Tag Archives: Österreichische Autoren

Ein handbreit Flecken Boden vor meinen Augen – Rezension zu „Das Wiesenbuch“ von Karl Heinrich Waggerl

„Ich betrachte genau diesen handbreit Flecken Boden vor meinen Augen und zuletzt ist auch er eine große Welt, weitläufig und mühselig und schwer zu begreifen.“ (S.66) Zum Inhalt: Beinahe einen ganzen Jahreskreis begleitet der Autor seine Wiese, wie er sie bezeichnet, immer wieder eintauchend in die Fülle der Eindrücke, die ihm der „handbreit Flecken Boden vor seinen Augen“… Read More »

Lebenslinien

„Ein Mensch kann nicht überall daheim sein, zu Hause wohl, aber nicht daheim.“ (S.7) Zum Inhalt: Stark selbstbeobachtend nimmt der Erzähler den Leser bereits von der ersten Zeile an mit in (s)eine Lebensgeschichte, die mit dem überraschenden Erhalt eines ansehnlichen Geldbetrages und dem Erwerb eines kleinen Grundstückes einen Ankerpunkt findet, von dem aus ein Lebensherbst seinen Ausgang nimmt.… Read More »

Ethniengeschichte

„… hier war die Armut kein Mangel, sondern die Regel, die die Menschen in Zucht hielt, wie ihr ganzes Leben auch.“ (S.18) Zum Inhalt: Die Drehscheibe, um die sich die Ereignisse, die Schicksale der Erzählung im Laufe des Lesens verdichten ist die Familie Contrin. In einer durch die topografischen Gegebenheiten natürlich abgeschirmten Welt, einem Tal in den Alpen… Read More »

Umfassend und dennoch sehr gut lesbar

„Das Parade-Paradigma: »Learning by doing!« Man wird nicht nur aus Fehlern klug, auch Beispiele erleichtern den Einstieg ungemein.“ (S.93) Zum Inhalt: Die 808 Seiten des umfangreichen MySQL-Handbuches teilen sich in 4 große Gliederungseinheiten (siehe Haupteinteilung weiter unten), von denen eine organisch auf die andere aufbaut, ohne jedoch dem bereits etwas versierteren Datenbankadmin eine zwingende Lesechronologie vorzugeben. Dem Einsteiger… Read More »

Goldsuche, menschliche Fragezeichen und geerdete Ikonen

„»Man hat kein Vorbild zu haben, man muss es selber sein.Ich weiß nicht, ob es schwerer ist, man selbst zu sein, ich weiß nur, dass es richtig ist.«“ (S.86) Zum Inhalt: Redaktionsgeschichten – so der Untertitel des 142 Seiten umfassenden kleinen Werkes von Hubert Flattinger; treffend, wie im übrigen auch die enthaltenen Texte. Ein sehr persönliches Résumé eines… Read More »

Der Tintenmann…

„Wenn Sie sich weiterhin so anstrengen am Leben zu bleiben, bekommen Sie garantiert noch einen Herzinfark davon“ (S.40) Zum Inhalt: Vordergründig – aber eben nur dort – geht es um eine Reise. Eine Reise deren Zweck es ist, einen Termin wahrzunehmen. Einen Termin als Tintenmann – vulgo Redakteur. Ein Interview sozusagen. Doch wenige Worte nach Beginn des ersten… Read More »

literarisches Triptychon…

„Im Wein liegt Wahrheit…“ (S.18) Zum Inhalt: Es ist eine innige Verbundenheit sowohl zu seiner heimatlichen Umgebung, seiner Leidenschaft als Winzer – und somit zum Wein –, als auch ein schriftstellerisches Interesse an der Darstellung amouröser menschlicher Beziehungen, welche einem lauen Wind gleich angenehm durch die charmanten Kurzgeschichten streicht. Von historischen, über geografische Zusammenhänge, über Liebesgeschichten, die sich… Read More »

Royale Streitereien

„Glaubst Du, es gäb‘ ein Sandkorn in der Welt Das nicht gebunden an die ew’ge Kette Von Wirksamkeit, von Einfluß und Erfolg?“ (S.16) Zum Inhalt: Es sind die Zeichen des Dreißigjährigen Krieges, die am Horizont des Stückes bereits ein Fanal entzünden, dessen Widerschein über  das gesamte Trauerspiel seine scharfen Schatten legt. Rudolph  II, eingeschworener Katholik, jedoch nachsichtig gegenüber… Read More »

Heiteres Alpenmärchen

„So dreht die Welt sich immerfort Und bleibt doch stets an einem Ort. Der Egoismus ist die Achse, Der Hochmut zahlt am End‘ die Taxe; Die Erd‘ – es kommt darauf heraus, Ist nur im Grund ein Irrenhaus. Und wie ich nach und nach gewahr‘, So bin ich selbst ein großer Narr.“ (S.69) Zum Inhalt: Rappelkopf, so der… Read More »

Es werde… finster…

„Und dann, langsam, ganz langsam würde zuerst einer, und dann immer mehr, erkennen, dass die Zeit der Geschichten zu ende war, weil die Geschichte selbst neu gescrhieben werden musste.“ (S.69) Zum Inhalt: Jeder von uns kennt diesen Moment, wenn es finster wird. Der Lichtschalter auch nach mehrfachem Kippen die Lampe nicht wieder zum Leuchten bringt. Der Kühlschrank verstummt,… Read More »