Tag Archives: Liebe

Ringelnatz, Cobain und der Weg zurück ins Leben – Rezension zu „Nur eine Ewigkeit mit Dir“ von Kristina Moninger

„Und Ewigkeiten werden nicht in Jahren gemessen, das ist richtig, aber Jahre können zu Ewigkeiten werden.“ (S.116) Zum Inhalt: Ein scheinbarer Quadrilog beginnt sich zu entwickeln, dessen Kristallisationspunkt Lillys Entscheidung darstellt, sich das Leben zu nehmen. Zu viel wurde ihr vom Schicksal, dem Leben oder welcher höheren Macht auch immer entrissen. Jonas ist es, der sie davon abhält… Read More »

Das Bild im Spiegel

„Wenn er es schaffte seine Seele zu schützen, dann hatte er gewonnen.“ (S.64) Zum Inhalt: Danny, dem Leser aus dem ersten Teil der Trilogie bekannt, sieht sich mit seiner Familie nach dem Umzug nach Deutschland mit einer völlig neuen Umgebung, einem Land mit teils schrägen Gewohnheiten und Ritualen, neuem Schulsystem, sowie gänzlich neuen Menschen konfrontiert. Seine anfängliche Frohnatur,… Read More »

Von Wolpertingern, sprechenden Schwertern und dem silbernen Faden

„Was immer das Licht der Fackeln aus dem Dunkeln schälte, es war ein Anblick voller Wunder.“ (S.671) Zum Inhalt: Wie beim Wolpertingernachwuchs nicht unüblich, sieht sich Rumo als Junges in der Fremde aufwachsen, weitab von seinen Artgenossen. Und um dem Ganzen noch die metaphorische Krone aufzusetzen wird er als lebender Proviant von marodierenden Zyklopen verschleppt. So eigen es… Read More »

Lebensallegorien

„Die Geschichten sind Lebewesen“ (S.6) Zum Inhalt: Umrahmt von der Suche eines Mannes, dessen tiefste Furcht jene vor dem Tod ist, führt Charles Aceval den Leser durch eine dem Europäer oft fremdartige, jedoch faszinierende Kultur, deren Schatz und Vermächtnis u.a. in den Parabeln, Erzählungen und Märchen besteht, die seit jeher einen Blick auf die essenziellen Fragen gestatten. Fragen… Read More »

Parallelgesellschaften

„Ich wollte, ich wüsste forthin einmal, was dorten ist.“ (S.152) Zum Inhalt: Mitten in einer Gesellschaft, welche von sich selbst gerne als Hochkultur spricht, existieren Reservate, in denen über Generationen hinweg Menschen nach Geschlechtern getrennt leben. Wobei sich dieses Leben in der täglichen (Fron-)Arbeit für die Götter und der religösen Verehrung derselben ergeht. Die strikte Ordnung in diesen… Read More »

Tor 2 – Rezension zu „Dem Horizont so nah“ von Jessica Koch

„Zeit genug! Ein Satz, an den ich mich später noch häufig erinnern sollte. Als klar wurde, dass wir niemals Zeit haben würden.“ (S.220)1) Zum Inhalt: Danny und Jessica wären wohl nicht als Traumpaar bei einer Partnervermittlung zusammengestellt worden. Zu unterschiedlich sind ihre äußeren, aber vor allem ihre inneren Werte. Es ist Dannys unbändiger Elan, seine Lebensfreude, sein Charme… Read More »

Traumwelten – Weltenträume – Rezension zu „Der Traumladen“ von Ilja Warschawski

„Wir alle sind Tropfen von Verstand mit sehr viel Oberflächenspannung, die einer Vereinigung zu einer einzigen Flüssigkeit im Wege stehen.“ (S.109) Zum Inhalt: Im Spannungsfeld dreier Grundthemen der wissenschaftlich-phantastischen Erzählungen – Automaten, Menschen, Träume – positioniert Ilja Warschawski seine Charaktere, wobei den Leser nicht selten die Ahnung beschleicht, dass es die Träume sind, die den Konnex zwischen den… Read More »

Lebensmelodie – Rezension zu „Das Trio“ von Sigrid Kleinsorge

„Zum ersten Mal kam ihr der Gedanke, dass Literatur und Musik ein und demselben Zweck dienten, nämlich dem, die Menschen aus ihrer Alltagsträgheit aufzurütteln und glücklich zu machen.“ (Pos. 437)1) Zum Inhalt: Reiner – ein begnadeter Klaviervirtuose – , Olga – Geigerin mit Leib und Seele – und Zafira – deren Leben nicht nur im übertragenen Sinne Gesang… Read More »

Von Siegern, Verlierern und dem großen Rest dazwischen

„»Man kann wohl durch einen Krieg reicher werden, auch klüger, auch härter – aber sauber wird keiner bleiben.«“ (S.324) Zum Inhalt: Die gut ausgerüsteten Truppen der Alliierten stehen auf deutschem Boden und die mehr als kriegsmüden Soldaten der Wehrmacht haben dem Anmarsch der Siegermächte nichts Wesentliches mehr entgegenzusetzen – und wollen dies auch Großteils nicht mehr. Nicht dass… Read More »

Frontberichte…

„Wenn der Krieg ein Gesicht hätte, würde ich ihm dort hineinspucken.“ (S.274) Zum Inhalt: Hauptmann Witterer, ein Heißporn wie er im Offiziershandbuch steht, sieht im vorgeschobenen Frontabschnitt welcher ihm zugeteilt wurde ein Karrieresprungbrett. Und er ist – sehr zum Leidwesen seiner Soldaten – ,getrieben von feurigem Elan und dem Durst nach Gefechten, auch darauf aus diese Chance wahrzunehmen.… Read More »