Tag Archives: Religion

Parallelgesellschaften

„Ich wollte, ich wüsste forthin einmal, was dorten ist.“ (S.152) Zum Inhalt: Mitten in einer Gesellschaft, welche von sich selbst gerne als Hochkultur spricht, existieren Reservate, in denen über Generationen hinweg Menschen nach Geschlechtern getrennt leben. Wobei sich dieses Leben in der täglichen (Fron-)Arbeit für die Götter und der religösen Verehrung derselben ergeht. Die strikte Ordnung in diesen… Read More »

Wider die Bevormundung der Poesie durch die Religion

„…; denn wenn die himmlischen einmal Zuckerzeug backen, so gerät es zur Süße.“ (S.35) Zum Inhalt: Angesiedelt in der Spätantike schildert „Eugenia“ die gesellschaftliche wie auch religionsphilosophische Odyssee der gleichnamigen Römerin hin zu einer geläutertern Beziehung zu dem von ihr geliebten Prokonsul Aquilinus unter dem Stern christlicher Wertvorstellungen von Liebe und Treue. Das Mittelalter bietet den zeitlichen Rahmen der… Read More »

Barockkunst in Kurzform – Rezension zu „Wie erkenne ich Barock Kunst. Architektur, Skulptur, Malerei“ von Flavio Conti

„Die Kunst der Renaissance appellierte an die Vernunft und wollte vor allem überzeugen, die Kunst des Barock wandte sich dagegen an das Gefühl und an die Phantasie“ (S.3) Zum Inhalt: Beginnend mit der Architektur entwickelt Flavio Conti ein detailreiches Bild einer vielgestaltigen Epoche der Kunstgeschichte, deren Stilelemente nach wie vor Städtebilder, Parkanlagen und nicht zuletzt unzählige Innenräume in… Read More »

Rilke-Kaleidoskop – Rezension zu „Der ausgewählten Gedichte anderer Teil“ von Rainer Maria Rilke

„Durch einen Riß im Schicksal, eine Lücke entzogst du deine Seele deiner Zeit;“ (S.57) Zum Inhalt: Katharina Kippenberg (* 1. Juni 1876 in Hamburg; † 7. Juni 1947 in Frankfurt am Main) war Rainer Maria Rilke schon durch ihre literarische Tätigkeit zu Lebzeiten eng verbunden, wobei sich ihre profunde Kenntnis des Autors auch in der Auswahl der Gedichte… Read More »

Zeitlose Endlichkeit…

„Die Betrachtung über den Sinn des Todes kann nur eine Ergänzung zum Nachdenken über den Sinn des Lebens sein.“ (S.46) Zum Inhalt: Ein – wenn nicht – das essentielle Thema des Lebens ist es, dessen sich die Referenten in diesem Band zum „Philosophicum Lech“ annehmen: der Endlichkeit. Im spezielleren unserer Endlichkeit als Individuen, eventuell als Geist – sowohl… Read More »

Plastisch, dualistisch, durchwachsen…

„Alle Arbeit an mittelalterlichen Domen ist Gemeinschaftsarbeit in höchstem Sinn.“ (S.49) Zum Inhalt: Der Band Nr. 140 der Insel-Bücherei wirft ein – man möchte sagen – Zwielicht, im Sinne eines höchst dualen Eindruckes, auf einige ausgewählte Werke plastischen Schaffens im großen künstlerischen Ganzen des Bamberger-Doms. Dual auch im Sinne der Aufteilung in einen Bildteil mit 46 Bildtafeln nach… Read More »

Götter, Grenzen und Geschichte(n) – Rezension zu „Pantheon“ von Sven Svenson

„Er wollte es glauben, er wollte ihr glauben. Aber er konnte es nicht.“ (S.50) Zum Inhalt: Die kleine aber feine Zusammenstellung wirkt auf Kenner der Geschichten von Sven Svenson vertraut, um nicht zu sagen fast heimelig. So sind auch die verschiedenen Texte bereits in anderen Bänden erschienen wie z.B. „Zeit der Zeitlosen“ oder „Wandelstern“, jedoch nicht in dieser… Read More »

Ethniengeschichte

„… hier war die Armut kein Mangel, sondern die Regel, die die Menschen in Zucht hielt, wie ihr ganzes Leben auch.“ (S.18) Zum Inhalt: Die Drehscheibe, um die sich die Ereignisse, die Schicksale der Erzählung im Laufe des Lesens verdichten ist die Familie Contrin. In einer durch die topografischen Gegebenheiten natürlich abgeschirmten Welt, einem Tal in den Alpen… Read More »

… ein Hauch Brentano

„Ihr wohlgeordnetes System schwankte und es gab keine Möglichkeit, es zu stabilisieren.“ (P.2126)1) Zum Inhalt: Margarethe lebt nach dem Tod ihrer Mannes Karl-Otto ein gut situiertes, relativ sorgenfreies Leben. EIN Leben, jedoch nicht IHR Leben. Diese Erkenntnis stiehlt sich jedoch erst mit einer an sich freudigen Nachricht in ihre Realität: ihre Schwiegertochter erwartet ein Kind. Margarethe freut sich… Read More »

Reise zur eigenen Identität

„Wir sind alle ungeheuer ignorant und anmaßend, wenn es darum geht, anderer Leute Gespenster zur Strecke zu bringen, aber genauso unwissend und barbarisch und abergläubisch, was unsere eigenen betrifft.“ (S.42) Zum Inhalt: Den Rahmen der autobiografischen Erzählung Robert M. Pirsigs bildet eine Reise, die der Autor auf dem Motorrad zusammen mit seinem Sohn durch den Nordwesten der USA… Read More »