Tag Archives: Klassiker

Traumrealitäten – Rezension zu „Das Rad der Zeit“ Bd. 3 „Die Rückkehr des Drachen“ von Robert Jordan

„Wir sind alle verwundbar im Schlaf, und der Schatten ist in der Nacht besonders stark.“ (S.99) Zum Inhalt: Die Fäden welche das Rad zum Gewebe der Zeit verspinnt, jenem, welches man Geschichte nennt, scheinen lockerer zu sein. Doch nur von außen betrachtet, reisen doch die ehemals aufs Engste zusammengeschweißten Gefährten oft allein. Allen voran Rand al´Thor, um seine… Read More »

Methodologie der Phantastik – Rezension zu „Lichtjahr 4 – Ein Phantastik Almanach“

„Seit Mythen aufgezeichnet werden hat sich der Mensch kaum verändert. Zwar wurden die gesellschaftlichen Verhältnisse seit der Urgesellschaft mehrfach revolutioniert, zwar findet sich in Weltanschauungen und Lebensweisen kaum noch vergleichbares zu früheren Jahrtausenden, aber die Biologie des Menschen, einschließlich seiner biologischen Physiologie ist weitgehend unverändert geblieben. Heute findet die Wissenschaft heraus, was in Mythen – außerwissenschaftlich – schon… Read More »

Akkorde und Disharmonien – Rezension zu „Die Grasharfe“ – Truman Capote

„Über was man spricht, darauf kommt es kaum an, nur auf das Vertrauen, mit dem es gesagt wird, und auf das Wohlwollen, mit dem es aufgenommen wird.“ (S.319) Zum Inhalt: Collin Fenwick ist mittlerweile erwachsen. Und an einigen der Erlebnisse, die ihn trotz seines Handicaps als Waise aufzuwachsen, zu dem machten was er heute ist, lässt er den… Read More »

Mondlichtminiaturen – Rezension zu „Bilderbuch ohne Bilder“ – Hans Christian Andersen

„Das Licht des Mondes entschleiert nicht jegliches Geheimnis der Sterblichen.“ (S.62) Zum Inhalt: 33 Kurz- und Kürzestgeschichten erzählt der Mond einem Maler, den die Muse allen Anscheins nach verlassen hat. Die Diskrepanz zwischen der starken inneren Empfindung und der Unfähigkeit diese auf die Leinwand zu bannen, lähmt den Künstler. Ihn aus dieser Starre zu befreien macht sich der… Read More »

Sprachanatomie – Rezension zu „Geflügelte Worte“ – Georg Büchmann

„Ein geflügeltes Wort ist ein in weiteren Kreisen des Vaterlandes dauernd angeführter Ausspruch, Ausdruck oder Name, gleichviel welcher Sprache, dessen historischer Urheber oder dessen literarischer Ursprung nachweisbar ist.“ (S.XI) Zum Inhalt: Im Groben zerfällt der Inhalt des Bandes in 5 in sich wiederum übersichtlich strukturierte Teilbereich. Beginnend mit einer „Einleitung“, zum Kern – den „Geflügelten Worten“–  nach verschiedensten… Read More »

Des Lebens Possierlichkeiten – Rezension zu „Bilderpossen“ – Wilhelm Busch

„Ja, ja in diesem Topf von Stein Da machte man den Peter ein, Der, nachdem er anfangs hart, Später weich wie Butter ward.“ (S.35) Zum Inhalt: Die Geschichten des Buches kann man mit dem Einleitungssatz des von Arthur Rümann (Kunsthistoriker und Kinderbuchforscher, *1888 – †1963) verfassten Nachwortes zeitlich wie folgt festmachen: „Die vier Bilderpossen des vorliegenden Bändchens sind… Read More »

Liebliche Sprachmelodie – Rezension zu „Alemannische Gedichte“ von Johann Peter Hebel

„Und wenn den amme Chrüzweg stohsch Und nümme weisch, wos ane goht, Halt still und frog die Gwisse z’erst, ’s cha dütsch, gottlob, und folg sim Rot.“ (S.68) Zum Inhalt: Volkstümliche Miniaturen sind es, die Hebels in den ausgewählten teils strophischen Texten im alemannischen Wortklang festhält. Bereits der erste ist Programm: „Die Wiese“ führt den Leser durch eben… Read More »

Das Grab ist keine Grenze – Rezension zu „Das Rad der Zeit“ Bd. 2 „Die Jagd beginnt“ von Robert Jordan

„Der Tod ist leichter als eine Feder, aber die Pflicht ist schwerer als ein Berg.“ (S.734) Zum Inhalt: Egwene sieht den lang gehegten Wunsch einer Ausbildung zur Aes Sedai in der Burg in greifbarer Nähe und lernt dabei neue Freunde kennen. Von Rand getrennt, versucht sie so viele Informationen über seinen Verbleib zu erlangen, wie sie kann. Unterdessen… Read More »

Von Lebensmöglichkeiten – Rezension zu „Der Tor und der Tod“ von Hugo von Hofmannsthal

„Da tot mein Leben war, ist nun mein Leben, Tod!“ (S.30) Zum Inhalt: Claudio hat in seinem Leben viel erreicht, zumindest im materiellen Sinne. Er ist an einem Punkt angelangt, an dem er mit einem ernüchternden Kassensturz seines Daseins feststellt: „Es scheint mein ganzes, mein versäumtes Leben verlorne Lust und nie geweinte Tränen“ (S.8) In diese Szenerie hinein… Read More »

Vielgestaltig – Rezension zu „Liebesgedichte“ von Bertold Brecht

„… und ich verbeuge mich in den Wind“ (S.49) Zum Inhalt: Brecht „hinterließ mit über 2000 Gedichten und drei großen Lyriksammlungen eines der umfangreichsten und gewichtigsten lyrischen  Werke der deutschsprachigen Literatur des 20. Jh.s.“1), so kommentiert Kindlers Neues Literaturlexikon das Lyrische Werk Brechts. In dem vorliegenden Band werden thematisch zusammengestellt einige der Liebesgedichte Brechts vor den Vorhang dieser… Read More »