Totgeglaubte leben länger…

By | 26. Oktober 2014

 Welten in Angst - Perry-Rhodan-Silberband „»Die Terraner sind die sympathischsten Verrückten, denen ich je begegnet bin«“. (S.126)

Zum Inhalt:

Der Zündmechanismus der Sextadimbombe, welche das Zeitkommando im letzten Band  im Todessatelliten plazieren konnte, hat die 200.000 Jahre bis in die Jetztzeit nicht überdauert und die Hoffnungen auf eine rasche Vernichtung des todbringenden Sonnentrabanten scheint dahin zu sein. Der Ausweg, welchen Ovaron vorschlägt besteht in einer weiteren Zeitreise, diesmal jedoch auf dem Mond Titan, um technisches Gerät aus seinem dortigen geheimen Lager zu holen. Als Bedingung für seine Hilfe setzt Ovaron jedoch den Zeitpunkt in der Vergangenheit so an, dass er sich selbst auf Titan treffen muss, um die ungeklärten, bohrenden Fragen seiner Herkunft zu beantworten.

Keiner der Zeitreisenden kann mit Sicherheit den Ausgang eines dermassen riskanten Unternehmens, welches bereits ein Paradoxon in sich darzustellen scheint ermessen. Das Treffen zwischen Ovaron und seinem früheren Selbst hellt viele dunkle Flecke der bisherigen Cappin-Erzählung auf und liefert Einblicke in ein uraltes, in sich zerrissenes Sternenreich, dessen Fortbestand auf Messers Schneide steht.

Vollkommen unerwartet finden sich unter der Aufsicht der Depotpositronik auf Titan zwei Gefangenen Zeitreisende, von denen zumindest einer dem Leser kein Unbekannter sein dürfte: es handelt sich um Roy Danton und seinen Mitgefangenen Merkosh. Den beiden gelingt die Flucht sowohl aus dem Einflusskreis der Positronik, als auch mit dem NZD zurück in die Jetztzeit. In eben dieser Zeit unternimmte Atlan, Rhodan und Ovaron mit einer Hand voll Getreuen eine weitere Expedition zum Depot auf Titan. Moshaken, ein treuer Freund und Vertrauter Ovarons, konnte hier von der Positronik über die Jahrtausende hinweg soweit konserviert werden, dass er diesem den Zerfall des Reiches der Ganjasen schildern kann. Diese Informationen lassen Ovaron nicht mehr los und der Plan in seine Heimatgalaxis zurückzukehren reift in ihm, zumal er der rechtmäßige Herrscher der Ganjasen, der sogenannte Ganjo ist.

Zuvor jedoch helfen Ovaron und Merceille Rhodan noch den Todessatelliten mittels der Ausrüstungsgegenstände aus dem Depot zu zerstören. Die Vernichtung wirft jedoch das Ghostsystem aus dem Exil in der Zukunft in die Jetztzeit zurück, worauf der Gegener Rhodans Kaiser Dabrifa nur gewartet hatte. Zu sehr jedoch war Dabrifa mit dem blinden Hass auf die solare Menschheit beschäftigt, als dass er das Erstarken der Widerstandbewegung in den eignen Reihen hätte früh genug erkennen können. So verliert nicht Rhodan, sondern er das Leben bevor ein sinnloser Bruderkrieg im Solsystem ausbrechen kann. In seiner sympathisch eigenmächtigen, von Rhodan jedoch nicht immer gutierten Art, übergibt Gucky Ovaron den Zellaktivator des toten Dabrifas und somit die faktische Unsterblichkeit.

Fazit:

Eine in einzelnen Teilen sehr spannende Geschichte, die jedoch den ein oder anderen logischen Bruch nicht ganz kaschieren kann. Um so bemerkenswerter ist wiederum die Leistung Horst Hoffmanns als Redakteur einen Silberband geschaffen zu haben, der die Geschichte rund um Rhodan und seine Freunde großteils stimmig weiterführt. Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 49 .

Zum Buch:

Wie von einem Silberband der Serie nicht anders zu erwarten findet man auch diesen auf hohem handwerklichem Niveau wieder. Ein schöner Vertreter der Reihe.

Buchdaten:

  • Titel: „Welten in Angst“
  • Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Edel Germany
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8118-2068-0
  • Größe: 19,7 x 13,2 x 4,2 cm

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