Tag Archives: Zeitreisen

Echo der Vergangenheit – Rezension zu „Der Geist des Nasreddin“ – Alexander Kröger

„Prinzipien übertünchen Schwächen und Nöte, sind ein anderes Wort für Hader mit der Umwelt.“ (S.122) Zum Inhalt: Eben noch sah Nasreddin seinen Kopf auf dem Block des Scharfrichters. Der Grund: seine Liebe zu einer Frau, die gesellschaftlich weit über seinem Stand als Chodscha, als Lehrer rangierte und – was noch wesentlich mehr wog – von einem Herrschenden für… Read More »

Die Welt dahinter – Rezension zu „Im Bann der Kreisgräben“ – Rudolf Bulant

„So denkt ihr Menschen immer, wenn etwas schiefläuft. Dass die Fehler bei euch selbst liegen könnten oder ganz andere Ursachen haben, auf diese Idee kommt ihr meist gar nicht“ (S.143) Zum Inhalt: Fritz Obersteiner, seines Zeichens Sprengmeister, hat in seiner langjährigen Karriere schon so manche knifflige Sprengung mit Bravour gemeistert. Eine ganz besondere Stelle im Steinbruch seines derzeitigen… Read More »

Butterfly Effect – Rezension zu „Wenn gestern unser morgen wäre“ – Kristina Moninger

„Ich habe Entscheidungen getroffen, und es ist gar nicht so wichtig, ob sie richtig oder falsch waren. Weil das immer Ermessenssache ist. Aber entscheidend an Entscheidungen ist die Frage, ob wir mit ihnen leben können.“ (S.54)1) Zum Inhalt: Rund. So läuft es im Leben von Sara. Bestes Elternhaus, beruflicher Erfolg, eine standesgemäße Beziehung, alles auf Kurs. Dieses Idyll… Read More »

Nicht stimmig – Rezension zu „Green Net“ von Wilfried von Manstein

„Als Lebewesen sind wir alle gleich. Nichts ist schlecht in der Natur.“ (S.41) Zum Inhalt: Wilfried von Manstein entwirft in seinem Buch ein Szenario, in welchem Pflanzen, verbunden über ein globales Netzwerk – genannt „grünes Internet“ (S.39) – aus Wurzeln, Botenstoffen, sowie auch tierischen Helfern versuchen, das Joch der menschlichen Unterdrückung abzuschütteln. Mittels eines Apparates, genannt Zeiter, gelingt… Read More »

Ferne Nähe – Buchbesprechung für „Der Mann vom Anti“ – Hrsg. Ekkehard Redlin

„»Die Phantasie ist das dritte Auge des Menschen, es reicht bis in fernste Fernen. Wer weiß das schon? Die meisten sind blind auf diesem Auge. Völlig blind!«“ (S.135) Zum Inhalt: Die Kurzgeschichte ist schon per definitionem ein Genre welches erzählerische Dichte und Konzentration fordert. „Jeder Satz ein Gedanke, kein Wort darf entbehrlich sein.“ (Ekkehard Redlin, S.309) Auf ihre… Read More »

Ringelnatz, Cobain und der Weg zurück ins Leben – Rezension zu „Nur eine Ewigkeit mit Dir“ von Kristina Moninger

„Und Ewigkeiten werden nicht in Jahren gemessen, das ist richtig, aber Jahre können zu Ewigkeiten werden.“ (S.116) Zum Inhalt: Ein scheinbarer Quadrilog beginnt sich zu entwickeln, dessen Kristallisationspunkt Lillys Entscheidung darstellt, sich das Leben zu nehmen. Zu viel wurde ihr vom Schicksal, dem Leben oder welcher höheren Macht auch immer entrissen. Jonas ist es, der sie davon abhält… Read More »

„Wirtshaus Zum Müden Gaul“ – Rezension zu „Vom Himmel hoch“ von Gerhard Branstner

„Das Selbstverständliche aber ist ohne Reiz. Deshalb sollte man nichts als selbstverständlich nehmen. Ich halte es geradezu für die oberste Regel der Lebenskunst, alles im Leben, das Große, wie das Kleine, so lange zu drehen und zu wenden, bis wir etwas ganz Unselbstverständliches aus ihm herauszuholen vermögen. Erst dann genießen wir das Leben vollständig.“ (S.79) Zum Inhalt: Sie… Read More »

Zeitloser SciFi-Almanach – Rezension zu „Lichtjahr 2“

„… und die Annahme, die Münze unseres Geistes sei im ganzen Universum gültig, klingt verdächtig nach Selbstüberschätzung.“ (S.198) Zum Inhalt: Einen kleinen Querschnitt durch die Literatursparte der Phantastik, sowie eine durchaus kritische Auseinandersetzung mit derselben stellen die zahlreichen Kurztexte namhafter Autoren des Sammelbandes dar. Von humorvoll über nachdenklich, bis hin zu ansprechend unterhaltend und historisch-archivarisch relevant findet der… Read More »

Götter, Grenzen und Geschichte(n)

„Er wollte es glauben, er wollte ihr glauben. Aber er konnte es nicht.“ (S.50) Zum Inhalt: Die Zusammenstellung wirkt auf Kenner der Geschichten von Sven Svenson vertraut, um nicht zu sagen fast heimelig. So sind auch die Texte bereits in anderen Bänden erschienen wie z.B. „Zeit der Zeitlosen“ oder „Wandelstern“; jedoch nicht in dieser Konstellation. Ob es nun… Read More »

Namensgebend…

„»Was ist schon Vernunft?« fragte Alaska Saedelaere erbittert. »Nichts als Wertmaßstäbe, die sich die Menschheit selbst geschaffen hat.« (S.347) Zum Inhalt: Es sind Alaska Saedelaere und Lord Zwiebus, die dank ihrem „Naheverhältnis“ zu den Cappins die ersten Ausläufer einer Entwicklung spüren, die sich durch die Übernahme des Todessatelliten durch einen evakuierten Landungstrupp von 8000 Cappins anbahnt. Diese Cappins… Read More »