Tag Archives: Literatur

Ernüchternd Rosa/Pink – Rezension zu „Die Kunst ein freundlicher Mensch zu sein“ von Stefan Einhorn

„Für mich ist ein freundlicher Mensch jemand, der ethisches Handeln verinnerlicht hat.“ (S.15) Zum Inhalt: In Stefan Einhorns Buch geht es, wie der deutsche Titel suggerieren mag nicht um den Begriff „Freundlichkeit“, wie man ihn im Deutschen i.d.R. versteht, sondern vielmehr um den jenen der Ethik im Handeln, resp. der Interaktion mit seinen Mitmenschen. Dabei entwirft der Autor… Read More »

Herausfordernd – „Bildung als Provokation“ – Konrad Paul Liessmann

„Wie immer man es aber dreht und wendet: Ob Bildung ein Selbstveränderungspotential in Hinblick auf Individuen oder Gesellschaften zugesprochen werden kann, hängt letztendlich vom Mut ab, Bildung inhaltlich und normativ zu bestimmen. Solange Bildung formal als Durchlaufen von Zertifizierungsstellen oder Sammeln von Leistungspunkten definiert und auf den Erwerb von Kompetenzen und zeitgemäßen Kulturtechniken reduziert wird, erwächst aus diesen… Read More »

Zeitenwandel – Rezension zu „Sprung ins Chronozän“ – Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke

„Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen.- Friedrich Nietzsche“ (Pos.384) Zum Inhalt: Chronos repräsentierte in der griechischen Mythologie den Gott der Zeit, einen Verwalter, einen Herrscher auch über jene Spanne, deren Ereignisse wir unter dem Begriff Lebenszeit subsumieren. Damit wären auch bereits zwei der zentralen Ideen benannt, deren Klammer in durchaus auch engerem Sinne die 6 Kurzgeschichten umschließt: Zum… Read More »

Wechselvoll – Rezension zu „Ödland – Die Fabrik am Fluss“ – Christoph Zachariae

„Belastetes Wasser macht Menschen krank, Hoffnungslosigkeit kann sie zerstören.“ (S.313) Zum Inhalt: Der Spruch „Es ist nicht alles Gold was glänzt“ dürfte Mega nicht zwingend geläufig sein, doch die Erfahrung, dass jenes Paradies, das viele hinter den Verschlägen der Enklave der Händler im Salzbergwerk vermuten, mehr auf Schein als Sein basiert, muss sie auf die sprichwörtlich harte Tour… Read More »

Neustart – Rezension zu „Das zweite Leben“ – Alexander Kröger

„»Das zweite Leben«, sagte Helen gedankenvoll. »Es beginnt, wie ein Leben beginnen muss: Von vorn! An uns wird es wohl liegen, etwas darauf zu machen.«“ (S.243) Zum Inhalt: Die Erde ist jene, die nach dem HAARP-Experiment zurückblieb: eine ohne Menschen – oder fast ohne. Solche nämlich, die sich unter schützenden Gesteins- oder Wassersäulen befanden blieben zu ihrem eigenen… Read More »

Ende nie – Rezension zu „Kontakte mit der Ewigkeit“ – Perry Rhodan Band 72

„Nichts in diesem Universum war unvergänglich.“ (S.18) Zum Inhalt: Die Suche nach den verbliebenen Pehrtus-Gehirnen treibt Rhodan voran. Sowohl für ihn, als auch Zeno stellen sie – oder vielmehr ihr Wissen zur Astronavigation – den berühmten Strohhalm dar. Beide veruschen diesen zu ergreifen, um jene Raumkoordinaten zu erfahren, mit deren Hilfe sie sich eine potentielle Rückkehr ihn ihre… Read More »

Bruchstückgesellschaft – Rezension zu „Ödland – Das Versteck im Moor“ – Christoph Zachariae

„Die Hecke bedeutete Sicherheit. Hinter ihr lauerte der Tod. Offenbar traf das auf beide Richtungen zu.“ (S.142) Zum Inhalt: Anfangs war es nur ein Name: Ödland. Je länger Mega auf ihrer Suche nach den Ersatzteilen für den Ionentauscher ihrer „Familie“ aus dem Keller ist, desto mehr füllt sich diese Worthülse mit dem Unrat einer untergangenen Zivilisation, einer Menschheit… Read More »

Frivoler Ruf nach Menschlichkeit – Rezension zu „Wendekreis des Steinbocks“ von Henry Miller

„Du lebst von den Früchten deines Handelns, und dein Handeln ist die Ernte deines Denkens.“ (S.298) Zum Inhalt: Mit „Wendekreis des Steinbocks“ schuf Henry Miller zusammen mit „Wendekreis des Krebses“ ein autobiografisches Werk, dem in den Kreisen seiner Verehrer beinahe religiöser Inhalt nachgesagt wird bzw. wurde. Dabei kamen auch Größen wie George Orwell oder Ernst Jünger an einer… Read More »

Wandel – Rezension zu „Der Schnee von morgen“ – Hrsg.: Peggy Weber-Gehrke

„Wenn man nichts zu essen hat, dann ist Nahrung die Welt. Erst wenn man satt ist, kann man arrogant werden.“ (Pos. 269) Zum Inhalt: Der Untertitel – „2017 Collection of Climate Fiction Stories“ – zur neuesten Anthologie aus dem Verlag für Moderne Phantastik Gehrke umreißt bereits thematisch jenes Gebiet, aus dem sich die Geschichten der unterschiedlichsten AutorInnen ihrer… Read More »

Selbst(be)reinigung – Rezension zu „Der erste Versuch“ – Alexander Kröger

„Wieder einmal hatte sich gezeigt, dass der Geist Mammon regierte und dass nicht davor zurückgeschreckt wurde, ihn mit allen Mitteln auf dem Sockel zu halten.“ (S.48) Zum Inhalt: Die Menschheit giert nach mehr und mehr Rohstoffen. Solchen, die noch unentdeckt unter der Erdoberfläche schlummern, ebenso wie jene deren Ressource der menschliche Geist zu sein verspricht. Ein Projekt welches… Read More »