Scheinherrschaft…

By | 20. September 2015

“Herrscher des Schwarm” – Perry Rhodan Silberband 59„…; es gab viele Idioten, die auf einem einzelnen Gebiet Genies waren.“ (S.282)

Zum Inhalt: Die Terraner entscheiden sich nach den bisherigen Beobachtungen zu einem forscheren Handeln, um mehr über den Schwarm herauszufinden. Als ein erster Schritt wird mit Hilfe Ribald Corellos die GEVARI, an deren Bord sich die Fünfte Kolonne befindet, unter Einsatz von Sextagonium-Sprengsätzen durch den Schmiegeschirm in das Innere des Schwarm gebracht. Sowohl die Begegnung mit einem unterseeisch lebenden Volk, wie auch das Aufspüren des Planeten Kokon bringen immer neue Hintergrundinformationen über Herkunft und Organisation des Schwarm zutage.
Neues Licht fällt auch auf das Volk der Gelben Eroberer, das von den Terranern bis dahin stets als zumindest eines der herrschenden Völker des Schwarms angesehen wurde. Unter nicht unbeträchtlichen Verlusten an Menschen und Material gelingt es, eine biologische Waffe unter Mithilfe der Gelben Eroberer zu entwickeln, deren Einsatz die zeitlichen Pläne der Schwarmherrscher empfindlich stört. Unkoordinierte, fast panikartige Aktionen dieser im Hintergrund agierenden Wesen sind die Folge, was die erfindungsreichen Terraner für ihre zahlreichen Aufklärungsmissionen und geziehlten Störangriffe zu nutzen wissen.
Ein, wenn auch kleiner, Teilerfolg stellt die Rettung von 500 Millionen Bewohnern auf Trantus Tona dar. Ebenso gelingt es dem Flagschiff der Terraner, die MARCO POLO, in den Schwarm einzufliegen und somit einen strategisch wichtigen Brückenkopf zu etablieren.
Als wäre die Bedrohung durch den Schwarm nicht schon genug des Schicksalhaften, infiltrieren die Cynos auch noch die Hundertsonnenwelt der Posbis, der treuesten Verbündeten der Menschheit. Es gelingt dem Zentralplasma jedoch die Cynos zu besiegen, wobei die vier Wesen, über deren wahres Äußeres nach wie vor nichts bekannt ist, als rätselhafte Gebilde auf der Hundertsonnenwelt zurückbleiben, und es wird nicht das letzte mal sein, dass man von ihnen hören wird…

Fazit: Im Vorwort meint Redakteur Horst Hoffmann etwas vollmundig, „Die Freunde des Horrors dürften also ebenso auf ihre Kosten kommen, wie jene des Humors, für den natürlich wieder unsere Freunde a Hainu und Rorvic sorgen.“ (S.5) Weder das eine noch das andere wollte sich für mich bei der Lektüre wirklich in der angekündigten Form einstellen. Der Band stellt v.a. Informationen über die Hintergründe des Schwarms vor, der Spaßfaktor, für den a Hainu und Rorvic sorgen sollten, fällt eher mäßig aus. Nichts desto trotz ist die Geschichte, v.a. um die Hundertsonnenwelt der Posbis spannend gehalten und ein kurzweiliger Lesespaß. Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 59 .

Zum Buch: In seiner Verarbeitung gibt sich auch dieser Silberband keine Blöße und sowohl der Buchblock, als auch Umschlag sind gewohnt stabil. Eine etwas gewöhnungsbedürftige Änderung fand jedoch im Bereich des Satzspiegels gegenüber den vorigen Silberbänden statt: Der Außensteg wurde von 12,7mm auf 8,5mm verkleinert, der Kopfsteg von 12,5mm auf 9mm. Die Bundstege sind gleich geblieben. Es scheint, ist man die Vorgänger-Typographie gewohnt, als wäre mehr Text auf die Seite gepfercht worden, obwohl Zeilenhöhe und Durchschuss beibehalten wurden. Hat man erst ein oder zwei Kapitel gelesen, wirkt dies jedoch weiter nicht mehr störend. Qualität und Grammatur des Bedruckstoffes unterscheiden sich nicht von den vorherigen Bänden, ebenso wurde die Tradition der Hologrammbilder auf dem Einband und die Inlaygrafiken beibehalten. Hie und da sind kleinere Druckunregelmäßigkeiten wie z.B. matter Farbauftrag zu sehen (Beispiel hier), grosso modo macht der Band buchhandwerklich aber einen sehr soliden Eindruck.

Buchdaten:

  • Titel: „Herrscher des Schwarms“
  • Umfang: 400 Seiten
  • Verlag: Pabel Moewig Verlag KG, Raststatt
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8118-2079-6
  • Größe: 19,7 x 13,2 x 4 cm

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