Von Gelben Eroberern und Schwarzen Diskusraumern

By | 19. Juli 2015

“Die Gelben Eroberer” – Perry Rhodan Silberband 58„Popularität war keineswegs ein Beweis für richtiges Handeln.“ (S.66)

Zum Inhalt: Eine der Unwägbarkeiten in der weiteren Entwicklung rund um die Zukunft der Menschheit, nämlich die des Homo superior, findet in diesem Band ihren Abschluss und dies auf eine ebenso tragische wie unerwartete Art und Weise.  Auch hier wird die umfassende Ohnmacht deutlich, die den Verantwortlichen des ehemaligen Solaren Imperiums die Hände bindet. Der Schwarm scheint ein Naturereignis zu sein, dem sie trotz überragender Technik nichts entgegenzusetzen haben. Um so erstaunlicher ist der ungebrochene Widerstand des Sandal Tolk, dessen Abenteuer die Spannung im Silberband 58 aufrecht erhalten. Gespeist von der Energie des Hasses auf die Schwarmherrscher dringt er mit seinem Gefährten Tahonka-No auf dem Planeten Vetrahoon in Richtung der Energiekuppel dieser verhassten Feinde vor. Nur durch ihr Geschick und mit einer gehörigen Portion Glück gelangen sie durch eine Unzahl an Gefahren in den inneren Machtbereich der „Ersten Diener“, wie die beherrschenden Wesen in dieser Kuppel auch genannt werden. Sandal’s Enttäuschung ist groß, als er sich eingestehen muss, dass auch diese Kreaturen nicht jene Entscheidungsträger sind, welche die Auslöschung seiner Familie zu verantworten haben. Weit davon entfernt aufzugeben, werden er und Tahonka-No in letzter Sekunde von Rhodan auf einem Planeten aufgespürt und gerettet, welche der Umformung durch die Schergen des Schwarms zum Opfer fällt.
Während dieser Entwicklungen findet in einem anderen Sektor des Raums eine Verfolgung statt. Rhodan hatte nach der galaktischen Konferenz das Team um Cpt. Rorvic Dalaimos den Auftrag erteilt dem schwarzen Diskusraumer der Vertreter des „Heimlichen Imperiums“ zu folgen. Bis die Crew das Yuyda-System mit dem Planeten Redmare und dessen Bewohnern findet, versuchen die Cynos, so der Name des Volkes dem der schwarze Raumer gehört, ihnen das Leben schwer zu machen – oder treffender es zu beenden. Rorvics Team kann einiges über die Einflussnahme der Cynos auf Redmare in Erfahrung bringen, bevor es fliehen muss. Und dennoch bleiben noch ungezählte Fragen offen…

Fazit: Die Geschichte wirkt etwas seicht und teilweise unstimmig zusammengestellt. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es nicht einer der besten Silberbände ist. Erzählerisch hebt nur die klassische Abenteuergeschichte rund um Sandal Tolk und seinen gefährten Tahonka-No das (Spannungs-)Niveau etwas an. Drucktechnisch sind leider einige Lapsi vorhanden, wie unvollständig angedruckte Buchstaben oder fehlende Druckfarbe über mehrere Zeilen. Die Verleimung hat leider auch in der Qualität zu den Vorgängerbänden nachgelassen, obwohl sie immer noch als gut bezeichnet werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass die weiteren Bände des Schwarmzyklus dem Reiz der Silberbände wieder gerecht werden können.
Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 58 .

Zum Buch: Als Silberband reiht sich auch dieses Buch in die Reihe gut verarbeiteter Bände ein und bietet sowohl typografisch, buchbinderisch und künstlerisch einen angenehmen Gesamteindruck.

Buchdaten:

  • Titel: „Die Gelben Eroberer“
  • Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Pabel-Moewig KG, Raststatt
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8118-2078-8
  • Größe: 19,7 x 13,2 x 4 cm

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.