Nur ein Spiel? – Rezension zu „Schach der Finsternis“ – Perry-Rhodan-Silberband 73

By | 24. November 2018

"Schach der Finsternis" - Perry-Rhodan-Silberband„Eine von der völligen Vernichtung bedrohte Art ergab sich entweder in ihr Schicksal oder entwickelte einen so starken Haß, daß dadurch der Selbsterhaltungstrieb des Individuums ausgeschaltet und somit die grausamsten Verluste in Kauf genommen werden, um die Bedrohung zu beseitigen und die Art zu erhalten.“ (S.306)

Zum Inhalt:

Mit „Schach der Finsternis“, dem Perry-Rhodan-Band 73 aus der Silberbandserie, findet der 10. Zyklus „Das Kosmische Schachspiel“ seinen Abschluss. Was sich verständlicherweise wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht, sind Rhodans Bemühungen, einen Weg zurück in die heimatliche Galaxie zu finden.

Nach Äonen schwelt immer noch die Glut des Kampfes in der Galaxis Catron. „Lebender“ Beweis sind die tödlichen Hinterlassenschaften der ausgestorbenen Perthus. Gegen die erwachenden Kommandogehirne scheint kein Kraut gewachsen zu sein. Mehr als einmal steht es für Heltamosch, seine Begleiter und Rhodan auf Messers Schneide, ob sie einen weiteren Tag erleben oder nicht.

Und um alles noch zuzuspitzen separiert sich Zeno immer mehr. Der Accalaurie versucht auf eigene Faust und ohne Rücksicht jeden Vorteil für sich zu nutzen, um den Heimweg antreten zu können. Die Abwehr- und Angriffsmaßnahmen der Perthuserben reichen von Robotflotten, über gigantische Kraftfelder bis hin zu Androidenarmeen. Einzig dem taktischen und vorausschauenden Geschick Rhodans – und einer gehörigen Portion Glück – ist es geschuldet, dass sich das Blatt zugunsten Heltamoschs zu wenden beginnt.

Als endlich das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels für Rhodan sichtbar wird, es somit heißt, eine Heimkehr ist möglich, kommt erneut ein Tiefschlag. In seiner Heimatgalaxis erwarten ihn Ränkespiele und Intrigen des mächtigen Anti-ES. Wiedersehensfreude, solare Tagespolitik und der Kampf um das Überleben mischen dicht gedrängt sich ineinander, um in der Verbannung Anti-ES‘ zu gipfeln.

Fazit:

Der Perry-Rhodan-Redaktion unter Führung Horst Hoffmanns ist erneut ein dichtes Abenteuer rund um die zentrale Figur Rhodans in einem Band gelungen, der zum einen einen würdigen Abschluss des Zyklus darstellt, zum anderen die Silberbände in ihrer Tradition weiterführt. Es wird auch hier wieder die üblichen unkenrufenden Kritiker der Serie geben, die stets versuchen sie auf Raumschlachten, kriegerische Auseinandersetzungen und chauvinistisch aggressives Verhalten zu reduzieren. Dem sei nur (wieder) eines der Zitate aus eben diesem Band entgegengehalten: „Für ihn [Rhodan] war Leben, zumal bewußt denkendes Leben, ein so kostbares Geschenk der Natur, daß jede Vernichtung solchen Lebens das Universum ärmer machte.“ (S.317)

Als kleines Goodie habe ich die Notizen, die ich mir während des Lesens gemacht hatte als grafische Inhaltsangabe wieder im folgenden Link hinterlegt Grafische Inhaltsangabe Bd. 73 .

Zum Buch:

Wieder liefert der Verlag, welcher für die Realisierung Silberbände firmiert, ein sehr schönes Buch, das sich inkl. des obligatorischen 3D-Kippeffektes auf dem Umschlag rundum ansprechend gestaltet präsentiert. Der Bedruckstoff ist wie üblich fest und griffig, der Druck sauber und auch die bildnerische Gestaltung der Deckelinnenseiten ansprechend ausgearbeitet.

Buchdaten:

  • Titel: „Schach der Finsternis“
  • Umfang: 432 Seiten
  • Verlag: VPM Verlagsunion Pabel Moewig KG; Raststatt
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-8118-4051-7
  • Größe: 19,7 x 13,2 x 4,5 cm

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