Tag Archives: Geschichte

Zugehört – Rezension zu „Das Freitagsinterview“ von Sigrid Kleinsorge

„Fremd und bizarr wie ein Eisberg in der Tiefe verborgen, ein Leben.“ (Pos.51)1) Zum Inhalt: Darauf war Johanna nicht vorbereitet, dass ein vor zwei Tagen gehörtes Interview sie so aus ihrem Alltag katapultieren könnte. Dabei war es weniger das Gesagte als vielmehr die Stimme die sie einen Faden aufnehmen lässt, den sie längst verschüttet glaubte, jedoch nie wirklich… Read More »

Sagenschatz der Dolomiten – Teil III – Rezension zu „Dolomitensagen Bd. III“ von Karl Felix Wolff

„»… kleine blonde Mädchen sollen eben nicht mit Zauberspiegeln und mit Abenteuern Scherze treiben.« (S.130) Zum Inhalt: Mit Band drei kommt Karl Felix Wolff zum Abschluss einer im doppelten Sinne sagenhaften Sammlung an Geschichten einer Region deren schroffe Schönheit, phantasieanregende Vielgestalt und anziehende Fremdartigkeit die Bewohner seit jeher inspiriert, geängstigt und beeindruckt hat. Von der erzählerischen Verarbeitung all… Read More »

Sagenschatz der Dolomiten – Teil II – Rezension zu „Dolomitensagen II.“ von Karl Felix Wolff

„»… überall gibt es Verdruß und so wird er auch dir nicht erspart bleiben.« (S.48) Zum Inhalt: Im zweiten Band der von Karl Felix Wolff zusammengetragenen Sagen und Geschichten aus dem Dolomitenraum sind es durchaus bekanntere Charaktere denen der Leser, diesmal aus einer anderen Sicht, begegnet. So taucht u.a. in der Sage „Eisenhand“ ein Spielmann auf, der unschwer… Read More »

Sagenschatz der Dolomiten – Teil I – Rezension zu „Dolomitensagen Bd. I“ von Karl Felix Wolff

„Es wechseln die Geschlechter die Sage bleibt sich treu“ (S.101) Zum Inhalt: A.Schaefer schreibt: „Mit herzerfreulicher Naivität und in einfachster Tonart erzählt und gestaltet Wolff Geschehnisse von in ihrer Auswirkung oft klassischer Größe;“ („Heimat“, Nr. 44, Beilage der Münchner Neuesten Nachrichten vom 4. Dez. 1929) und in der Österreichischen-Touristenzeitung Nr. 2 vom 1. Feb. 1930 liest man, „daß… Read More »

Geschichte hinter den Worten – Rezension zu „Woher kommt das schwarze Schaf“ von Wolfgang Seidel

„Es geht einfach um die Freude, Geschichte und Geschichten hinter den Wörtern zu entdecken und sich ein Bild zu machen von den vielfältigen Möglichkeiten, wie sie entstanden sind.“ (S.8) Zum Inhalt: Begriffe mit denen wir in der deutschen Sprache ganz selbstverständlich hantieren, deren Gebrauch sie als organischen Bestandteil dieser Sprache seit jeher scheinbar wie selbstverständlich ausweisen, entpuppen sich… Read More »

Von der bewegten Gabe Natur beseelt widerzugeben

„…nach dem Leben und in natürlicher Größe gemalt und beschrieben von Maria Sibylla Merian“ (S.7) Zum Inhalt: Eine der Zielsetzungen des vorliegenden Bandes ist die Präsentation, jenes Teils des Lebenswerks der Merian herauszustreichen, dessen künstlerisch und naturwissenschaftlich prägenden Aspekt nicht nur in kunstschaffenden Kreisen, sondern auch unter Entomologen Wellen schlug. Über 130 Seiten stellen farbigen Bildtafeln und deren… Read More »

Gesellschaftsspiegel

„Vielleicht stimmte es, irgendwo habe ich das gelesen, dass wir selten an das denken, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.“ (Pos. 2196)1) Zum Inhalt: Unspektakuläre Alltagsgeschichten, scheinbare Jedermannsschicksale und die beinahe gewohnten Unwägbarkeiten der in der „zivilisierten“ Welt Eingebetteten sind es, die den Einstieg in die Lebens-Geschichten des Textes bilden. In diese gleichmäßig dahinplätschernden… Read More »

Gedichte, Schnee und Kirschblüten

„…, ich bin überzeugt daß es eine Menge nette und gescheite Leute gibt – man muß sie nur zu finden wissen.“ (S.58) Zum Inhalt: Der Dame Sei Shōnagon war es durch ihre freundschaftliche Beziehung zur Kaiserin Fujiwara no Sadako, deren Hofdame sie war, vergönnt einen tiefen Einblick in das vielschichtige Hofzeremoniell Japans der Zeit um 1001 n. Chr. zu… Read More »

Parallelgesellschaften

„Ich wollte, ich wüsste forthin einmal, was dorten ist.“ (S.152) Zum Inhalt: Mitten in einer Gesellschaft, welche von sich selbst gerne als Hochkultur spricht, existieren Reservate, in denen über Generationen hinweg Menschen nach Geschlechtern getrennt leben. Wobei sich dieses Leben in der täglichen (Fron-)Arbeit für die Götter und der religösen Verehrung derselben ergeht. Die strikte Ordnung in diesen… Read More »

Buch-Kunst-Geschichte – Rezension zu „BUCHKUNDE – ABRISZ DER KUNSTGESCHICHTE“

„Besonders nahe stand die Kunst zu jeder Zeit dem Buchwesen“ (S.9) Zum Inhalt: Von den Vorstufen des Buches im weitesten Sinne bis hin zu den Techniken der Zeit der Drucklegung des vorliegenden Bandes (1915), spannen die Autoren einen didaktisch gut aufbereiteten Bogen quer durch die Kunstgeschichte des Buchhandwerks. Etwas irreführend ist dabei der Titel des Textes, zumal zwar… Read More »