Tag Archives: Klassiker

Also ungefähr wie dieses Blatt, eins und doppelt…

„… das Ginkgo biloba Thema von der Einheit in der Zweiheit, vom Auseinandergerissensein und Wiederfinden…“ (S.67) Zum Inhalt: Es ist der Deutsche Engelbert Kaempfer (1651-1716), der als neuer Entdecker jenes Baumes gilt, der erst vor 250 Jahren wieder Einzug in Europa hielt: des Ginkgos. Das Thema dieser botanischen Kuriosität, das Goethe als Sinnbild seiner Selbst des öfteren heranzog,… Read More »

Märchen und Drama in einem Band, zwei zeitlose Meisterwerke Zuckmayers

„Wichtig is gar nichts, dazu is de Welt zu groß. Aber richtig, richtig soll’s zugehn.“ (S.90) Zum Inhalt: „Der Hauptmann von Köpenick“ trägt den Untertitel „Ein deutsches Märchen in drei Akten“, und auf den ersten Blick mag es märchenhaft wirken, doch erkennt des Leser / der Theatergast nicht allzu selten Parallelen zu einer Welt, die immer wieder die… Read More »

Wasserträger, Schätze und Untote…

„Ein feiner Blick für die gesellschaftlichen Eigentümlichkeiten der Nationen zeichnet ihn [den Autor] aus, und zu dieser Beobachtungsgabe gesellt sich ein graziöser Humor, der die grellen Tinten vermittelt und lebensvolle Farben über seine Darstellung ausstreut.“ (S.62 – Nachwort) Zum Inhalt: Drei Sagen fast die Ausgabe aus der Condor-Bibliothek zusammen. Der nordamerikanische Autor Washington Irving (3. April 1783 in… Read More »

Hätte ich doch nie…

„Überlege, daß das, was Du gewinnen kannst, klein, und was Du verlieren könntest, so groß ist, daß ich es nicht zu schildern unternehme, weil mir dazu Worte und ausdrücke mangeln.“ (S.19f) Zum Inhalt: In Florenz lebten zwei reiche, vornehme Ritter, Anselmo und Lotario, deren Freundschaft über alle Zweifel erhaben und weit im Lande bekannt war. Dies ging so… Read More »

Heiteres Alpenmärchen

„So dreht die Welt sich immerfort Und bleibt doch stets an einem Ort. Der Egoismus ist die Achse, Der Hochmut zahlt am End‘ die Taxe; Die Erd‘ – es kommt darauf heraus, Ist nur im Grund ein Irrenhaus. Und wie ich nach und nach gewahr‘, So bin ich selbst ein großer Narr.“ (S.69) Zum Inhalt: Rappelkopf, so der… Read More »

Botanische Romantik…

„Es gibt eine Stille, – kennst Du sie? – in der man meint, man müsse die einzelnen Minuten hören, wie sie in den Ozean der Ewigkeit hinuntertropfen.“ (S.149) Zum Inhalt: Stifter schildert in 19 tagebuchähnlich gehaltenen Briefblättern die Entwicklung der Liebesbeziehung zwischen dem Wiener Maler Albrecht und dessen Bekannten Angela. Adressiert sind die Briefe an den brüderlichen Freund… Read More »

Schicksalsträchtig…

„… denn ob auch Millionen Energien unsere Welt bewegen, immer sind es nur jene wenigen explosiven Augenblicke, die ihr dramatische Form geben.“ (S.5) Zum Inhalt: In dem Band Nr. 165 aus der schon legendären Insel Bibliothek unternimmt Zweig in fünf historischen Miniaturen den Versuch darzulegen, das Geschichte in ihrem Verlauf an ganz zentralen Angelpunkten festgemacht werden kann…, die… Read More »

Geld und Besitz alleine macht nicht glücklich…

„So glücklich wie ich, rief er aus‚ gibt es keinen Menschen unter der Sonne. Mit leichtem Herzen und frei von aller Last ging er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter angekommen war.“ (S.39) Zum Inhalt: Hans, sozusagen der Hauptdarsteller in diesem Märchen der Gebrüder Grimm, erhält nach seinen Lehrjahren als Entlohnung einen großen Goldbrocken, mit dem… Read More »

Spielarten der Zeit

„Wieviel Schönheit ist auf Erden unscheinbar verstreut;“ (S.32) Zum Inhalt: Der kleine Lyrikband aus dem Inselverlag enthält Gedichte Morgensterns, von denen ein Teil der Sammlung „Melancholie“, ein anderer dem Kinderliederbuch „Klein Irmchen“ entnommen wurde. Die ansonsten noch eingeflochtenen Texte stammen aus dem Nachlass des 1914 in Meran verstorbenen Poeten. Morgenstern, der zumeist mit humoristischen Lyrikversatzstücken in Zusammenhang gebracht… Read More »

Lyrik des Alltäglichen

„Ich schreibe über den Überfluß. Über das Fasten und warum es die Prasser erfunden haben.“ (S.36) Zum Inhalt: Der Blick wird geschärft, der Standpunkt ver-rückt sobald der Gedichtband aufgeschlagen und der Leser in die fesselnde Lyrik abgetaucht ist. Man ist versucht, die von Raimund Fellinger und Matthias Rainer erstellte Auswahl an Gedichten als einen Tanz der Worte ohne… Read More »