Tag Archives: Österreichische Autoren

Rauhnächte, Zeitreisen und Kobolde…

„Von unserer modernen Wissensgesellschaft wird keine Abweichung vom allgemein erwarteten Verhalten toleriert.“ (S.319) Zum Inhalt: Neun Texte sind es, in denen Rudolf Bulant einer seiner Lieblingsideen nachgeht: „Es gibt viel mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als wir uns vorstellen können.“ (Klappentext). Der Leser wird zumeist in einer realen Situation abgeholt, dann jedoch in einer – so könnte man… Read More »

Erster Teil eines Mysterienspiels…

„…und euch sagen was noch Not. Eins ist das Leben, das andere der Tod. Zu welchem wollt ihr geführt sein von beidem? Welches aufsuchen und welches meiden?“ (S.58) Zum Inhalt: Zwei Wanderer suchen auf einem abgelegenen Bauernhof hoch auf dem Berg Unterkunft für die Nacht. Der Bauernhof wird von Magdalena, einem fast 15-jährigen naiv-frommen Mädchen und dessen Großvater… Read More »

Wissen als erster Schritt zur Verständigung und Akzeptanz

„Das Wort »Islam« bedeutet Hingabe (an Gott), die sich Hingebenden heißen Muslime.“ (S.24) Zum Inhalt: Obwohl der Leser bei der Überschrift des ersten Kapitels evtl. stutzen könnte, wird er spätestens nach den einleitenden Seiten davon überzeugt sein, kein polarisierendes Buch, sondern einen um Sachlichkeit bemühten Text vor sich zu haben. Ein nicht geringer Teil desselben beschäftigt sich ausführlichst… Read More »

Passend zum heißen Sommer 2013

„«Kennen Sie den Toten?» …. «Natürlich nicht! Ich pflege keinen Umgang mit Ermordeten»“ (S.10) Zum Inhalt: Abseits jedweder platten Schwarz-Weiß-Malerei werden dem Leser in diesem Bändchen aus der Mini-Testudoreihe drei Krimi-Kurzgeschichten serviert, die den schmalen Grad zwischen Spannung, dem schelmischen Schmunzeln über so manches menschliche Unikat („Baden verboten“), sowie dem Abdriften in allzu große Vorhersehbarkeit mit Bravour  meistern. Ob… Read More »

Stifter… bruchstückhaft

„Wenn wir nur in uns selber in Ordnung wären, dann würden wir viel mehr Freude an den Dingen dieser Erde haben.“ (S.122) Zum Inhalt: Die Autoren versuchen in dem kleinen Bändchen, Texte aus Stifters Werken in einen Reigen zusammenzufügen, der den Leser in einer kontemplativen Art zur Auseinandersetzung mit der Schöpfung, wie sie Stifter verstand, seinem Selbst und… Read More »

Geschichte, wie sie hätte sein können…

„Wenn Menschen glauben, scheint es verschwendete Mühe zu sein, sie Denken zu lassen – und vielen zuvor auch noch das Denken beizubringen. Es geht viel schneller und einfacher, zu befehlen.“ (S.261) Zum Inhalt: Die Frage „Was wäre wenn…“ stellt sich der Mensch nicht nur wenn er in lichten Momenten sein eigenes Leben reflektiert. Ausgehend von der Idee, dass… Read More »

Zurück zur Natur…

„Der Mensch kann mit wenigem zufrieden sein, so wie mit vielem.“ (S.92) Zum Inhalt: Die Handlung der 96 seitigen Erzählung aus Stifters Feder ist recht einfach zu umreißen, nicht umsonst schreibt er selbst: „Die Geschichte ist eigentlich recht einfältig, und ich erzähle sie bloß, damit ich manchem verwirrten Menschen nützlich bin und daß man eine Anwendung daraus ziehe.“… Read More »

Schwermütige Kurzweil…

„… der Smalltalk war so klein, Minimal Art ist nix dagegen.“ (S.7) Zum Inhalt: .Wer die Wiener Mentalität, ihre schwermütig fatalistische Grundstimmung schätzt und einen gewissen Leidensdruck während des Lesens aufrecht zu erhalten vermag, der wird in diesem Bändchen sicher die ein oder andere Kurzgeschichte finden, welche ihm zusagen könnte. Ob es die Demontage eines kleinbürgerlichen Idylls ist… Read More »

…und was arbeiten Sie so?

„Alle ihre hochtrabenden Träume zerbarsten mit einem lauten Knall. Ob die anderen ihn auch hörten?“ (S.23) Zum Inhalt: Es sind vier recht unterschiedliche, in solider Autorenmanier verfasste Erzählungen, die Bettina Kiraly unter dem Pseudonym Betty Kay zu Papier gebracht hat. Dabei greift die Schriftstellerin nicht nur gesellschaftliche Tabus („Die Beförderung“) auf, sondern auch Randbereiche der Arbeitswelt, die nach… Read More »

Eine Szenerie von beklemmender Aktualität

„Es ist ein Arbeitsgrundsatz der Behörde, dass mit Fehlermöglichkeiten überhaupt nicht gerechnet wird.“ Zum Inhalt: „Es war spät Abends als K. ankam. Das Dorf lag in tiefem Schnee.“ So unspektakulär beginnt die beklemmende Geschichte in der K. im Sog einer als allmächtig empfundenen Bürokratie mehr und mehr die Herrschaft über sein Geschick und Leben verliert. Er, der doch eigentlich… Read More »