Völkerwanderung – Rezension zu „Die Hyperseuche“ Bd. 69 der Silberedition Perry Rhodan

By | 28. Januar 2017

"Die Hyperseuche" - Perry Rhodan Silberband 69„Mißverständnis war der Vater aller Kriege, aber der Krieg war nicht Vater aller Dinge.“ (S.36)

Zum Inhalt:

Mit der Rückkehr Rhodans und seiner Crew aus dem Paralleluniversum gelangt auch ein „blinder Passagier“ mit in die heimatliche Galaxis. Ein Virus, der zu seiner Ausbreitung Geräte benutzt, die auf fünfdimensionaler Basis arbeiten – und so gut wie jedes Gerät in der galaktischen Raumfahrt oder einer anderen höheren Technologie ist dadurch betroffen. Dieser Virus löst die PAD, die Psychosomatische Abstraktionsdeformation aus, ein Krankheitbild das je nach Zivilisation und Grad des Vortschreitens anders zu Tage tritt: in der ersten Phase beginnen die Befallenen ganz unterschiedlichen Tätigkeiten mit bis dahin ungeahntem Enthusiasmus nachzugehen. In Phase zwei beginnt eine alles Dimensionen sprengende Wanderungswelle der Terraner zu ihrer Heimatwelt, die diesem Ansturm nicht gewachsen ist. Wobei andere Völker, wie z.B. die Haluter oder die Akonen ihren kriegerischen Urinstinkt unkontrolliert auszuleben beginnen. So brechen bisher friedlich lebende Nachbarn Kriege vom Zaun die zuvor undenkbar gewesen wären. In der dritten Phase befällt die Betroffenen eine Lethargie, die es ihnen unmöglich macht, auch nur die basalsten Überlebenstriebe wie z.B. Essen, Schlafen etc. zu befriediegen. Die Konsequenz ist der Tod. „Die Seuche lag wie ein Leichentuch über Monden und Planeten, über Raumschiffen und Städten.“ (S.275)
Die einzige Abhilfe für dieses Dilemma scheint es zu sein, dass Rhodan sich den Ereignissen im  Paralleluniversum erneut stellt um die Zeitlinie zu verändern und so den todbringenden Entwicklungen keine Chance zu geben. Erneut steht er vor der Herausforderung, sich seinem Alter Ego zu stellen…

Fazit:

Leider, so muss ich festhalten, hat sich die Geschichte nicht zum positiven mausern können, und meine Meinung zum Band 68 findet sich in diesem Band betätigt. Die Erzählung ist dünn, es fehlt das Feuer, das Perry Rhodan Storys eigentlich ausmacht und seinen wir ehrlich: das Thema Zeitreisen um dann die Gegenwart resp. Zukunft zu verändern, ist nun auch nicht grade „neu“. Es erscheint eher, als haben sich die Autoren in eine Sackgasse geschrieben und müssten diese mit einer Zeitmaschine verlassen. Ich hoffe nur die nächsten Bände werden besser…
Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 69.

Zum Buch:

Für die künstlerische Gestaltung des Covers firmiert in Band 69 der Silberedition Johnny Bruck. Die Innendeckel des ausgezeichnet verarbeiteten Buches zieren wieder Risszeichnungen und deren beschreibende Texte. Drucktechnisch ist der Band sauberer und besser geraten als sein Vorgänger. Unterm Strich ein Buch das die Silberbände wieder bereichert.

Buchdaten:

  • Titel: „Die Hyperseuche“
  • Umfang: 396 Seiten
  • Verlag: VPM Verlagsunion Pabel Moewig KG
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8118-2089-3
  • Größe: 19,7 x 13,2 x 4,2 cm

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