Tag Archives: Lesen

Ritter, Tod und … Rezension zu „Huttens letzte Tage“ – Conrad Ferdinand Meyer

„Erkaufen Gold und Silber Seelenheil, So steht es bald auf allen Märkten feil. Die Ware wird von Jung und alt gesucht, Und der arme Schlucker bleibt verflucht.“ (S.17) Zum Inhalt: Es sind 8 Kapitel und 71 Strophen in denen Conrad Ferdinand Meyer einen lyrischen Abgesang für den Ritter Ulrich von Hutten intoniert. Hutten, von schwerer Krankheit gezeichnet, zieht… Read More »

Was in der Zeitung steht – Rezension zu „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“– Heinrich Böll

„Es wird nie mehr so sein, nie mehr. Sie machen das Mädchen fertig. Wenn nicht die Polizei, dann die ZEITUNG und wenn die ZEITUNG die Lust an ihr verliert, dann machens die Leute.“ (S.54) Zum Inhalt: Der renomierte Anwalt Blorna und seiner Gattin Trude beschäftigen seit einigen Jahren Katharina Blum als Haushaltsangestellte und sind von ihrer pragmatischen, bodenständigen… Read More »

Wen die Welt zerbricht – Rezension zu „In einem andern Land“ – Ernest Hemingway

„Wenn Menschen so viel Mut auf die Welt mitbringen, muß die Welt sie töten, um sie zu brechen, und darum tötet sie sie natürlich.“ (S.194) Zum Inhalt: Als Freiwilliger dient der junge amerikanische Leutnant Frederic Henry während des 1. Weltkrieges im italienischen Sanitätskorps. Er wird bei einem Fronteinsatz am Bein verletzt, kann sich jedoch im Lazarett erholen und… Read More »

Der höfischen Liebe Bild – Rezension zu „Die Minnesinger in Bildern der Manessischen Handschrift“ – Nachwort von Hans Naumann

„Unter den Händen des Malers hat sich die Legende schließlich zum Bild verdichtet.“ (S.40) Zum Inhalt: Hans Naumann, seines Zeichens Mediävist, führt den künstlerisch und historisch interessierten Leser in seinem Geleitwort am Ende des bibliophilen Bändchens aus der Insel-Bücherei anhand von 24 Bildtafeln der Manessischen Handschrift in die Sichtweise der Minne ein, so wie sie der zeitgenössische Maler… Read More »

Strandgut – Rezension zu „Wenn das Meer leuchtet“ – Jessica Koch

„Taten verletzen, Ignoranz zerstört.“ (Pos.36)1) Zum Inhalt: Marie ist nicht gerade das, was sie selbst als schön bezeichnen würde. Hinzu kommt, dass ihr ein sprachliches Handicap, welches sie für gewöhlich gut im Griff hat, die Kontaktaufnahme zu anderen Menschen nicht wirklich erleichtert. Mit diesem Rucksack an Startschwierigkeiten und einer langjährigen Erfahrung an Ausgrenzung in unterschiedlichsten Schulklassen, versucht sie… Read More »

Lyrische Glaubenswanderung – Rezension zu „Aus des Angelus Silesius Cherubinischem Wandersmann“ – Johann Scheffler

„Das größte Wunderding ist doch der Mensch allein: er kann, nachdem er’s macht, Gott oder Teufel sein.“ (S.27) Zum Inhalt: Johannes Scheffler, so zu lesen im Nachwort, wurde 1624 in Breslau geboren, wo er auch 1677 verstarb. Geprägt wurde sein Werk durch die intensive Auseinandersetzung mit katholischem Gedankengut ebenso wie jenem des Protestantismus. Diesen Spagat erspürt der Leser… Read More »

Glaubensstifter – Atlanter – Heilsbringer – Rezension zu „Saat des Himmels“ – Alexander Kröger

„Sie werden die Obrigkeit haben, die sie sich schaffen, und die – sie verdienen.“ (S.194) Zum Inhalt: Die Erde wird von Forschern aus den Tiefen des Alls besucht. Und das nicht zum ersten Mal. Vor langer Zeit wurde bereits ein Raumer, die OZEANA, ausgesandt um intelligente Lebensformen, vielleicht sogar höher entwickelte Lebensformen, zu finden. Der Kontakt der Heimatwelt… Read More »

Robinsonade – Rezension zu „Vermißt am Rio Tefé“ – Alexander Kröger

„Es ist noch viel Sinnvolles zu tun auf der Erde, man sollte das Unsinnige lassen.“ (S.168) Zum Inhalt: Der Absturz eines experimentellen Flugzeuges samt seiner zukunftsweisenden Bordelektronik, einem – in Grenzen – selbstlernenden Computer, sowie einem technischen Kapazunder von Piloten Jonathan McLand mitten im Urwald, wäre an sich noch nicht sonderlich erwähnenswert, oder würde die örtlichen Behörden animieren… Read More »

Wandle dich – Rezension zu „BIOS“ von Daniel Suarez

„Veränderung kommt. Unerbittlich. Meist erfolgt sie allmählich, manchmal aber ist sie auch wie ein Erdbeben.“ (S.21)“ Zum Inhalt: Dem organisierten Verbrechen den Gelderwerb so schwer wie möglich zu machen, ihm gar einen Schritt voraus zu sein, ist eine Sisyphos-Arbeit. Davon kann Kennet Durand auch im Jahr 2045 einen Liedband singen. Er leitet bei Interpol eine Gruppe, welche sich… Read More »

Vorspiel – Rezension zu „Die Saat“ – Sven Svenson

„Und dabei war das erst der Anfang….“ (Pos. 749) Zum Inhalt: Wenn die Akteure auf der Bühne dieser Geschichte eines verbindet, so der Fakt, dass sie nicht die geringste Gemeinsamkeit haben – zumindest auf den ersten Blick. Es sind verbissene Wissenschaftler, ein etwas abgehobener Hacker, ein zielstrebiger Soziopath, eine Prostituierte, ein Hypochonder, ja sogar ein ganz durchschnittlicher Nerd,… Read More »