Tag Archives: Ehe

Erotisches Märchen – Rezension zu „Honigmond“ von Gabriel Barylli

„Das Wort ist – ich verschmelze, ohne mich zu verlieren…“ (S.156) Zum Inhalt: An sich ist es nicht Linda Rosenbaums Art mit einem fremden Mann, der sie in einem alten Kaffeehaus anspricht einen Abend zu verbringen. Und eine Nacht. Und den nächsten Tag. Und ebenso die halbe Nacht darauf. Doch dieser Mann, auf den klingenden Namen Martin hörend,… Read More »

Klare Worte – Rezension zu „Besser Schlampe als gar kein Sex“ von Barbara Balldini

„Sexualität entwickelt sich nicht von selbst.“ (S.70) Zum Inhalt: Barbara Balldini ist diplomierte Sexualpädagogin und leitet als solche ihr erstes Vorarlberger Sexualberatungs- und Tantrainstitut. Eine ihrer wohl prägnantesten Eigenschaften ist die, dass sie nicht lange um den sprichwörtlich „heißen“ Brei herumredet, sondern recht zügig zu der Sache kommt, um die es sich in dem kleinen Bändchen drehen soll.… Read More »

Soziale Untiefen und geografischer Untergang – Rezension zu „Bevor alles verschwindet“ von Annika Scheffel

„Ein Wind mit Gedächtnis, ein Lücken lassender Wind, der hier nie wieder einen Widerstand spüren, der sich an nichts mehr entlangtasten kann,…“ (S.169) Zum Inhalt: Beinahe lapidar ist sie, die Nachricht, welche die PR-Vorhut einer gesichtslosen Baumaschinerie den Dörflern überbringt. Sie wüssten es nun ja schon seit langem, aber nun wäre die finale Bauphase erreicht in der die… Read More »

„Des Glück is a Vogerl…“ – Rezension zu „Anleitung zum Unglücklichsein“ – Paul Watzlawick

„Wo kämen wir denn hin, wenn sich immer mehr Menschen davon überzeugten, dass ihre Lage hoffnungslos, aber nicht ernst ist?“ (S.26) Zum Inhalt: Humorvoll, aber nicht minder ernstzunehmend, wendet Pauk Watzlawick so ziemlich jeden Kunstgriff – oder sollte man sagen Untergriff 😉 – aus dem Methodenkoffer der umgekehrten Psychologie an, um seinem Leser*inner vor Augen zu führen: „Unglücklich… Read More »

Vielgestaltig – Vielfarbig – Rezension zu „Schwarz und Weiß“ von Sigrid Kleinsorge

„Wie schwer es ist, sich der Realität zu stellen, dem nicht für Möglich gehaltenen, dem so ganz anders Gedachten und Gewünschten, das war ihre Arbeit in den folgenden Wochen.“ Zum Inhalt: Henriette und Konrad Vögeles fünzigster Hochzeitstag steht ins Haus. Ein Fokus- und Reflexionspunkt, sich anbietend die Lebensbänder von Söhnen, Schwiegertöchtern, Großeltern, Enkeln und nicht minder jene von… Read More »

Endliche Unendlichkeit – Rezension zu „Hundert kalte Winter“– Kristina Moninger

„Weißt du, ich glaube, eigentlich geht es in dem Buch darum, dass sich manchmal Menschen treffen, die sich eigentlich gar nicht treffen sollten. Weil sich das Leben dazu was anderes überlegt hat….“ (S.331)1) Zum Inhalt: Jonah kam bei einem Autounfall um’s Leben… vielmehr kurz danach… durch ihre Schuld. So empfindet Sandra, die Mutter Jonahs. Ein Schuldempfinden, das so… Read More »

Wen die Welt zerbricht – Rezension zu „In einem andern Land“ – Ernest Hemingway

„Wenn Menschen so viel Mut auf die Welt mitbringen, muß die Welt sie töten, um sie zu brechen, und darum tötet sie sie natürlich.“ (S.194) Zum Inhalt: Als Freiwilliger dient der junge amerikanische Leutnant Frederic Henry während des 1. Weltkrieges im italienischen Sanitätskorps. Er wird bei einem Fronteinsatz am Bein verletzt, kann sich jedoch im Lazarett erholen und… Read More »

Vom Gewicht der Worte – Rezension zu „Buchland“ – Markus Walther

„Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität sind nirgendwo dünner als in der Nähe von Büchern. Manchmal verwischen diese Grenzen ganz.“ (S.39) Zum Inhalt: Herr Plana, seineszeichens Auktoral, besitzt einen Buchladen – vielmehr ein Antiquariat, oder doch beides? Oder evtl. viel mehr? Und ebenso wie Herr Plana, hat auch dieser Laden schon weitaus bessere Zeiten gesehen. Das muss sich… Read More »

Unstet – Rezension zu „Über die Frauen“ von Bernard Shaw

„Keine Frau ist das Eigentum eines Mannes. Eine Frau gehört sich selbst und niemand sonst.“ (Der Liebhaber) (S.43) Zum Inhalt: Eine Vielzahl von Aphorismen aus dem Œuvre Bernard Shaws hat Karlheinz Braun in dem kleinen Bändchen zusammengestellt und führt den Leser – auf diese Weise fokussiert auf das Titelthema – durch einen kaleidoskopischen Reigen an bunten Facetten die… Read More »

Lebensmüde – Rezension zu „Auf’s Leben, die Liebe und meinen Tod“ von Sam Bennet

„Manchmal ist es gut, Dinge über den Menschen, den man liebt, nicht zu wissen.“ (S.309) Zum Inhalt: Penny Lane sieht sich von ihrer langjährigen Liebe Melot verlassen und rasant auf die gefühlte Mitte ihres Lebens zugehend vor einem persönlichen Abgrund desaströsen Ausmaßes. Dieser Ausblick des Verlassenseins – sei es nun von ihrem Partner, wie letzten Endes auch von… Read More »