Tag Archives: Kurzgeschichten

Wandel – Rezension zu „Der Schnee von morgen“ – Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke

„Wenn man nichts zu essen hat, dann ist Nahrung die Welt. Erst wenn man satt ist, kann man arrogant werden.“ (Pos. 269) Zum Inhalt: Der Untertitel – „2017 Collection of Climate Fiction Stories“ – zur neuesten Anthologie aus dem Verlag für Moderne Phantastik Gehrke umreißt bereits thematisch jenes Gebiet, aus dem sich die Geschichten der unterschiedlichsten AutorInnen ihrer… Read More »

SF-Kaleidoskop – Rezension zu „Meuterei auf Titan“ von Hrsg. Peggy Weber-Gehrke

„Geschichte ist nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft.“ (S.215) Zum Inhalt: Die 29 Texte unterschiedlichster AutorInnen aus der SciFi resp. Phantastik streifen einen Großteil der klassischen Kernthemen des Genres. Seien es nun Zeitreisen (z.B. „Omega4“ – Frank Lauenroth, „Das letzte Mammut“ – Norbert Fiks) und deren Implikationen, die Auswirkungen von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (z.B. „Fast… Read More »

Kuriosität – Rezension zu „Höllische Himmelfahrten“ – Martina Lukits-Wally

„Gütiger Gott, gib Grünbergs Geistern gesegnete Grabesruhe!“ (S.30) Zum Inhalt: Rasant, spritzig und stets mit einer gehörigen Prise Ironie versehen bringt Martina Lukits-Wally 25 Kurzkrimis zu Papier, die für sich gesehen schon eine heitere Lektüre darstellen, zusätzlich jedoch noch mit einem Schmankerl schreibtechnischer Natur aufwarten: im ersten Teil des Buches bis zur Seite 92 sind die Texte so… Read More »

Mondlichtminiaturen – Rezension zu „Bilderbuch ohne Bilder“ – Hans Christian Andersen

„Das Licht des Mondes entschleiert nicht jegliches Geheimnis der Sterblichen.“ (S.62) Zum Inhalt: 33 Kurz- und Kürzestgeschichten erzählt der Mond einem Maler, den die Muse allen Anscheins nach verlassen hat. Die Diskrepanz zwischen der starken inneren Empfindung und der Unfähigkeit diese auf die Leinwand zu bannen, lähmt den Künstler. Ihn aus dieser Starre zu befreien macht sich der… Read More »

Lebenspatina – Rezension zu „Das Tor zur Vergangenheit“ – Martina Lukits-Wally

„Das Spiel mit der Sprache faszinierte sie. Wie sich aus Buchstaben Worte bildeten, dann aus Wörtern Sätze entstanden und daraus wiederum literarische Figuren, die daraufhin mit ihren Schicksalen gleichsam zum Leben erwachten,…“ (S.38) Zum Inhalt: Neun, vom Umfang her kurze, Geschichten sind es, die Martina Lukits-Wally in „Das Tor zur Vergangenheit“ zu Papier gebracht hat. Und doch umfassen… Read More »

Ferne Nähe – Buchbesprechung für „Der Mann vom Anti“ – Hrsg. Ekkehard Redlin

„»Die Phantasie ist das dritte Auge des Menschen, es reicht bis in fernste Fernen. Wer weiß das schon? Die meisten sind blind auf diesem Auge. Völlig blind!«“ (S.135) Zum Inhalt: Die Kurzgeschichte ist schon per definitionem ein Genre welches erzählerische Dichte und Konzentration fordert. „Jeder Satz ein Gedanke, kein Wort darf entbehrlich sein.“ (Ekkehard Redlin, S.309) Auf ihre… Read More »

Wahlmöglichkeiten – Rezension zu „Die Auserwählten“ von Sven Svenson

„Es traf ihn schmerzlich, sich inmitten aufblühender, emporstrebender Natur zu befinden, und daran nicht beteiligt zu sein.“ (S.83)1) Zum Inhalt: Über 10 Kurzgeschichten hinweg spannt Sven Svenson einen Bogen, der im Titel bereits seinen ebenso simplen wie aussageschweren Niederschlag findet: auserwählt sein. Nicht immer haben die Akteure seiner Texte Einfluss auf eben diese Wahl, sei es nun, dass… Read More »

Das Rad des Lebens – Rezension zu „Der farblose Mann“ von Milan Johannes Meder

„Manchmal fühlte er das Gefühl der Gefühllosigkeit und wie ein grauer Schatten wurde alles um ihn herum eintönig, kalt und leer“ (S.6) Zum Inhalt: Es ist das letzte Drittel des Lebens, das für den 63jährigen Christoph Schneider angebrochen ist. Zeit ein Résumé zu ziehen.  Mit seiner Frau Sara fand er einen Menschen, der ihn aus seiner sozialen Isolation,… Read More »

Essenz des Menschseins – Rezension zu „Das fremde Hirn“ von Klaus Frühauf

„Die Wirklichkeit übertrifft jede Vorstellung, und sei sie noch so phantastisch.“ (S.225) Zum Inhalt: Modelle sind es, 14 an der Zahl, die Klaus Frühauf entwirft, der drängenden Frage nachgehend, was den Menschen als Individuum und als Spezies in einer sich evolvierenden Umwelt definiert. Dabei fokusiert er sich nicht alleinig auf SF-Dauerbrenner wie Robotik resp. Kybernetik („Transfer“)  oder den… Read More »

Brotkrumen, Versatzstücke und das große Ganze – Rezension zu „Das Universum nach Landau“ von Karsten Kruschel

„menschen irren sich oft. und sie machen dennoch unverdrossen weiter. allein dies macht sie zu etwas besonderem.“ (S.143) Zum Inhalt: Der „Roman in Dokumenten und Novellen“, so der Untertitel des Bandes, präsentiert dem Leser ein in jeder Hinsicht buntes Kaleidoskop an Versatzstücken aus einem vielschichtigen Universum, in dem auch die erzählerischen Schwergewichte – im positiven Sinne zu sehen… Read More »