Tag Archives: Religion

Rilke-Kaleidoskop – Rezension zu „Der ausgewählten Gedichte anderer Teil“ von Rainer Maria Rilke

„Durch einen Riß im Schicksal, eine Lücke entzogst du deine Seele deiner Zeit;“ (S.57) Zum Inhalt: Katharina Kippenberg (* 1. Juni 1876 in Hamburg; † 7. Juni 1947 in Frankfurt am Main) war Rainer Maria Rilke schon durch ihre literarische Tätigkeit zu Lebzeiten eng verbunden, wobei sich ihre profunde Kenntnis des Autors auch in der Auswahl der Gedichte… Read More »

Zeitlose Endlichkeit…

„Die Betrachtung über den Sinn des Todes kann nur eine Ergänzung zum Nachdenken über den Sinn des Lebens sein.“ (S.46) Zum Inhalt: Ein – wenn nicht – das essentielle Thema des Lebens ist es, dessen sich die Referenten in diesem Band zum „Philosophicum Lech“ annehmen: der Endlichkeit. Im spezielleren unserer Endlichkeit als Individuen, eventuell als Geist – sowohl… Read More »

Plastisch, dualistisch, durchwachsen…

„Alle Arbeit an mittelalterlichen Domen ist Gemeinschaftsarbeit in höchstem Sinn.“ (S.49) Zum Inhalt: Der Band Nr. 140 der Insel-Bücherei wirft ein – man möchte sagen – Zwielicht, im Sinne eines höchst dualen Eindruckes, auf einige ausgewählte Werke plastischen Schaffens im großen künstlerischen Ganzen des Bamberger-Doms. Dual auch im Sinne der Aufteilung in einen Bildteil mit 46 Bildtafeln nach… Read More »

Götter, Grenzen und Geschichte(n)

„Er wollte es glauben, er wollte ihr glauben. Aber er konnte es nicht.“ (S.50) Zum Inhalt: Die Zusammenstellung wirkt auf Kenner der Geschichten von Sven Svenson vertraut, um nicht zu sagen fast heimelig. So sind auch die Texte bereits in anderen Bänden erschienen wie z.B. „Zeit der Zeitlosen“ oder „Wandelstern“; jedoch nicht in dieser Konstellation. Ob es nun… Read More »

Ethniengeschichte

„… hier war die Armut kein Mangel, sondern die Regel, die die Menschen in Zucht hielt, wie ihr ganzes Leben auch.“ (S.18) Zum Inhalt: Die Drehscheibe, um die sich die Ereignisse, die Schicksale der Erzählung im Laufe des Lesens verdichten ist die Familie Contrin. In einer durch die topografischen Gegebenheiten natürlich abgeschirmten Welt, einem Tal in den Alpen… Read More »

… ein Hauch Brentano

„Ihr wohlgeordnetes System schwankte und es gab keine Möglichkeit, es zu stabilisieren.“ (P.2126)1) Zum Inhalt: Margarethe lebt nach dem Tod ihrer Mannes Karl-Otto ein gut situiertes, relativ sorgenfreies Leben. EIN Leben, jedoch nicht IHR Leben. Diese Erkenntnis stiehlt sich jedoch erst mit einer an sich freudigen Nachricht in ihre Realität: ihre Schwiegertochter erwartet ein Kind. Margarethe freut sich… Read More »

Reise zur eigenen Identität

„Wir sind alle ungeheuer ignorant und anmaßend, wenn es darum geht, anderer Leute Gespenster zur Strecke zu bringen, aber genauso unwissend und barbarisch und abergläubisch, was unsere eigenen betrifft.“ (S.42) Zum Inhalt: Den Rahmen der autobiografischen Erzählung Robert M. Pirsigs bildet eine Reise, die der Autor auf dem Motorrad zusammen mit seinem Sohn durch den Nordwesten der USA… Read More »

Flüchtlingsdrama

„Sie schienen ihm wie Kinder, die Schmerzen haben und sich wundern, daß ihr Vater ihnen nicht helfen will“ (S.46) Zum Inhalt: Ein handvoll friesischer Mennoniten gründete vor einigen Generationen in den abgelegenen russischen Wäldern eine für sich bleibende, streng religiös orientierte Gemeinschaft, die in ihrer Einfachheit den Mitgliedern ermöglichte zum einen ihren Glauben zu leben, zum anderen ein… Read More »

Ressentiment und der Untergang eines Helden…

„Aber ich kenne ihn nicht. Ich kenne sein Leben nicht. Ich kenne nur einen schmalen Uferrand, nicht das Meer.“ (S.319) Zum Inhalt: Das als Drama angelegte Stück schildert die letzten Stunden Siegfrieds, jenes nordischen Helden, der in seiner Stärke immer wieder als nicht von dieser Welt tituliert wird und den Reigen der Nibelungenerzählungen maßgeblich prägt. Letzten Endes findet… Read More »

Der Garten Eden auf Zeit…

„So lange eine ungebildete Seele der erlösenden Gnade teilhaftig werden kann, scheint es kein tödlicher Irrtum zu sein, theologische Bibliotheken für Ansammlungen einer erstaunlichen Impertinenz zu halten, zumindest, was den größten Teil angeht.“ (S.35) Zum Inhalt: Hawthorne nimmt in seinem Erzählessay „Das alte Pfarrhaus“ den Leser, der einmal die steinerne Pforte  zu dem Domizil verschiedenster Geistlicher durchschritten hat,… Read More »