Kristalline Science-Fiction…

By | 5. Juli 2013

"Die Kristallagenten" - Perry Rhodan Silberband 34„Der Ertrinkende denkt nicht darüber nach, ob der Rettungsring den man ihm zuwirft, wirklich luftdicht ist.“ (S.195)

Zum Inhalt:

Der Raumer IMPERATOR III unter dem Arkoniden Atlan trifft sich mit dem Schiff der Freihändler FRANCIS DRAKE und erfährt von einer bahnbrechenden Technologie, die es ermöglicht Raumschiffe auch im Halbraum zu orten und somit zu verfolgen. Das von den Freihändlern entwickelte Gerät findet sich auf deren Flagschiff und ermöglicht es diesem und der CREST IV die von den Kristallagenten übernommenen Raumer aus dem Bestand der OLD-MAN-Flotte zu ihrem Heimatsektor in der Magellanschen Wolke zu verfolgen.

Dort angekommen bietet sich den Verfolgern ein undurchsichtiges Bild an Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen, in dem die Völker der Perlians, der Gurrads und der sogenannten „Generäle“ vorerst die Hauptakteure darstellen. Auf einer Erkundungsmission an der u.a. Roi und Rhodan teilnehmen wird versucht etwas Licht ins Dunkel zu bringen und Informationen über die Kristallagenten zu sammeln.

Das Glück ist dem Außenteam jedoch nicht gewogen. Obwohl Roi eine weitere Entwicklung seiner Wissenschaftler, die Howalflektor-Netze, zum Schutz vor den hypnosuggestiven Angriffen der Kristalle präsentiert, gerät das Team in arge Bedrängis, als es auf dem Planeten Keeg landen muss. Nachdem durch die Zerstörung der Spacejet der Rückweg für die Crew abgeschnitten ist, schlagen sie sich auf ein Raumschiff der Kristallagenten durch. Die Anstrengungen dieses Raumschiff unter ihre Kontrolle zu bringen sind nach der Zerstörung des steuernden Großkristalls von Erfolg gekrönt, was jedoch nur die halbe Miete darstellt, zumal sich das Schiff bereits auf dem Weg zu einem weiteren Planeten in einer Entfernung von mehreren tausend Lichtjahren befindet. Sowohl die CREST IV, als auch die FRANCIS DRAKE können den Raumer verfolgen, das Außenteam retten und den Planeten Modula II entdecken, auf dem die Kristalle, welche von Natur aus harmlos zu sein scheinen, ihre Programmierung erhalten, die sie zu einer tödlichen Waffe macht.

Verantwortlich dafür scheinen vorerst die Perlians sowie die „Generäle“ zu sein. Diese zwei unterschiedlichen Völker geben Rhodan, Atlan und Roi noch weitere Rätsel auf, welche man mittels einer Expeditionscrew unter Mj. Hole Hohle, Kommandant der ersten Flottille der CREST IV, zu klären hofft. Eine Hoffnung die jäh zerstört wird, als das Außenteam auf Modula II in Gefangenschaft der Perlians gerät. Diese Lungen- und Kiemenatmer legen, ihrer Lebensweise entsprechend, ausgedehnte Städte unter Wasser an, wohin auch die Gefangenen Terraner gebracht werden.

Selbst als diesen die Flucht gelingt, steht ihr Schickal weiter auf Messers Schneide, denn die Odyssee über die lebensfeindliche Oberfläche des Planeten endet in einem weiteren Gefangenenlager der Perlians, in dem Guerrillakämpfer, die Gurrats, eingepfercht leben. Diese misstrauen den Neuankömmlingen, halten sie für Spione der Perlians und sind mit einem Todesurteil die Fremden schnell bei der Hand. Die Vollstreckung desselben wird jedoch vorerst durch einen massiven Angriff einer Guerillaflotte aus dem Raum auf Modula II vereitelt. So bleibt das Schicksal der Flüchtigen offen…

Fazit:

Die Geschichte vermittelt sehr gut das Chaos der Eindrücke, die den Verantwortlichen des Solaren Imperiums vorlagen, als sie den Kristallagenten in ihr Territorium in der Magellanschen Wolke folgten. Einen roten Faden zu erkennen ist durchweg schwierig, was aber zu einem großen Teil auch den Spannungsbogen der Geschichte bedingt. Meiner Meinung nach fällt positiv auf, dass es in diesem Abschnitt der Abenteuer mehr um die Handlung und weniger um die recht unglaubwürdige Person des Roi Danton geht.
Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt: Grafische Inhaltsangabe Bd. 34 .

Zum Buch:

Der Buchblock ist, wie gewohnt von den Silberbänden, einwandfrei verarbeitet, die aufwändige Einbandgestaltung sehr gut gelungen und die Typografie dazu angetan angenehmes Lesevergnügen zu bereiten. Ein Buch in bester Silberbandtradition.

Buchdaten:

  • Titel: „Die Kristallagenten“
  • Gebundene Ausgabe: 431 Seiten
  • Verlag: Edel Germany (1989)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3811820494
  • ISBN-13: 978-3811820494
  • Größe und/oder Gewicht: 19,7 x 13,2 x 4,5 cm

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