Großes Finale für einen kleinen Mann – Rezension zu „Der Samenbankraub“ von Gert Prokop

„Du darfst vor allem nicht am eigenen Leben hängen: das macht dich furchtsam. – Du darfst den Tod jedoch nicht mißachten: das macht dich leichtsinnig. Lebe mit deinem Tod, lebe in kurzen, überschaubaren Intervallen, bedenke, in jeder Sekunde kann es vorbei sein: dann wirst du immer alles mit allen Kräften tun.“ (S.200) Zum Inhalt: Tiny, der Leserschaft aus… Read More »

Regeln der Vielfalt – Rezension zu „Richtig gendern“ von Gabriele Diewald und Anja Steinhauer

„Sprache ist vom Denken geprägt und Sprache prägt das Denken.“ (S.7) Zum Inhalt: Die Überschrift in Kombination mit dem Nimbus des Verlagsbegriffes „Duden“ kann bei Leser*innen durchwegs suggestiv das Bild eines klar ausformulierten Regelwerkes für das Gendern aufkommen lassen, welches Verfasser*innen unterschiedlichster Texte davon entbinden würde, in dieser Thematik kreative Lösungen zu finden ;-). Nicht jede/r empfindet sich… Read More »

Jugensstil Kunst – Rezension zu „Wie erkenne ich Jugendstil Kunst“ von Flavio Conti

„Er [der Jugendstil] ist Ausdruck einer weit verbreiteten geistigen Reformbewegung, die dem Leben mehr Schönheit und Stil verleihen wollte.“ (S.3) Zum Inhalt: In seinem kleinen Band „Wie erkenne ich Jugendstil Kunst“ kondensiert Flavio Conti Kernaussagen über den Jugendstil in bewährter Form auf 64 Seiten. Der Autor spannt dabei einen geografischen Bogen quer über Europa bis jenseits des Atlantiks… Read More »

Abgesang auf das Geschriebene? – Rezension zu „Die Schrift“ von Vilém Flusser

„Texte sind Halbfabrikate. Ihre Zeilen eilen einem Schlußpunkt zu, aber über diesen hinaus einem Leser entgegen, von dem sie hoffen, daß er sie vollende. Ob sich der Schreibende dessen bewußt ist oder nicht, ja sogar gleichgültig, ob er wie Kafka ausdrücklich auf den vollendeten Leser verzichtet, Texte sind ein Suchen des anderen.“ (S.38) Zum Inhalt: Vilém Flussers Text… Read More »

Von der Größe im Kleinen – Rezension zu „Wer stiehlt schon Unterschenkel“ von Gert Prokop

„Glauben sie mir, Edward, es gibt längst keine Unterschiede mehr zwischen sauberen und schmutzigen Unternehmen. Zumal die Ausnutzung der heutigen Gesetze in der Regel mehr Geld einbringt, als ihre Verletzung.“ (S.30) Zum Inhalt: Sein Leben verdankt Timothy Truckle v.a. seinen Beziehungen. Beziehungen zu den Big Bossen, zu geringeren Anteilen auch jenen zur Regierung und der NSA. Diese dunkle… Read More »

„Des Glück is a Vogerl…“ – Rezension zu „Anleitung zum Unglücklichsein“ – Paul Watzlawick

„Wo kämen wir denn hin, wenn sich immer mehr Menschen davon überzeugten, dass ihre Lage hoffnungslos, aber nicht ernst ist?“ (S.26) Zum Inhalt: Humorvoll, aber nicht minder ernstzunehmend, wendet Pauk Watzlawick so ziemlich jeden Kunstgriff – oder sollte man sagen Untergriff 😉 – aus dem Methodenkoffer der umgekehrten Psychologie an, um seinem Leser*inner vor Augen zu führen: „Unglücklich… Read More »

Klassizistische Kunst – Rezension zu „Wie erkenne ich Klassiszistische Kunst“ von Flavio Conti

„Ein Wesenszug dieser formschönen Kunst ist ihre absichtsvolle Reinheit, die zugleich hohen moralischen Ansprüchen genügen soll.“ (S.32) Zum Inhalt: Dem Klassizismus, dessen Hochzeit zwischen 1770 und 1830 angesiedelt ist, widmet sich Flavio Conti verdichtet auf 64 Seiten seines Kurzführers. Geprägt zumeist von Reisen nach Italien – Griechenland lag zur damaligen Zeit ja noch immer unter der Herrschaft der… Read More »

Space-Robinsoniade – Rezension zu „Robina Crux“ von Alexander Kröger

„So muss ein Raumfahrer sein! Der Tod ist Kalkül seines Verhaltens, er beendet einen biologischen Prozess, zerstört ein kleines Teilsystem, das in diesem Falle Mensch heißt. Alles zu seiner Zeit, auch die Emotionen – vor allem diese!“ (S.58f) Zum Inhalt: Buch 1: Die Kristallwelt der Robina Crux Nach der Havarie ihres Raumers, der REAKTOM, findet sich die Feldingenieurin… Read More »

Ringnetz – Rezension zu „Die schwarze Harfe“ – Gravity Assist

„Gewissheit über die äußere Welt kommt aus der inneren Welt, und diese liegt immer in der Dunkelheit für all jene, die nicht die schwarze Harfe spielen.“ (S.116) Zum Inhalt: Er ist beinahe in seiner gesamten Ausdehnung besiedelt – der Ring. Oder wie ihn die Senjasantii nennen, die Elawaia. Zu Beginn der Expansionswellen waren es maximal ein paar Visionäre, die… Read More »

Vom Niedergang einer Zivilisation – Rezension von Wolfgang Kucher zu „Die Telesalt-Mission“ von Alexander Kröger

„Im Grunde zwingt die Menschen niemand so zu sein wie sie sind.“ (S.160) Zum Inhalt: Sam Martin ist einer der Raumfahrer, die vor kurzem von einer Expedition zur Erde zurückkamen. Von einer Mission, die alle Teilnehmer mehr als nur physisch mitgenommen hat. Als er vom Universum-Verlag gebeten wird seine Erlebnisse zusammen mit seinen Kollegen in einer Publikation der… Read More »