Tag Archives: Kurzgeschichten

Das Rad des Lebens – Rezension zu „Der farblose Mann“ von Milan Johannes Meder

„Manchmal fühlte er das Gefühl der Gefühllosigkeit und wie ein grauer Schatten wurde alles um ihn herum eintönig, kalt und leer“ (S.6) Zum Inhalt: Es ist das letzte Drittel des Lebens, das für den 63jährigen Christoph Schneider angebrochen ist. Zeit ein Résumé zu ziehen.  Mit seiner Frau Sara fand er einen Menschen, der ihn aus seiner sozialen Isolation,… Read More »

Essenz des Menschseins – Rezension zu „Das fremde Hirn“ von Klaus Frühauf

„Die Wirklichkeit übertrifft jede Vorstellung, und sei sie noch so phantastisch.“ (S.225) Zum Inhalt: Modelle sind es, 14 an der Zahl, die Klaus Frühauf entwirft, der drängenden Frage nachgehend, was den Menschen als Individuum und als Spezies in einer sich evolvierenden Umwelt definiert. Dabei fokusiert er sich nicht alleinig auf SF-Dauerbrenner wie Robotik resp. Kybernetik („Transfer“)  oder den… Read More »

Brotkrumen, Versatzstücke und das große Ganze – Rezension zu „Das Universum nach Landau“ von Karsten Kruschel

„menschen irren sich oft. und sie machen dennoch unverdrossen weiter. allein dies macht sie zu etwas besonderem.“ (S.143) Zum Inhalt: Der „Roman in Dokumenten und Novellen“, so der Untertitel des Bandes, präsentiert dem Leser ein in jeder Hinsicht buntes Kaleidoskop an Versatzstücken aus einem vielschichtigen Universum, in dem auch die erzählerischen Schwergewichte – im positiven Sinne zu sehen… Read More »

Über das Selbstverständnis der Science-Fiction

„So ignorant es ist die utopische Literatur auf Zukunftsliteratur zu reduzieren, so reduziert ist utopische Literatur, die das historische Maß der Zukunft ignoriert.“ (S.52) Zum Inhalt: Im Vergleich zu den ersten beiden Bänden aus der Lichtjahr-Reihe liegt der Schwerpunkt des dritten Bandes nicht primär in der Präsentation phantastischer Literatur im Sinne von Erzählungen, Kurzgeschichten oder der erzählerischen Entführung… Read More »

Die Erben der ‚Astronautic‘ und der ‚Meridian‘

„Wer mit dem Gedanken an die Unsterblichkeit spielt, ist gewöhnlich geisteskrank.“ (S.19)1) Zum Inhalt: Drei Jahrzehnte sind seit dem Disaster mit der ‚Astronautic‚ vergangen, deren einziger Überlebender – der legendäre Raumfahrer Nor – den umissverständlichen Beweis mit zur Erde brachte, dass die Erdenbewohner nicht alleine als intelligenzbegabte Wesen im All existierten. Wie es der Menschheit in der von… Read More »

Vom Einenden eines höheren Zieles

„Wem die Sonne winkt, geht die Erde nicht verloren “ (S.5)1) Zum Inhalt: Die ‚Astronautic‘ fliegt mit ihrer Besatzung an den Rand des Sonnensystems, um zu erkunden, wie weit der Radius des bemannten Raumfluges ausgedehnt werden kann. Flüge im Bereich bis zum Mars stellen schon lange keine Besonderheit mehr dar, einen Flug jenseits der Pluto-Bahn zu wagen hingegen… Read More »

Mensch und Maschine – Rezension zu „Der indiskrete Roboter“ von Gerhard Branstner

„»…, die Natur reagiert nun einmal nicht immer vorhersehbar, sie hat einen unerschöpflichen Vorrat an Überraschungen auf Lager; das ist ja gerade das Interessante an ihr.«“ (S.75) Zum Inhalt: Drei Erzählungen aus der Feder von Gerhard Branstner beschäftigen sich mit größtenteils – so zumindest oberflächlich betrachtet – durchwegs techniklastigen Problemstellungen. Sei es nun das Beheben eines Problems in… Read More »

Traumwelten – Weltenträume – Rezension zu „Der Traumladen“ von Ilja Warschawski

„Wir alle sind Tropfen von Verstand mit sehr viel Oberflächenspannung, die einer Vereinigung zu einer einzigen Flüssigkeit im Wege stehen.“ (S.109) Zum Inhalt: Im Spannungsfeld dreier Grundthemen der wissenschaftlich-phantastischen Erzählungen – Automaten, Menschen, Träume – positioniert Ilja Warschawski seine Charaktere, wobei den Leser nicht selten die Ahnung beschleicht, dass es die Träume sind, die den Konnex zwischen den… Read More »

„Wirtshaus Zum Müden Gaul“ – Rezension zu „Vom Himmel hoch“ von Gerhard Branstner

„Das Selbstverständliche aber ist ohne Reiz. Deshalb sollte man nichts als selbstverständlich nehmen. Ich halte es geradezu für die oberste Regel der Lebenskunst, alles im Leben, das Große, wie das Kleine, so lange zu drehen und zu wenden, bis wir etwas ganz Unselbstverständliches aus ihm herauszuholen vermögen. Erst dann genießen wir das Leben vollständig.“ (S.79) Zum Inhalt: Sie… Read More »

Zeitloser SciFi-Almanach – Rezension zu „Lichtjahr 2“

„… und die Annahme, die Münze unseres Geistes sei im ganzen Universum gültig, klingt verdächtig nach Selbstüberschätzung.“ (S.198) Zum Inhalt: Einen kleinen Querschnitt durch die Literatursparte der Phantastik, sowie eine durchaus kritische Auseinandersetzung mit derselben stellen die zahlreichen Kurztexte namhafter Autoren des Sammelbandes dar. Von humorvoll über nachdenklich, bis hin zu ansprechend unterhaltend und historisch-archivarisch relevant findet der… Read More »