Tag Archives: Kurzgeschichten

Die Audienz

„»Das All ist unendlich«, zitierte Blanda. Das war einer der Sätze, die sie an Bord einen Gottesbeweis nannten. Man konnte unmöglich das Gegenteil behauptet.“ (S.164) Zum Inhalt: „Die Audienz“ (Frank W. Haubold): Leonard de Castillo hat die erdrückende Ehre, als Gesandter der Menschheit zu den Tanuat, einem uralten, weisen Volk zu fliegen und sie um Unterstützung gegen die… Read More »

Finster

„Es war für dich Piper…“ (S.20) Zum Inhalt: Es sind zumindest in 2 der 3 Geschichten („Zerstört“, „Das Mädchen mit den traurigen Augen“) zerstörte Lebensträume, die die Autorin in düsteren Grautönen malt. Keine davon wirkt dabei überzeichnet oder an den Haaren herbeigezogen, sondern eher so als wäre es durchaus möglich auch in nächster gesellschaftlicher Nähe entsprechende Schicksale zu… Read More »

Emotionen sind der Dünger meiner Phantasie…

„…und Worte Ihre Früchte.“ (Klappentext) Zum Inhalt: Treffender könnte man die Art der vorbildlichen Kurzgeschichten nicht bezeichnen, als dies das kurze Zitat aus dem Klappentext tut. So charakterisiert die Autorin Brigitte Pons selbst ihre Art zu Schreiben. Die beiden Erzählungen „Fledermäuse“ und „Schwerelos“ im 16. Band der Mini-Testudo Reihe könnten von ihrer Handlung unterschiedlicher nicht sein. Was sie… Read More »

Kleiner Hund ganz GROSS…

„Durch die ‚Kampfhunde‘-Diskussion der letzten Zeit hat sich unter den Menschen Verunsicherung uns Hunden gegenüber breit gemacht. Wir Kleinen bekommen wenigstens noch einen Mitleidsbonus, aber die großen Kollegen haben viel unter dieser Situation zu leiden.“ (S.16) Zum Inhalt: Nachdem die erste Aufregung des neuen Heims verklungen ist, geht es für Dolly und ihre Menschen darum den Alltag zu… Read More »

Jeder Hund, auch der kleinste, ist im Kopf ein Wolf…

„Und so holte die Züchterin dann ihr Prachtstück hervor: mich, Dolly von der Parthenaue. Sie wussten sofort: Die ist es.“ (S.25) Zum Inhalt: In seiner lockeren, amüsanten Art beschreibt Eberhard Kamprad, wie mann/frau auf den Hund kommt. Und das noch auf einen recht kleinen – zumindest seiner Statur nach. Denn ein Dackel weiß Bescheid, wenn es um die… Read More »

… der Segeltörn geht weiter.

„Für dieses Unterwassererlebnis haben sich alle Strapazen, die ich hinter mir habe gelohnt….. Am liebsten würde ich hier unten bleiben und nicht mehr auftauchen.“ (S.22f) Zum Inhalt: .Es ist eine Robinsonade, die Ulrike Stienen-Hoffmann in dieser Kurzgeschichte präsentiert. Die Handlungsgründe der agierenden Personen sind zugegebenerweise manches Mal etwas weit hergeholt, aber in Summe ergibt sich ein stimmiges Bild,… Read More »

In die Irre geführt…

„Edith häkelte Netze, Netzhemden, Einkaufsnetze, Netzdecken und Kissenplatten aus Netz, die sie mit verschiedenen Seidenstoffen unterlegte.“ (S.7) Zum Inhalt: …das fühlt sich derjenige Leser, der sich allzu leicht der irrigen Annahme hingibt, es handle sich bei dem 19. Band der Mini-Testudoreihe um eine Kurzgeschichtensammlung für gemütliche Teekränzchen auf der Veranda. Denn die Geschichten warten mit durchaus schwerer Kost… Read More »

Der ganz normale Wahnsinn…

„Manchmal fragt sich Blechschmitt, warum er heiraten musste – und noch dazu ausgerechnet diese Frau. Aber er hat mittlerweile gelernt, geballter weiblicher Logik nicht zu widersprechen.“ (S.44) Zum Inhalt: …dem Zitat blieben noch einige andere ausgesprochen bissige Ausführungen beizustellen, mit denen der Text gespickt ist. Der männliche Part der Familie Blechschmitt – wenn man dieses Sozialkonglomerat denn so… Read More »

Menschen wie Du

Zum Inhalt: Die Geschichten, welche Brigitte Meertens erzählt, werden dem Titel eindeutig gerecht, indem sie von Menschen handeln, in die sich der Leser gut hinein versetzen kann, die ihn berühren. Es sind auch die Inhalte, die zum Lesen animieren, weniger die stilistische Handwerkskunst. Dies tut jedoch den durchdachten Aussagen und feinen Denkanstößen keinen Abbruch. Am bewegendsten fand ich… Read More »

Blickwechsel…

„Ich hab mal gelesen, Erinnerungen wären wie Fliegen auf einem Kuchen. Verjagen könne man sie allemal, aber wenn man sie totschlüge, wäre auch vom Kuchen nicht mehr viel übrig.“ („Die Wiese„S.36) Zum Inhalt: . „Sonnenwende“ (Thomas Fröhlich): Ein eisiger Außenposten, eine heillos überbevölkerte Erde, eine Familie mit einem nicht genehmigten Kind und ein verschollen geglaubter Siedler, der einst… Read More »