Tag Archives: Dystopie

Todesengel – Rezension zu „Die Engel in den grünen Kugeln“ – Alexander Kröger

„Ihr tötet Rinder, wir töten euch. Es besteht darin kein Unterschied. Beides dient dem gleichen Zweck, dem Überleben.“ (S.173) Zum Inhalt: Sie hätten sich den Kontakt mit einer nicht-irdischen Zivilisation wohl anders vorgestellt, die Menschen. Vor allem friedlicher. Nun muss man sich damit abfinden, dass eben jene Außerirdischen so dermaßen fremd in vielem sind, dass nicht einmal an… Read More »

Zusammenführung – Rezension zu „Ödland – Viktoriastadt“ – Christoph Zachariae

„In Wahrheit hocken wir alle auf Leichen und treiben den Fluss hinunter, dachte Stellgar“ (S.472) Zum Inhalt: Viktoriastadt. Mehr als ein Gerücht für Mega. Für sie gleicht es einem Magneten auf dessen Feldlinien sie angezogen von einer nicht greifbaren Neugier – oder Zuversicht ? – ihren Weg durch die Unbilden des Ödlands finden muss. Und dies nun auch… Read More »

Und täglich grüßt… – Rezension zu „Nimmerwiederkehr“ von Alexander Kröger

„Ich halte absolute Vernunft der Menschheit für eine Utopie.“ (S.7) Zum Inhalt: Die Erde ist nach dem von Menschenhand verursachten Super-GAU durch das HAARP-Experiment ( siehe „Der erste Versuch“) auf einem guten Weg sich zu erholen – zumindest soweit es die Natur anbelangt. Ähnliches könnte auch der empfindlich geschrumpften menschlichen Gesellschaft beschieden sein, deren Mangel v.a. jener an… Read More »

Wort-Kunst – Rezension zu „Zeitsplitter“ von Alfred Kelsner und William Voltz

„Wenn du einen Schritt machen könntest, den Raum so weit durchmessend wie Du Dir das nur vorstellen kannst, würdest du an der Größe des Universums gemessen doch nur eine lächerliche Entfernung zurücklegen.“ (S.6) Zum Inhalt: Auf den 94 Seiten entführen die atmosphärischen Geschichten, die der Autor William Voltz in seinem Vorwort zum Band als „Gedankensplitter“ bezeichnet in Kombination… Read More »

Wie wirklich ist die Wirklichkeit – Rezension zu „Die 13te Sonne“ von Rico Gehrke

„»Um aus dem Netz zu entkommen, muss der Fisch drei Voraussetzungen erfüllen. Erstens, er muss springen können. Zweitens, er muss springen wollen und drittens, vor allem muss er im Netz sein.«“ (Pos.276) Zum Inhalt: Eine weitere ebenso normale wie – bei Licht betrachtet – absurde Schlacht in einem der schon zur Normalität gewordenen Kriege verfeindeter terranischer Interessensgemeinschaften sollte… Read More »

Zeitenwandel – Rezension zu „Sprung ins Chronozän“ – Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke

„Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen.- Friedrich Nietzsche“ (Pos.384) Zum Inhalt: Chronos repräsentierte in der griechischen Mythologie den Gott der Zeit, einen Verwalter, einen Herrscher auch über jene Spanne, deren Ereignisse wir unter dem Begriff Lebenszeit subsumieren. Damit wären auch bereits zwei der zentralen Ideen benannt, deren Klammer in durchaus auch engerem Sinne die 6 Kurzgeschichten umschließt: Zum… Read More »

Wechselvoll – Rezension zu „Ödland – Die Fabrik am Fluss“ – Christoph Zachariae

„Belastetes Wasser macht Menschen krank, Hoffnungslosigkeit kann sie zerstören.“ (S.313) Zum Inhalt: Der Spruch „Es ist nicht alles Gold was glänzt“ dürfte Mega nicht zwingend geläufig sein, doch die Erfahrung, dass jenes Paradies, das viele hinter den Verschlägen der Enklave der Händler im Salzbergwerk vermuten, mehr auf Schein als Sein basiert, muss sie auf die sprichwörtlich harte Tour… Read More »

Neustart – Rezension zu „Das zweite Leben“ – Alexander Kröger

„»Das zweite Leben«, sagte Helen gedankenvoll. »Es beginnt, wie ein Leben beginnen muss: Von vorn! An uns wird es wohl liegen, etwas darauf zu machen.«“ (S.243) Zum Inhalt: Die Erde ist jene, die nach dem HAARP-Experiment zurückblieb: eine ohne Menschen – oder fast ohne. Solche nämlich, die sich unter schützenden Gesteins- oder Wassersäulen befanden blieben zu ihrem eigenen… Read More »

Bruchstückgesellschaft – Rezension zu „Ödland – Das Versteck im Moor“ – Christoph Zachariae

„Die Hecke bedeutete Sicherheit. Hinter ihr lauerte der Tod. Offenbar traf das auf beide Richtungen zu.“ (S.142) Zum Inhalt: Anfangs war es nur ein Name: Ödland. Je länger Mega auf ihrer Suche nach den Ersatzteilen für den Ionentauscher ihrer „Familie“ aus dem Keller ist, desto mehr füllt sich diese Worthülse mit dem Unrat einer untergangenen Zivilisation, einer Menschheit… Read More »

Wandel – Rezension zu „Der Schnee von morgen“ – Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke

„Wenn man nichts zu essen hat, dann ist Nahrung die Welt. Erst wenn man satt ist, kann man arrogant werden.“ (Pos. 269) Zum Inhalt: Der Untertitel – „2017 Collection of Climate Fiction Stories“ – zur neuesten Anthologie aus dem Verlag für Moderne Phantastik Gehrke umreißt bereits thematisch jenes Gebiet, aus dem sich die Geschichten der unterschiedlichsten AutorInnen ihrer… Read More »