Tag Archives: Kurzgeschichten

Wort-Kunst – Rezension zu „Zeitsplitter“ von Alfred Kelsner und William Voltz

„Wenn du einen Schritt machen könntest, den Raum so weit durchmessend wie Du Dir das nur vorstellen kannst, würdest du an der Größe des Universums gemessen doch nur eine lächerliche Entfernung zurücklegen.“ (S.6) Zum Inhalt: Auf den 94 Seiten entführen die atmosphärischen Geschichten, die der Autor William Voltz in seinem Vorwort zum Band als „Gedankensplitter“ bezeichnet in Kombination… Read More »

Zeitenwandel – Rezension zu „Sprung ins Chronozän“ – Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke

„Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen.- Friedrich Nietzsche“ (Pos.384) Zum Inhalt: Chronos repräsentierte in der griechischen Mythologie den Gott der Zeit, einen Verwalter, einen Herrscher auch über jene Spanne, deren Ereignisse wir unter dem Begriff Lebenszeit subsumieren. Damit wären auch bereits zwei der zentralen Ideen benannt, deren Klammer in durchaus auch engerem Sinne die 6 Kurzgeschichten umschließt: Zum… Read More »

Wandel – Rezension zu „Der Schnee von morgen“ – Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke

„Wenn man nichts zu essen hat, dann ist Nahrung die Welt. Erst wenn man satt ist, kann man arrogant werden.“ (Pos. 269) Zum Inhalt: Der Untertitel – „2017 Collection of Climate Fiction Stories“ – zur neuesten Anthologie aus dem Verlag für Moderne Phantastik Gehrke umreißt bereits thematisch jenes Gebiet, aus dem sich die Geschichten der unterschiedlichsten AutorInnen ihrer… Read More »

SF-Kaleidoskop – Rezension zu „Meuterei auf Titan“ von Hrsg. Peggy Weber-Gehrke

„Geschichte ist nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft.“ (S.215) Zum Inhalt: Die 29 Texte unterschiedlichster AutorInnen aus der SciFi resp. Phantastik streifen einen Großteil der klassischen Kernthemen des Genres. Seien es nun Zeitreisen (z.B. „Omega4“ – Frank Lauenroth, „Das letzte Mammut“ – Norbert Fiks) und deren Implikationen, die Auswirkungen von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (z.B. „Fast… Read More »

Kuriosität – Rezension zu „Höllische Himmelfahrten“ – Martina Lukits-Wally

„Gütiger Gott, gib Grünbergs Geistern gesegnete Grabesruhe!“ (S.30) Zum Inhalt: Rasant, spritzig und stets mit einer gehörigen Prise Ironie versehen bringt Martina Lukits-Wally 25 Kurzkrimis zu Papier, die für sich gesehen schon eine heitere Lektüre darstellen, zusätzlich jedoch noch mit einem Schmankerl schreibtechnischer Natur aufwarten: im ersten Teil des Buches bis zur Seite 92 sind die Texte so… Read More »

Mondlichtminiaturen – Rezension zu „Bilderbuch ohne Bilder“ – Hans Christian Andersen

„Das Licht des Mondes entschleiert nicht jegliches Geheimnis der Sterblichen.“ (S.62) Zum Inhalt: 33 Kurz- und Kürzestgeschichten erzählt der Mond einem Maler, den die Muse allen Anscheins nach verlassen hat. Die Diskrepanz zwischen der starken inneren Empfindung und der Unfähigkeit diese auf die Leinwand zu bannen, lähmt den Künstler. Ihn aus dieser Starre zu befreien macht sich der… Read More »

Lebenspatina – Rezension zu „Das Tor zur Vergangenheit“ – Martina Lukits-Wally

„Das Spiel mit der Sprache faszinierte sie. Wie sich aus Buchstaben Worte bildeten, dann aus Wörtern Sätze entstanden und daraus wiederum literarische Figuren, die daraufhin mit ihren Schicksalen gleichsam zum Leben erwachten,…“ (S.38) Zum Inhalt: Neun, vom Umfang her kurze, Geschichten sind es, die Martina Lukits-Wally in „Das Tor zur Vergangenheit“ zu Papier gebracht hat. Und doch umfassen… Read More »

Ferne Nähe – Buchbesprechung für „Der Mann vom Anti“ – Hrsg. Ekkehard Redlin

„»Die Phantasie ist das dritte Auge des Menschen, es reicht bis in fernste Fernen. Wer weiß das schon? Die meisten sind blind auf diesem Auge. Völlig blind!«“ (S.135) Zum Inhalt: Die Kurzgeschichte ist schon per definitionem ein Genre welches erzählerische Dichte und Konzentration fordert. „Jeder Satz ein Gedanke, kein Wort darf entbehrlich sein.“ (Ekkehard Redlin, S.309) Auf ihre… Read More »

Wahlmöglichkeiten – Rezension zu „Die Auserwählten“ von Sven Svenson

„Es traf ihn schmerzlich, sich inmitten aufblühender, emporstrebender Natur zu befinden, und daran nicht beteiligt zu sein.“ (S.83)1) Zum Inhalt: Über 10 Kurzgeschichten hinweg spannt Sven Svenson einen Bogen, der im Titel bereits seinen ebenso simplen wie aussageschweren Niederschlag findet: auserwählt sein. Nicht immer haben die Akteure seiner Texte Einfluss auf eben diese Wahl, sei es nun, dass… Read More »

Das Rad des Lebens – Rezension zu „Der farblose Mann“ von Milan Johannes Meder

„Manchmal fühlte er das Gefühl der Gefühllosigkeit und wie ein grauer Schatten wurde alles um ihn herum eintönig, kalt und leer“ (S.6) Zum Inhalt: Es ist das letzte Drittel des Lebens, das für den 63jährigen Christoph Schneider angebrochen ist. Zeit ein Résumé zu ziehen.  Mit seiner Frau Sara fand er einen Menschen, der ihn aus seiner sozialen Isolation,… Read More »