Tag Archives: Soziologie

Von Selbst- und Fremdverständnis – Rezension zu „Das Kosmodrom im Krater Bond“ – Alexander Kröger

„Oh wie so menschlich ist der Kosmos…“ (S.157) Zum Inhalt: Die unfreiwillige Landung der ersten Centauren auf der Erde und die Etablierung einer Kommunikationsbrücke zwischen deren und unserer Welt liegt schon einige Jahrzehnte zurück. Nicht zuletzt mit dem Wissen welches die Besucher den Menschen hinterließen, war es möglich das Umgestalten des Mars in Angriff zu nehmen. Und nun… Read More »

Minimalleben – Buchbesprechung zu „Dürre Jahre“ – Helen Flöss

„Schlank ist in. Dünn ist besser. Dürr ist ideal.“ (S.17) Zum Inhalt: Dali, ein junges Mädchen, hat das Gespür für ihren Körper, sein gesundes Bedürfnis nach Nahrung verloren. Sie leidet – und dies im wahrsten Sinne des Wortes – an Magersucht. Ein Lebensleidensweg, dessen Fix- und Angelpunkte aus der versch(r)obenen Beschäftigung mit Essen bestehen. Aus Traumata einer Seele,… Read More »

Über Wahrheit und Lüge – Rezension zu „Der Wille zum Schein“ – Philosophicum Lech (Hrsg. Konrad Paul Liesmann)

„Das Lügen ist nicht grundsätzlich schlecht, sondern eine moralisch neutrale Fähigkeit, die schlechten Absichten dienen, die aber auch im Dienste guter und gerechtfertigter Absichten stehen kann.“ (S.36) Zum Inhalt: Nicht nur die Philosophie, vielmehr der Mensch als kulturelles Wesen per se changiert in dem emotional, moralisch geladenen Mienenfeld zwischen der Wahrheit und der Lüge. Nur allzuoft machen wir… Read More »

Ein Leben in Aphorismen – Rezension zu „Franzi Berbikopf all-inklusive“ von Sigrid Kleinsorge

„Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen und gegebenen und überlieferten Umständen.“ (Pos. 533) Zum Inhalt: Unfassbar! Sie hat wirklich das erste mal in ihrem Leben etwas gewonnen. Und auch das nur, weil ihre beste Freundin die Triebfeder war bei einem Preisausschreiben mitzumachen. So… Read More »

Geradlinige Wendung – Buchbesprechung zu „Wendekreis des Krebses“ von Henry Miller

„…denn die Tragödie unserer Welt besteht gerade darin, daß nichts mehr imstande ist, sie aus ihrer Lethargie aufzuscheuchen.“ (S.8) Zum Inhalt: Zusammen mit „Wendekreis des Steinbocks“ – erschienen 1939 – stellt der Roman „Wendekreis des Krebses“ ein autobiografisches Versatzstück im Schaffen Henry Millers dar. Der Text beschreibt die Suche Millers nach seinem ganz persönlichen künstlerischen Ich in einem… Read More »

Seelenverwandt – Rezension zu „Dem Ozean so nah“ von Jessica Koch

„»In guten Zeiten Händchen halten ist einfach. In schlechten Zeiten nicht loszulassen, darauf kommt es an.«“ (Pos.4161) Zum Inhalt: Danny, wissend um die wesentlich absehbarere Endlichkeit seines Lebens, findet in Christina eine jener seltenen Personen im Leben eines Menschen, die man als seelenverwandt erkennt. Dabei könnten sie, zumindest den äußeren Umständen nach, nicht unterschiedlicher sein: er, offensichtlich erfolgreich,… Read More »

Sinn-Bildlich – Rezension zu „Fotos sehen, verstehen, gestalten“ von Martin Schuster

„Die Fotografie »demokratisiert« das visuelle Wissen von der Welt.“ (S.175) Zum Inhalt: Bereits im ersten Kapitel macht Martin Schuster klar, worum es ihm bei der Betrachtung – im wahrsten Sinne des Wortes – der Thematik des fotografischen Bildes geht: um Fotopsychologie. Er steckt das Feld anfangs historisch-gesellschaftlich ab, wobei er technisches nur insofern streift, als dass es für… Read More »

Kosmischer Politexport – Rezension zu „Aëlita“ von Alexej Tolstoi

„Die wichtigste Waffe ist der Entschluß! Wer sich entschließen kann, hat auch die Macht.“ (S.202) Zum Inhalt: Von den irdischen Verhältnissen desillusioniert fasst der Ingenieur Losj den Beschluss, die Erde zu verlassen. Die gewagte Reise will er in einem selbst entworfenen und gebauten Raumschiff bewerkstelligen. Er sucht via Annoncen Unterstützung, woraufhin sich der ehemalige Rotgardist Gussew an seine… Read More »

Das Rad des Lebens – Rezension zu „Der farblose Mann“ von Milan Johannes Meder

„Manchmal fühlte er das Gefühl der Gefühllosigkeit und wie ein grauer Schatten wurde alles um ihn herum eintönig, kalt und leer“ (S.6) Zum Inhalt: Es ist das letzte Drittel des Lebens, das für den 63jährigen Christoph Schneider angebrochen ist. Zeit ein Résumé zu ziehen.  Mit seiner Frau Sara fand er einen Menschen, der ihn aus seiner sozialen Isolation,… Read More »

Geschichte hinter den Worten – Rezension zu „Woher kommt das schwarze Schaf“ von Wolfgang Seidel

„Es geht einfach um die Freude, Geschichte und Geschichten hinter den Wörtern zu entdecken und sich ein Bild zu machen von den vielfältigen Möglichkeiten, wie sie entstanden sind.“ (S.8) Zum Inhalt: Begriffe mit denen wir in der deutschen Sprache ganz selbstverständlich hantieren, deren Gebrauch sie als organischen Bestandteil dieser Sprache seit jeher scheinbar wie selbstverständlich ausweisen, entpuppen sich… Read More »