariante – so wie im zweiten Band – präferiert. Seitens der Druckqualität muss man im vorliegenden Text leider recht große Abstriche machen (siehe hier), ebenso wie beim Seitenbeschnitt des Buchblockes (siehe hier).

Buchdaten:

  • Titel: „Dolomiten-Sagen“
  • Autor: Karl Felix Wolff
  • Umfang: 156 Seiten
  • Verlag: Ferrari-Auer; Auflage: neununddreißigstes Tausend
  • Sprache: Deutsch / Ladinisch
  • Größe: 19,4 x 13,2 x 1 cm

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.