Tag Archives: Österreichische Autoren

Kuriosität – Rezension zu „Höllische Himmelfahrten“ – Martina Lukits-Wally

„Gütiger Gott, gib Grünbergs Geistern gesegnete Grabesruhe!“ (S.30) Zum Inhalt: Rasant, spritzig und stets mit einer gehörigen Prise Ironie versehen bringt Martina Lukits-Wally 25 Kurzkrimis zu Papier, die für sich gesehen schon eine heitere Lektüre darstellen, zusätzlich jedoch noch mit einem Schmankerl schreibtechnischer Natur aufwarten: im ersten Teil des Buches bis zur Seite 92 sind die Texte so… Read More »

Lebenspatina – Rezension zu „Das Tor zur Vergangenheit“ – Martina Lukits-Wally

„Das Spiel mit der Sprache faszinierte sie. Wie sich aus Buchstaben Worte bildeten, dann aus Wörtern Sätze entstanden und daraus wiederum literarische Figuren, die daraufhin mit ihren Schicksalen gleichsam zum Leben erwachten,…“ (S.38) Zum Inhalt: Neun, vom Umfang her kurze, Geschichten sind es, die Martina Lukits-Wally in „Das Tor zur Vergangenheit“ zu Papier gebracht hat. Und doch umfassen… Read More »

Schräge Träume -Rezension zu „Die träumenden Knaben“ von Oskar Kokoschka

„… und wieder fiel ich hin und träumte“ (S.33) Zum Inhalt: Im Band 1170 der Insel-Bücherei findet der Leser Oskar Kokoschkas Erstlingsdichtung „Die träumenden Knaben“, entstanden 1907/08 mit einer Widmung an Gustav Klimt. Der anschließende, ebenfalls in diesem Buch enthaltene Text „Der weiße Tiertöter“ , entstand 1908 und wurde erstmals 1918 in der Zeitschrift »Das Kunstblatt« publiziert. Der… Read More »

Nebelwehend – Rezension zu „Lyrische Gedichte“ von Nikolaus Lenau

„O Menschenherz was ist dein Glück? Ein rätselhaft geborner, Und, kaum gegrüßt, verlorner, Unwiederholter Augenblick.“ (S.69, „Ein Blatt Strophen und Zeilen“) Zum Inhalt: Nikolaus Lenau (* 13.08.1802 Csatád / Ungarn †22.08.1850 Oberdöbling bei Wien) hinterlies ein vielschichtiges und durchwachsenes lyrisches Werk, aus welchem der Schriftsteller Albrecht Schaeffer im vorliegenden Band aus der Insel-Bücherei versucht einen einigermaßen repräsentativen Querschnitt… Read More »

Wurzeln schlagend

„»So wie das Licht des Morgens jeden Tag ein neues ist, kannst auch du jeden Tag ein anderer sein und die Dinge in einem neuen Licht betrachten«.“ (S.213) Zum Inhalt: Kreton Morgenwasser hat ein Ziel. Eines dem er gewillt ist alles – und jeden – unterzuordnen. Angespornt von religiösem Eifer, sowie dem Wissen, oder vielmehr der düsteren Ahnung,… Read More »

Ein handbreit Flecken Boden vor meinen Augen – Rezension zu „Das Wiesenbuch“ von Karl Heinrich Waggerl

„Ich betrachte genau diesen handbreit Flecken Boden vor meinen Augen und zuletzt ist auch er eine große Welt, weitläufig und mühselig und schwer zu begreifen.“ (S.66) Zum Inhalt: Beinahe einen ganzen Jahreskreis begleitet der Autor seine Wiese, wie er sie bezeichnet, immer wieder eintauchend in die Fülle der Eindrücke, die ihm der „handbreit Flecken Boden vor seinen Augen“… Read More »

Lebenslinien

„Ein Mensch kann nicht überall daheim sein, zu Hause wohl, aber nicht daheim.“ (S.7) Zum Inhalt: Stark selbstbeobachtend nimmt der Erzähler den Leser bereits von der ersten Zeile an mit in (s)eine Lebensgeschichte, die mit dem überraschenden Erhalt eines ansehnlichen Geldbetrages und dem Erwerb eines kleinen Grundstückes einen Ankerpunkt findet, von dem aus ein Lebensherbst seinen Ausgang nimmt.… Read More »

Ethniengeschichte

„… hier war die Armut kein Mangel, sondern die Regel, die die Menschen in Zucht hielt, wie ihr ganzes Leben auch.“ (S.18) Zum Inhalt: Die Drehscheibe, um die sich die Ereignisse, die Schicksale der Erzählung im Laufe des Lesens verdichten ist die Familie Contrin. In einer durch die topografischen Gegebenheiten natürlich abgeschirmten Welt, einem Tal in den Alpen… Read More »

Umfassend und dennoch sehr gut lesbar

„Das Parade-Paradigma: »Learning by doing!« Man wird nicht nur aus Fehlern klug, auch Beispiele erleichtern den Einstieg ungemein.“ (S.93) Zum Inhalt: Die 808 Seiten des umfangreichen MySQL-Handbuches teilen sich in 4 große Gliederungseinheiten (siehe Haupteinteilung weiter unten), von denen eine organisch auf die andere aufbaut, ohne jedoch dem bereits etwas versierteren Datenbankadmin eine zwingende Lesechronologie vorzugeben. Dem Einsteiger… Read More »

Goldsuche, menschliche Fragezeichen und geerdete Ikonen

„»Man hat kein Vorbild zu haben, man muss es selber sein.Ich weiß nicht, ob es schwerer ist, man selbst zu sein, ich weiß nur, dass es richtig ist.«“ (S.86) Zum Inhalt: Redaktionsgeschichten – so der Untertitel des 142 Seiten umfassenden kleinen Werkes von Hubert Flattinger; treffend, wie im übrigen auch die enthaltenen Texte. Ein sehr persönliches Résumé eines… Read More »