Tag Archives: Kunst

Wort-Kunst – Rezension zu „Zeitsplitter“ von Alfred Kelsner und William Voltz

„Wenn du einen Schritt machen könntest, den Raum so weit durchmessend wie Du Dir das nur vorstellen kannst, würdest du an der Größe des Universums gemessen doch nur eine lächerliche Entfernung zurücklegen.“ (S.6) Zum Inhalt: Auf den 94 Seiten entführen die atmosphärischen Geschichten, die der Autor William Voltz in seinem Vorwort zum Band als „Gedankensplitter“ bezeichnet in Kombination… Read More »

Herausfordernd – „Bildung als Provokation“ – Konrad Paul Liessmann

„Wie immer man es aber dreht und wendet: Ob Bildung ein Selbstveränderungspotential in Hinblick auf Individuen oder Gesellschaften zugesprochen werden kann, hängt letztendlich vom Mut ab, Bildung inhaltlich und normativ zu bestimmen. Solange Bildung formal als Durchlaufen von Zertifizierungsstellen oder Sammeln von Leistungspunkten definiert und auf den Erwerb von Kompetenzen und zeitgemäßen Kulturtechniken reduziert wird, erwächst aus diesen… Read More »

Wechselvoll – Rezension zu „Ödland – Die Fabrik am Fluss“ – Christoph Zachariae

„Belastetes Wasser macht Menschen krank, Hoffnungslosigkeit kann sie zerstören.“ (S.313) Zum Inhalt: Der Spruch „Es ist nicht alles Gold was glänzt“ dürfte Mega nicht zwingend geläufig sein, doch die Erfahrung, dass jenes Paradies, das viele hinter den Verschlägen der Enklave der Händler im Salzbergwerk vermuten, mehr auf Schein als Sein basiert, muss sie auf die sprichwörtlich harte Tour… Read More »

Bruchstückgesellschaft – Rezension zu „Ödland – Das Versteck im Moor“ – Christoph Zachariae

„Die Hecke bedeutete Sicherheit. Hinter ihr lauerte der Tod. Offenbar traf das auf beide Richtungen zu.“ (S.142) Zum Inhalt: Anfangs war es nur ein Name: Ödland. Je länger Mega auf ihrer Suche nach den Ersatzteilen für den Ionentauscher ihrer „Familie“ aus dem Keller ist, desto mehr füllt sich diese Worthülse mit dem Unrat einer untergangenen Zivilisation, einer Menschheit… Read More »

Postapokalyptisch par excellence -Rezension zu „Ödland – Der Keller“ von Christoph Zachariae

„…Narben, die Landkarte der Schmerzen…“ (S.220) Zum Inhalt: An Tristesse ist die Welt wenige Jahrzehnte nach dem großen Crash wohl nicht zu überbieten. Die wenigen Überlebenden vegetieren in Kleingruppen dahin, das Gesetz des Stärkeren, aber vor allem jenes des Skrupelloseren regiert. Nur an wenigen Tagen schafft es eine fahle Sonne durch den asche- und staubverhangenen Himmel ein oder… Read More »

Besinnung – Rezension zu „Es kommt ein Schiff -Gedichte und Bilder zu Weihnachten“

„Mehr konnte die Welt für den Christ nicht tun“ (Die gute Nacht – Bertold Brecht, S.45) Zum Inhalt: Gottfried Natalis hat auf 52 Seiten ein kaleidoskopartiges Kondensat weihnachtlicher Stimmungen arrangiert, welches geschriebenes Wort auf filigrane Art und Weise kombiniert mit bildlicher Expression. Einer farbigen Ausdrucksweise in der sich durch die Epochen hinweg Künstler an der Aufgabe der tiefgründigen… Read More »

Zamonische Cerebrologie – Rezension zu „Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr“ – Walter Moers

„Aber so ähnlich stelle ich mir den Schlaf vor: eine vorübergehende Erholung vom Sein.“ (S.250) Zum Inhalt: Dylia, von Geburt und Beruf Prinzessin, leidet an einer Krankheit: sie vermag so gut wie gar nicht zu Schlafen. Schlafen in der Selbstverständlichkeit, die jedem „normalen“ Wesen regelmäßig die Lider schwer werden lässt und es in das Land der Träume entführt.… Read More »

Geschichten aus denen das Universum besteht – Rezension zu „Eine Reise“ – Sigrid Kleinsorge

„Es braucht eine gewisse Standfestigkeit im Leben, um nicht von der Brutalität unfassbarer Tatsachen weggeschwemmt zu werden.“ (Pos.334)1) Zum Inhalt: Bahnhöfe, Orte die par excellence für Zufallsbegegnungen jene Bühne bieten, auf der sich in Sigrid Kleinsorges neuem Roman ein Journalist und eine weitere Reisende flüchtig treffen. Sie verlässt einige Stationen weiter das Zugabteil, lässt jedoch versehentlich Aufzeichnungen einer/ihrer Reisen… Read More »

Alltagsminiaturen – Rezension zu „Lebenslang“ – Günter Grass

„nur Vorwand sind meine Fundsachen, denn was ich suche, bleibt unbestimmt.“ (S.7, Lebenslang) Zum Inhalt: Miniaturen hält Günter Grass in den verbalakrobatischen Wortkondensaten fest, Alltägliches lyrisch bannend wie ein Standbild, welches der Leser sich alle Zeit nehmend betrachten kann. Blickwinkel verändernd, Schlagschatten nachwandernd kann man sich in den Wortbildern verlieren die sowohl abschreckend simpel, als auch metaphorisch bis… Read More »

Märchens Schwester – Rezension zu „Lichtjahr 5 – Ein Phantastik Almanach“

„»Alles was wir von der Welt wissen, sind Umschreibungen unserer Unwissenheit.« Wilhelm Raabe“ (S.69) Zum Inhalt: Der Band 5 der Lichtjahr-Serie steht in der Tradition seiner Vorgänger und bietet neben Geschichten von bekannten Kapazundern aus dem Genre wie z.B. den Strugatzkis, Le Guin oder den Steinmüllers auch wieder Beiträge, die sich mit der Positionierung der SF innerhalb des… Read More »