Tag Archives: Testudo

erholsam fern von Klischee und Kitsch

„«Was sind das für kleine Häuser?»… «Das sind die Wohnungen der Toten!»“ (S.41) Zum Inhalt: In den 3 „Kurzgeschichten aus dem Reich der Vampire“ stellt Ele Otto erneut, wie bereits in „Himmlisches Geflügel“, ihr handwerkliches Können als Erzählerin unter Beweis. Dabei geht es nie um ein reißerisch vordergründiges Verstören des Lesers, sondern – besonders gut getroffen in „Klassentreffen“… Read More »

Passend zum heißen Sommer 2013

„«Kennen Sie den Toten?» …. «Natürlich nicht! Ich pflege keinen Umgang mit Ermordeten»“ (S.10) Zum Inhalt: Abseits jedweder platten Schwarz-Weiß-Malerei werden dem Leser in diesem Bändchen aus der Mini-Testudoreihe drei Krimi-Kurzgeschichten serviert, die den schmalen Grad zwischen Spannung, dem schelmischen Schmunzeln über so manches menschliche Unikat („Baden verboten“), sowie dem Abdriften in allzu große Vorhersehbarkeit mit Bravour  meistern. Ob… Read More »

Licht auf gesellschaftliche Schatten…

„Ja, dieses Mal war Lena nicht zu spät gekommen…“ (S.14) Zum Inhalt: Elke-Marisa Leiverkus scheint sich nicht zu scheuen einer zentralen – und manchmal undankbaren – Aufgabe des Schriftstellers nachzukommen: dem Ansprechen von menschlichen, gesellschaftlichen Schattenseiten. Aus meiner Sicht am beeindruckendsten in die Form einer Kurzgeschichte gebracht wurde dies in „Amoklauf“ und „Hautnah“. Beide Geschichten könnten vom Inhalt… Read More »

Weihnachten… wie es vielleicht sein könnte

„… wenn das so weitergeht, wird das Fest eine Katastrophe – alle Jahre wieder… “ (S.41) Zum Inhalt: Es sind 3 Kurzgeschichten („Himmlisches Geflügel“,“Lieschen Müller bekommt einen Korb“,“Lieber guter Weihnachtsmann…“), die uns die Autorin mit diesem Band der Mini-Testudo-Reihe beschert. Geschichten in denen es Ele Otto gelingt eine Dualität darzustellen, die vielen „weihnachtsgeplagten“ Mitmenschen mehr als nur beiläufig… Read More »

Finster

„Es war für dich Piper…“ (S.20) Zum Inhalt: Es sind zumindest in 2 der 3 Geschichten („Zerstört“, „Das Mädchen mit den traurigen Augen“) zerstörte Lebensträume, die die Autorin in düsteren Grautönen malt. Keine davon wirkt dabei überzeichnet oder an den Haaren herbeigezogen, sondern eher so als wäre es durchaus möglich auch in nächster gesellschaftlicher Nähe entsprechende Schicksale zu… Read More »

Kleiner Hund ganz GROSS…

„Durch die ‚Kampfhunde‘-Diskussion der letzten Zeit hat sich unter den Menschen Verunsicherung uns Hunden gegenüber breit gemacht. Wir Kleinen bekommen wenigstens noch einen Mitleidsbonus, aber die großen Kollegen haben viel unter dieser Situation zu leiden.“ (S.16) Zum Inhalt: Nachdem die erste Aufregung des neuen Heims verklungen ist, geht es für Dolly und ihre Menschen darum den Alltag zu… Read More »

Jeder Hund, auch der kleinste, ist im Kopf ein Wolf…

„Und so holte die Züchterin dann ihr Prachtstück hervor: mich, Dolly von der Parthenaue. Sie wussten sofort: Die ist es.“ (S.25) Zum Inhalt: In seiner lockeren, amüsanten Art beschreibt Eberhard Kamprad, wie mann/frau auf den Hund kommt. Und das noch auf einen recht kleinen – zumindest seiner Statur nach. Denn ein Dackel weiß Bescheid, wenn es um die… Read More »

… der Segeltörn geht weiter.

„Für dieses Unterwassererlebnis haben sich alle Strapazen, die ich hinter mir habe gelohnt….. Am liebsten würde ich hier unten bleiben und nicht mehr auftauchen.“ (S.22f) Zum Inhalt: .Es ist eine Robinsonade, die Ulrike Stienen-Hoffmann in dieser Kurzgeschichte präsentiert. Die Handlungsgründe der agierenden Personen sind zugegebenerweise manches Mal etwas weit hergeholt, aber in Summe ergibt sich ein stimmiges Bild,… Read More »

In die Irre geführt…

„Edith häkelte Netze, Netzhemden, Einkaufsnetze, Netzdecken und Kissenplatten aus Netz, die sie mit verschiedenen Seidenstoffen unterlegte.“ (S.7) Zum Inhalt: …das fühlt sich derjenige Leser, der sich allzu leicht der irrigen Annahme hingibt, es handle sich bei dem 19. Band der Mini-Testudoreihe um eine Kurzgeschichtensammlung für gemütliche Teekränzchen auf der Veranda. Denn die Geschichten warten mit durchaus schwerer Kost… Read More »

Der ganz normale Wahnsinn…

„Manchmal fragt sich Blechschmitt, warum er heiraten musste – und noch dazu ausgerechnet diese Frau. Aber er hat mittlerweile gelernt, geballter weiblicher Logik nicht zu widersprechen.“ (S.44) Zum Inhalt: …dem Zitat blieben noch einige andere ausgesprochen bissige Ausführungen beizustellen, mit denen der Text gespickt ist. Der männliche Part der Familie Blechschmitt – wenn man dieses Sozialkonglomerat denn so… Read More »